Darstellung der Zeugen Jehovas

Rund um Bibel und Glaube
Benutzeravatar
Raiauer
Beiträge: 301
Registriert: So 1. Mai 2016, 19:04

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Raiauer » Di 13. Feb 2018, 14:23

Anton B. hat geschrieben:
jsc hat geschrieben:Aber nicht im Sinne der ZJ oder? Ich habe meinen Beitrag versucht aus deren Perspektive zu schreiben. Sprich: welchen Unterschied würde es für die ZJ machen, wenn Jesus nicht Michael wäre. Ich weiß dass sie ein Problem mit der Trinität hätten - aber sie können ja auch sagen das Jesus zwischen Gott und Michael wäre. Oder so ähnlich...

Gute Frage. Also die Frage, ob es eine tiefere Bedeutung für die Lehre der ZJ hat, aus der sich wiederum Konsequenzen ergeben.
]


Nein, das hätte keine Konsequenzen für die Lehre der Zeugen Jehovas. Es ist eher eine Verständnisfrage.Es ist der Herangehensweise der Zeugen Jehovas geschuldet, wie sie Bibelstudium betreiben. Damals in den Anfangszeiten, hat man diese Methode kultiviert. Man trug alle relevanten Verse zu einem Thema zusammen und setzte sie wie ein Puzzle zusammen. Jeder Vers wurde ernstgenommen und miteingebunden. Aus dieser Heransgehensweise entstanden die typischen Glaubenslehren, die sich auch von anderen Gruppen unterschieden. Man stiess natürlich auch auf Michael und auf die Ähnlichkeit zu Einigen Texten die von Jesus sprachen. Z.B Michael steht auf um fpr sein Volk zu kämpfen und es zu beschützen.Damit verbunden eine grosse Drangsal. Die Parallele findet sich in Jesus der in Offenbarung 7 sein Volk in der grossen Drangsal beschützt . Man untersuchte den Begriff aufstehen, was er in der Bibel bedeutet.Michael steht ja auf usw...
Das Reich Gottes wird die Herrschaft über die Erde übernehmen. Alle Toten werden auferstehen und eine zweite Chance bekommen. Jesus, als Herrscher des Königreich Gottes, wird allen Menschen Frieden , Gerechtigkeit und wahres Glück bringen. Hallelujah

Hemul
Beiträge: 17955
Registriert: So 21. Apr 2013, 11:57

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Hemul » Di 13. Feb 2018, 14:36

Isai hat geschrieben:Jesus Christus persönlich[/i] anzurufen. Dies gilt als Götzendienst.

Werter Isai!
Gemäß Jesu Worte in Johannes 15:16 möchte Jesus überhaupt gar nicht, dass man ihn direkt anruft. Denn nicht er, sondern sein
größerer Vater ist derjenige der letztendlich die Gebete erhört:
16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt, damit euch der Vater gibt, worum ihr ihn in meinem Namen bittet.

Wie aus Pauli folgenden Worten in 1.Timotheus 2:5 abzuleiten ist-ist Jesus der Mittler zwischen seinem Vater und den Menschen:
5 Denn es gibt nur einen Gott und nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen: Das ist Jesus Christus, der Mensch wurde

Nicht mehr-aber auch nicht weniger.

Benutzeravatar
Isai
Beiträge: 18
Registriert: So 5. Mär 2017, 15:48
Kontaktdaten:

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Isai » Di 13. Feb 2018, 14:43

Hallo Ziska,

es ist richtig, Gebete an den Vater zu richten. Im Kontext ging es jedoch um den ersten Schritt zum Vater, wie es die zahlreichen Verse in der Apostelgeschichte und anderswo aufzeigen (die Verse stehen auch im Beitrag).

https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ap ... chte9%2C14
https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ap ... chte9%2C21
https://www.bibleserver.com/text/ELB/Ap ... chte2%2C21
https://www.bibleserver.com/text/ELB/1.Korinther1%2C2
https://www.bibleserver.com/text/ELB/R%C3%B6mer10%2C13

Ohne Jesus Christus keinen Zugang zum Vater, keine Vergebung, keine Wiedergeburt, kein Christsein.

Liebe Grüße,

Isai

P.S. Sich an Jesus Christus zu klammern, nicht an eine Gruppierung.
Tut Buße. Jeder lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Apg 2:38

Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.
1. Joh 4:15

Hemul
Beiträge: 17955
Registriert: So 21. Apr 2013, 11:57

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Hemul » Di 13. Feb 2018, 16:07

Isai hat geschrieben:es ist richtig, Gebete an den Vater zu richten. Im Kontext ging es jedoch um den ersten Schritt zum Vater, wie es die zahlreichen Verse in der Apostelgeschichte und anderswo aufzeigen.

Na, dann möchten wir einmal schauen was Jesus selbst in Matthäus 6:9-11 zu Deiner o. Behauptung aufzeigt:
Vom Beten. Das Grundmuster eines Gebets
9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel. Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. 11 Das Brot, das wir nötig haben, gib uns heute!

:chapeau:

Benutzeravatar
Pluto
Administrator
Beiträge: 42423
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:56
Wohnort: Deutschland

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Pluto » Di 13. Feb 2018, 16:50

Hemul hat geschrieben:
Isai hat geschrieben:es ist richtig, Gebete an den Vater zu richten. Im Kontext ging es jedoch um den ersten Schritt zum Vater, wie es die zahlreichen Verse in der Apostelgeschichte und anderswo aufzeigen.

Na, dann möchten wir einmal schauen was Jesus selbst in Matthäus 6:9-11 zu Deiner o. Behauptung aufzeigt:
Vom Beten. Das Grundmuster eines Gebets
9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel. Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. 11 Das Brot, das wir nötig haben, gib uns heute!

:chapeau:
Du meinst, der Evangelist Matthäus widerspricht der Apostelgeschichte?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Benutzeravatar
Isai
Beiträge: 18
Registriert: So 5. Mär 2017, 15:48
Kontaktdaten:

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Isai » Di 13. Feb 2018, 16:54

Habe zwar an Ziska geschrieben, aber es ist schon wichtig, dass die angegebenen Bibelverse genau gelesen werden.
Tut Buße. Jeder lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Apg 2:38

Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.
1. Joh 4:15

Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 2106
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Helmuth » Di 13. Feb 2018, 17:10

Ziska hat geschrieben:Jesus sagte, dass wir den Vater im Namen Jesu um etwas bitten. Das Gespräch mit Gott nennt man Gebet!
Also bete ich zu Jehova durch seinen Sohn Jesus Christus.

Das ist richtig. Nur woraus leitet sich denn das Verbot ab, auch direkt mit Jesus zu sprechen? Das war ein Hauptgesprächspunkt, als ich ZJ zu Hause eingeladen hatte, die gerade ihren Tür zu Tür Dienst in meiner Gegend absolvierten. Zweimal lud ich sie ein, verschiedene Gruppen, zweimal dasselbe Gespräch. Merkwürdig.

Man merkt so, wie indoktriniert sie sind, ohne Wertung, nur meine Einschätzung.

Ziska, du kennst sicher die Blendung des Saulus aus Apg. 9. Wer tat das und wer redete hier mit Saulus? (Vers 5)
Und wer antwortete darauf?

Wie ist es nun mit der direkten Rede zu Jesus? War es möglich oder nicht? Machte Jesus mal ne Ausnahme? Würde er dich heute nicht mehr hören? Ist er tot oder lebt er? Wie hörte er dann die Worte Saulus? Oder kann er dich nur hören, wenn du zu Gott in seinem Namen redest?

Verstehst du die Blockade warum sich der HG nicht wirksam erweisen kann, wenn du ihn in jedem Gespräch als zweitrangig herabsetzt? Genau das machst du, angeordnet von deiner Organisation, nicht von Jesus, nicht von Gott!

Wir wurden gebeten hier nicht zu werten, aber werte es einfach für dich.
Einfach der Wahrheit verpflichtet, Gott mehr zu gehorchen als dem TE.
Herzliche Grüße
Helmuth

Anton B.
Beiträge: 2154
Registriert: Fr 19. Apr 2013, 16:20

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Anton B. » Di 13. Feb 2018, 18:51

Raiauer hat geschrieben:
Anton B. hat geschrieben:
jsc hat geschrieben:Aber nicht im Sinne der ZJ oder? Ich habe meinen Beitrag versucht aus deren Perspektive zu schreiben. Sprich: welchen Unterschied würde es für die ZJ machen, wenn Jesus nicht Michael wäre. Ich weiß dass sie ein Problem mit der Trinität hätten - aber sie können ja auch sagen das Jesus zwischen Gott und Michael wäre. Oder so ähnlich...

Gute Frage. Also die Frage, ob es eine tiefere Bedeutung für die Lehre der ZJ hat, aus der sich wiederum Konsequenzen ergeben.
]


Nein, das hätte keine Konsequenzen für die Lehre der Zeugen Jehovas. Es ist eher eine Verständnisfrage.Es ist der Herangehensweise der Zeugen Jehovas geschuldet, wie sie Bibelstudium betreiben.

Wie genau die Vorstellung "Jesus = Erzengel Michael" zum Russel gekommen ist, scheint nicht aufklärbar. Publiziert wurde die Vorstellung durch Russel 1889 und Ellen White (SDA) 1890, also in sehr kurzem zeitlichem Abstand.

Im 19. Jhdt. wurde die Vorstellung einer Identität des Jesus mit dem Erzengel Michael in den Vereinigten Staaten durch William Kinkade (1829: The Bible Doctrine of God, Jesus Christ, the Holy Spirit, Atonement, Faith, and Election; Chapter X , S. 149-155) verbreitet. Der Bezug von Russel und White darauf ist aber spekulativ.
Das Problem: Es gibt auch eine Wirklichkeit, wie es historisch wirklich war.

Anton B.
Beiträge: 2154
Registriert: Fr 19. Apr 2013, 16:20

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Anton B. » Di 13. Feb 2018, 18:59

Helmuth hat geschrieben:Einfach der Wahrheit verpflichtet, Gott mehr zu gehorchen als dem TE.

Der TE hatte darum gebeten, notwendige Kritik im selben Forum, aber an anderer Stelle zu äußern. Das tut der "Wahrheit" keinen Abbruch, verlangt aber womöglich ein wenig Disziplin.

Ich werde Pluto bitten, diesen Thread in "Darstellung der Glaubenslehre der Zeugen Jehovas" umzubenennen. Dann kann bei dem sicherlich vorhandenen Bedarf ja noch ein Thread "Kritik an der Glaubenslehre der Zeugen Jehovas" eröffnet werden.
Das Problem: Es gibt auch eine Wirklichkeit, wie es historisch wirklich war.

Hemul
Beiträge: 17955
Registriert: So 21. Apr 2013, 11:57

Re: Glaubenslehre der Zeugen Jehovas

Beitragvon Hemul » Di 13. Feb 2018, 20:16

Pluto hat geschrieben:
Hemul hat geschrieben:
Isai hat geschrieben:es ist richtig, Gebete an den Vater zu richten. Im Kontext ging es jedoch um den ersten Schritt zum Vater, wie es die zahlreichen Verse in der Apostelgeschichte und anderswo aufzeigen.

Na, dann möchten wir einmal schauen was Jesus selbst in Matthäus 6:9-11 zu Deiner o. Behauptung aufzeigt:
Vom Beten. Das Grundmuster eines Gebets
9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel. Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. 11 Das Brot, das wir nötig haben, gib uns heute!

:chapeau:
Du meinst, der Evangelist Matthäus widerspricht der Apostelgeschichte?

Hemul meint, dass Du Deine billige Suggestivfrage ins Tönnchen kloppen kannst. Weder Matthäus noch ein anderer Bibelschreiber widersprechen sich hier noch wo anders in der Schrift. Richtig ist hier aber, dass es leider-leider-leider keinen Urtext des NT gibt. :cry: Trini Verfechter haben um ihre Irrlehre zu stützen den Namen Gottes "JHWH" aus dem NT entfernt und stattdessen sowohl für "JHWH" aber auch für Jesus den Titel "KYRIOS" eingesetzt:
https://de.wikipedia.org/w/index.php?ti ... nuis8t5o8s
Kyrios (Christentum)
Der Titel Kyrios (altgr. κύριος, Herr) wird im Sprachgebrauch des Neuen Testaments sowohl für Gott als auch für Jesus Christus verwendet.

Nur Bibelunbedarfte wie Du oder Trini Fanatiker stellen solche eigenartigen Fragen wie Du es oben tust. Bibelkenner dagegen
wissen genau wann im NT der Name Gottes gemeint ist, und wann der Name seines Sohnes Jesus.
:wave:


Zurück zu „Allgemein christliche Themen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast