Ist Umkehrosmose durch Zentrifuge möglich?

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Travis
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Re: Ist Umkehrosmose durch Zentrifuge möglich?

Beitragvon Travis » Mo 16. Apr 2018, 19:17

Abischai hat geschrieben:Mir würde bei dem Gedanken das Herz höher schlagen, ich würde zu gern den Rest meines Lebens dort als Techniker fristen, wenn das ginge.
Schreibe das nicht zu häufig... sonst vermittle ich Dir noch Kontakte. Zumindest nach Tansania kann ich im Rahmen der ev. Kirche aushelfen. Dort sprengt Dir auch niemand etwas weg.
Abischai hat geschrieben:Mir würde bei dem Gedanken das Herz höher schlagen, ich würde zu gern den Rest meines Lebens dort als Techniker fristen, wenn das ginge.
Tansania ist ein tolles Land. Ich half bei Maismühlen, Brunnen und diversen sozialen Einrichtungen. Zu tun gibt es da viel, zu verdienen halt nicht so viel. Aber ich möchte nicht zu sehr OT gehen.

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Opa Klaus
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Re: Ist Umkehrosmose durch Zentrifuge möglich?

Beitragvon Opa Klaus » Mo 16. Apr 2018, 19:27

Vielen Dank CoolLesterSmooth mangels English Kenntnis habe ich nur in Deutschen Patentunterlagen erfolglos gesucht.
Du hast jetzt bei mir "was Gut".
Schade, dass man nicht erfährt, woran eine Großanwendung in den 1980er Jahren gescheitert ist.
Nach der Prinzip-Zeichnung war ein erforderlicher Durchlauf schon vorgesehen.

Ich überlege gerade, wenn man die "Osmose-Röhren" einfach drehbar macht mit Änderung der Anchlüsse, könnte man den Druck von über 70 bar doch veringern, sobald man die Röhren dreht.

Irgendwie lässt mich die Sache nicht los.

Ich werd die engl.Texte mal durch 'nen Übersetzter schicken und lesen.

Es soll ja auch vorkommen, das nützliche gute Ideen von der Reibach-Maffia abgewürgt werden und unter den Teppich gekehrt werden.
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Abischai
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Re: Ist Umkehrosmose durch Zentrifuge möglich?

Beitragvon Abischai » Mo 16. Apr 2018, 21:04

Opa Klaus hat geschrieben:...Das beides, was Du hier erwähnst, deutet nicht auf eine Meerwasser-Entsalzung hin, sondern eher auf Veredelung von minderwertigem Süßwasser, das derart aufbereitet wird...
Da hast Du recht, daran hatte ich nicht gedacht. Wenn der Salzgehalt viel höher ist, ist auch der osm. Druck viel höher, also erfordert das natürlich höheren TMP.
...Der würde so aussehen: Besorgen eine Wäscheschleuder mit regelbarer hoher Drehzahl, eine passende OS-Membran zur Innenauskleidung...
Da der TMP auch hier entscheidend ist, und den würdest Du mit einer Zentrifuge niemals hinbekommen, bei astronomischer Drehzahl vielleicht 1bar, mehr nicht, denn Deine Fläche wäre ja 1/2 m² groß.

Das ist wie das Nichtwahrhabenwollen der vielen Erbauer diverser perpetuum mobilae (habe ich als Kind auch "erfunden").
Wenn Du vermittels Umkehrosmose Wasser auftrennen willst, benötigst Du die Umkehrung des osmotischen Drucks, egal wie. Und die Endergie dafür kann man berechnen, da bedarf es keines Versuchsaufbaus.

Eine wirkliche Alternative zur Rev.-Osm. ist eine völlig andere Technologie und nicht "das Gleiche in grün". Also thermische Verfahren, oder chemische (Mischbettfilter), die es alle schon gibt, die nur finanziert und gebaut und betrieben werden müssen.

Aber Zentrifuge und Membran oder Rev.-Osm. und Membran ist das gleiche Prinzip, nur die "Pumpen" unterscheiden sich im Wirkprinzip.

Und da gilt vollumfänglich, was Janina bereits dazu gesagt hat.
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Re: Ist Umkehrosmose durch Zentrifuge möglich?

Beitragvon Opa Klaus » Di 17. Apr 2018, 13:11

Abischai hat geschrieben:Da der TMP auch hier entscheidend ist, und den würdest Du mit einer Zentrifuge niemals hinbekommen, bei astronomischer Drehzahl vielleicht 1bar, mehr nicht, denn Deine Fläche wäre ja 1/2 m² groß.Das ist wie das Nichtwahrhabenwollen der vielen Erbauer diverser perpetuum mobilae

Leistungsspektrum (Wikpedia)
Kreiselpumpen haben folgendes Leistungsspektrum:
Durchflussraten etwa 0,00001 bis 60 m³/s
Förderhöhen von etwa 1 bis 5000 m
Drehzahlen von < 1000 bis 30000 1/min

(Wikipedia) Die Ultrazentrifuge wurde von Theodor Svedberg entwickelt, der damit die Sedimentationsgeschwindigkeiten von Makromolekülen und damit ihre ungefähre molare Masse bestimmte. Er erhielt 1926 den Nobelpreis. Ultrazentrifugen rotieren sehr schnell, mit bis zu 500.000/min. Ihr Rotor befindet sich im Vakuum, um die Luftreibung zu vermeiden.
Hier zum Berechnen:
"F" die Zentrifugalkraft in Newton [ N ] "m" die Masse in Kilogramm [ kg ] "v" ist die Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde [ m/s ] "r" ist der Radius der Kreisbahn in Meter [ m ]
28.12.2017
Zentrifugalkraft - Frustfrei Lernen
https://www.frustfrei-lernen.de/mechani ... kraft.html
Der Kreisbahn(Trommel-)Durchmesser ist 1,6m
die Drehzahl ist 1200 U/min
das Gewicht 5kg
und 2500 N ist 250 kg;
ergibt das 50 fache des Gewichtes!
Dateianhänge
zentrifugalkraft-beispiel-1.jpg
zentrifugalkraft-beispiel-1.jpg (4.21 KiB) 71 mal betrachtet
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Re: Ist Umkehrosmose durch Zentrifuge möglich?

Beitragvon Abischai » Mi 18. Apr 2018, 16:17

Richtig. Aber das 50-fache der Gewichtskraft ist gut und schön, die Fläche macht das Dingens erst zum "Druck", und der ist bei großer Fläche sehr klein.
Ein dünnes Rohr in einer Zentrifuge ermöglicht hohe Kraft auf kleiner Fläche, also Druck. Die Stoffmenge bei dem Vorgang ist aber gering, der Durchsatz also unbedeutend.
Das Prinzip funktioniert mit einer Zentrifuge also sicher auch, aber erst mit großen Pumpen wird durchgesetzte Menge sinnvoll.
Zuletzt geändert von Abischai am Mi 18. Apr 2018, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Umkehrosmose durch Zentrifuge möglich?

Beitragvon Opa Klaus » Mi 18. Apr 2018, 18:00

Zentrifugen werden für sehr viele Zwecke eingesetzt; auch zum trennen, separieren von flüssigen Medien.
Der Durchmesser plus Drehzahl ergibt die Umfangsgeschwindigkeit. Von ihr hängt die 'Flieh'-Kraft ab, mit der ein Medium gegen den Membran-Umfang 'drückt'. Bei Umkehrosmose kommt es auf den Druck von Kg pro cm Quadrat an. Wie das bei der Wandung der Zentrifuge(Schleuder) umzurechnen ist, muss ich noch herausfinden. Was aus den US-Patenten geworden ist, interessiert mich mal.
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