Versagt die Evolutionstheorie?

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Janina
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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon Janina » So 15. Apr 2018, 09:41

ceam hat geschrieben:Fakt ist doch, dass die Wissenschaft auch nichts anderes ist als eine Glaubensgemeinschaft.
Fakt ist nur, dass du nicht weißt was Wissenschaft überhaupt ist.

closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Das Feuer ist unser Leben, die Asche ist die Theologie und das Festhalten an der Unzugänglichkeit.
Ohne Theologie und Philosophie gäbe es keine geistige Schulung - meinst Du, die Menschen kämen besser von allein drauf?
Etwas, wo man von alleine NICHT drauf kommen kann, ist beliebig und damit wertlos.
Die goldene Regel z.B., da ist jede Kultur und jede Religion unabhängig voneinander drauf gekommen.

closs hat geschrieben:Wir schaffen jegliche Theologie ab, wenn gleichzeitig das weltanschauliche Halbzeug des materialistischen und esoterischen Strangs aufhört. - Dann hätten wir "nur" noch den einfachen Menschen mit seinen geistigen oder ungeistigen Instinkten (99,9%) und den Mystiker (0,1%).
Und dann entwickelt der Mensch eine Naturwissenschaft, die im Prinzip genauso aussieht wie heute, dauert nur vielleicht ein paar hundert Jahre.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=161626#p161626
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closs
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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon closs » So 15. Apr 2018, 16:24

sven23 hat geschrieben:Fontane sprach nicht von der Macht der Kirche, sondern vom Glauben.
Ja - aber in der Ausübung des 19. Jh. - Davon abgesehen: Wenn Fontane Kant gelesen hat, wird er das rechte Verhältnis von Glaube und Wissen verstehen.

Janina hat geschrieben:Etwas, wo man von alleine NICHT drauf kommen kann, ist beliebig und damit wertlos.
Moment: Die allgemeine Redensart ist, dass etwas, worauf man alleine kommt, beliebig ist, wenn es nicht intersubjektiv nachweisbar ist!!!

Janina hat geschrieben:Und dann entwickelt der Mensch eine Naturwissenschaft, die im Prinzip genauso aussieht wie heute, dauert nur vielleicht ein paar hundert Jahre.
Das geht eh - dazu braucht man keine spirituelle/philosophische Kompetenz.

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sven23
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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon sven23 » So 15. Apr 2018, 16:54

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Fontane sprach nicht von der Macht der Kirche, sondern vom Glauben.
Ja - aber in der Ausübung des 19. Jh. - Davon abgesehen: Wenn Fontane Kant gelesen hat, wird er das rechte Verhältnis von Glaube und Wissen verstehen.

Darum ging es ihm gar nicht, sondern um die Wertung von Glauben und Unglauben.


Die ganze Welt steckt in dem Vorurteil, dass der Glauben etwas Hohes und der Unglauben etwas Niederes sei. Mit diesem furchtbaren Unsinn muss gebrochen werden.
(Theodor Fontane, dt. Schriftsteller, 1819-1898)
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon closs » So 15. Apr 2018, 16:57

sven23 hat geschrieben:Darum ging es ihm gar nicht, sondern um die Wertung von Glauben und Unglauben.
Was sollt dieser Satz bedeuten? - in welchem Kontext bringt Fontane ihn?

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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon sven23 » So 15. Apr 2018, 17:23

closs hat geschrieben:
sven23 hat geschrieben:Darum ging es ihm gar nicht, sondern um die Wertung von Glauben und Unglauben.
Was sollt dieser Satz bedeuten? - in welchem Kontext bringt Fontane ihn?

Es heißt nichts anderes, als dass es ein Vorurteil ist, dass Glaube per se etwas Gutes sei und berechtigte Kritik an Glaubensirrtümern, bzw. Unglaube etwas schlechtes sei. Ich denke, da hat er Recht.
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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon closs » So 15. Apr 2018, 19:53

sven23 hat geschrieben:Es heißt nichts anderes, als dass es ein Vorurteil ist, dass Glaube per se etwas Gutes sei und berechtigte Kritik an Glaubensirrtümern, bzw. Unglaube etwas schlechtes sei. Ich denke, da hat er Recht.
So pauschal gesagt hat er recht. - Wie gesagt: Das ist in einer Zeit gesagt, in der die Gesellschaft nopch stark kirchlich geformt war - damals war der Agnostiker in der Defensive. - Heute ist es genau umgekehrt.

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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon Flavius » So 15. Apr 2018, 20:01

In Wirklichkeit : (Bei genauem Hinsehen) ist "die" Naturwissenschaft aber teils doch sehr verschlossen bis autoritär ... und irrt trotz aller sonst anerkennenswürdigen! und guten Arbeit in einigen Punkten (vermutlich) doch.

Beispiel : Schliesse ich bestimmte Möglichkeiten ( oder "Übernatürliches") komplett aus.

bin ich a. dogmatisch
b. evtu. erhalte ich schlichtweg falsche Ergebnisse.

Solange , die die eine gewisse Sicht haben "am Absolut-richtig-Hebel" sitzen, -also entscheiden was denn richtig und alleinig wahr ist ... kann es unmöglich alles ganz rund und richtig sein.
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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon Flavius » Mo 16. Apr 2018, 10:45

Thomas .= > Du bist in diesem Bild nicht Herr deines Aquariums, sondern Bediener...
Glaubst du wirklich, dass Gott nur Bediener des Universums ist?


Thomas ...
ich habe nicht geschrieben : NUR Bediener.

Das Bild zeigt 3-4 Elemente:

einen Erst- Einrichter.
einen Beobachter
und einen ab- und- zu- Eingreifer

Jemanden, der sich- bei allem Abstand - und "es-ein-Zeitlang-mal-laufen-lassen - doch auch noch kümmert.


Ich denke doch, dass das Bild gar nicht so schlecht ist; dass in dem Bild eine gewisse Parallele zu finden ist
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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon Janina » Mo 16. Apr 2018, 11:21

closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Etwas, wo man von alleine NICHT drauf kommen kann, ist beliebig und damit wertlos.
Moment: Die allgemeine Redensart ist, dass etwas, worauf man alleine kommt, beliebig ist, wenn es nicht intersubjektiv nachweisbar ist!!!
Intersubjektiv heißt doch, dass alle unabhängig voneinander auf das gleiche Ergebnis kommen, oder nicht?
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
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Re: Versagt die Evolutionstheorie?

Beitragvon Flavius » Mo 16. Apr 2018, 11:48

Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine...-
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