Der Gartenthread

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Pluto
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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Pluto » Do 12. Okt 2017, 01:45

Magdalena61 hat geschrieben:Seit dem 22. August zähle ich die Schneckenbeute. Mittlerweile sind es 9379 Schnecken weniger.
:?
Was weg ist, kann sich nicht weiter vermehren.
Hast du 'ne Ahnung...
Man muss die Weibchen VOR der Eiablage erwischen, sonst ist die ganze Mühe um sonst gewesen (ein-mal-eins der Biologie).
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Magdalena61
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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Magdalena61 » Do 12. Okt 2017, 01:57

Fast alle sind Jungtiere. Kaum zu sehen zunächst, aufgrund der Größe und der Tarnfarbe, und unglaublich viele, deshalb hatte ich ja damit angefangen, sie zu zählen, nachdem ich sie entdeckt hatte und dafür sorgen musste, dass sie sich nicht weiter vermehren.

Erwachsene Schnecken waren zwar auch darunter, aber vielleicht... 10, 15 am Tag. Jetzt so gut wie gar keine mehr.

Übrigens sind es fast ausschließlich Tigerschnecken. Es stimmt nicht, dass sie nicht an die Kulturen gehen, wie allenthalben behauptet wird... sie fressen ALLES kahl, wenn man nichts dagegen tut.
LG

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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Lena » Do 12. Okt 2017, 17:07

Sali Magdalena :)

Fast unfassbar. In so kurzer Zeit so viele Schnecken. Was wäre wohl aus Deinem Garten geworden Du hättest sie sein lassen?! Und wie ging die Zählung vor sich? Hast Du sie im Kopf zusammengezählt und dann aufgeschrieben? Tigerschnecke. Die ist bei uns so selten das ich mich echt an ihr freue. Wir haben nur die gewöhnlichen braunroten, mir ist sie heissen Wegschnecken. Der einzige Vorteil an ihnen ist das sie den Katzendreck und die faulen über den Zaun fallenden Aepfel des Nachbarn vertilgen.

Vielleicht erlebst Du ja ein Wunder und Dein Land weitet sich, damit Du noch viele Pflänzchen adoptieren kannst.... ;)

Bei mir ist jetzt Laubaufnehmen Zeit. Sonst freue ich mich an Licht und Schatten in dieser wunderbaren sonnigen Herbstzeit.

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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Pluto » Do 12. Okt 2017, 17:17

Magdalena61 hat geschrieben:Erwachsene Schnecken waren zwar auch darunter, aber vielleicht... 10, 15 am Tag. Jetzt so gut wie gar keine mehr.
Kein Wunder, wenn du Jungtiere erschlägst, können sie nicht heranwachsen.

Magdalena61 hat geschrieben:Übrigens sind es fast ausschließlich Tigerschnecken.
Hmm...
Ob du da nicht die Falschen erwischt?
Schnecken sind für viele Hobbygärtner eine Plage: Sie fressen das liebevoll gepflegte Grün und knabbern das mühsam vorgezogene Gemüse an. Dabei gibt es einige Schnecken, die sehr nützlich auch für Hobbygärtner sind. Welche das sind und wie diese Ihnen helfen, erfahren Sie bei uns.

Die Tigerschnecke ist häufig in Wäldern heimisch, wo sie sich unter anderem von verwelkten Pflanzen, Pilzen, Aas sowie den Eiern von anderen Nacktschnecken ernährt. Gesunde und lebende Pflanzen frisst sie hingegen kaum bis gar nicht an. Die Tigerschnecke ist hauptsächlich nachtaktiv und tagsüber kaum zu finden.
[Quelle: Schnecken helfen gegen die Schneckenplage]


Magdalena61 hat geschrieben:Es stimmt nicht, dass sie nicht an die Kulturen gehen, wie allenthalben behauptet wird... sie fressen ALLES kahl, wenn man nichts dagegen tut.
In dem Artikel steht: Gesunde und lebende Pflanzen frisst sie hingegen kaum bis gar nicht an.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Magdalena61 » Mo 30. Okt 2017, 15:01

Stimmt nicht, was in dem Artikel steht.

Letztes Jahr hatte ich die Tigerschnecken nicht konsequent verfolgt, weil ich auf diese dummen Sprüche von wegen "sie sind Nützlinge" reingefallen bin. Dieses Jahr hatte ich nun mehr als 10 000 Junge und bis in den Herbst hinein auch erwachsene Tigerschnecken, die meinen Salat teilweise absolut gekillt haben. Es ist nicht ganz einfach, sie zu köpfen, wenn sie auf den wackeligen Blättern hocken. In der linken Hand halte ich eine Taschenlampe. Ich möchte sie nicht quälen, sondern schnell und sauber ins Jenseits befördern. -

Und nicht nur den Salat versauten sie. An den Broccoli sind sie auch gegangen... die abgeernteten Strünke hatte ich mitsamt Blättern dann extra noch lange stehen lassen, weil ich mit Sicherheit nachts darauf Schnecken antraf. An den Bartnelken, die für Schnecken eher 2. Wahl sind, fraßen sie... am Mais schleimten sie hoch und futterten die Spitzen der Kolben an, die Blätter der Kartoffeln hingen voll mit Schnecken, die Kürbis, Zucchini etc. auch. Sogar auf den Bohnenblättern hielten sie sich auf und an Bohnenhülsen, die für sie erreichbar waren. Widerlich.

Sie fressen Löcher in Äpfel (die Faulen ließ ich ebenfalls länger liegen und konnte dann bis zu 10 Schnecken pro Apfel ernten und noch viele außen herum). Wenn man die Äpfel nicht sofort aufhebt, sind die Schnecken dran.

Also, die Mär von den "lieben Tigerschnecken" ist widerlegt. So einen Blödsinn können nur Leute behaupten, die ihren Garten mit schneckensicheren Pflanzen dekoriert haben. An diesen findet man natürlich keine Schleimer. Thuja, Rosen, Vergißmeinicht, sonstige Nadelgehölze, viele Sträucher, Heidepflanzen, Campanula, aber von denen nicht alle... Lavendel, Spiraea, Farn, Buchs, Frauenmantel, Steinbrech, Efeu, wilder Wein... halt die ganze Palette, die man üblicherweise in Neubaugebieten antrifft.

Jetzt ist es zu kalt, da sind kaum noch Schnecken draußen. Sonst würde ich sie in flagranti fotographieren mitsamt den Schäden, die sie anrichten.

*seufz*
Heute regnet es nicht. Ich muß noch weitermachen; bringe einen Teil des Holzes unter Dach- und der Garten ist auch noch nicht ganz fertig. Es soll dann Frost geben.

25.10.2017.Wk.jpg
25.10.2017.Wk.jpg (114.49 KiB) 600 mal betrachtet
Einen Teil habe ich in Erde eingelagert, die Kleinen und die Krummen verarbeite ich und friere sie ein. Ein 10- L- Eimer steht noch oben in der Küche, aber heute geht es nicht, Außenarbeiten sind wichtiger.

Aber schlecht war die Ernte nicht für's erste Jahr auf einer umgedrehten Wiese.
LG

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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Lena » Mo 30. Okt 2017, 17:30

Ist natürlich blöd ein Garten mit solch vielen Fressern, wo man ihn als Nahrungsquelle nutzen will oder muss. Meine geliebten vielen Wildstauden lassen sie am Leben.

Travis
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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Travis » Di 31. Okt 2017, 09:07

Meine Tochter stand vor zwei, drei Monaten im Gewächshaus. Das ist grunsätzlich nicht verwerflich, aber eben ungewönlich. Sie ist sonst nie im Gewächshaus. Ich fragte sie, was sie denn da vorhabe. Sie fragte zurück, ob es denn schlimm wäre im Gewächshaus zu sein? Meine Augenbrauen hoben sich leicht. Solch eine Gegenfrage weckt in mir den Wunsch weiter nachzufragen. Ich teilte ihr mit, dass es nicht schlimm wäre im Gewächshaus zu sein, auch für sie nicht. Zusätzlich wies ich darauf hin, dass die Gegenfrage meine Frage nicht beantworten würde.

Meine Tochter stockte etwas und fragte dann, ob sie denn nicht einfach im Gewächshaus stehen und schauen dürfe. Auch dahingehend teilte ich ihr mein grundsätzliches Einverständnis mit. Allerdings sei meine Frage damit noch immer nicht beantwortet.

Es ging noch etwas so weiter. Irgendwann rückte sie mit der Sprache heraus. Sie habe im Garten Raupen gefunden und wollte, dass diese auch genug zu essen hätten. Auf mein Geheiß hin trug sie den Raupen wieder aus dem Gewächshaus hinaus. Ich erklärte ihr, dass sich die Raupen sicher sehr über die leckeren Innereien des Gewächshauses gefreut hätten. Da wir einen großen Garten haben, gibt es außerhalb des Gewächshauses allerdings auch genügend Alternativen.

Ja, die lieben Kinder...

der travis

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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Lena » Sa 11. Nov 2017, 19:26

Sie fallen wieder
die Blätter
die bunten
allesamt runter

:mrgreen:

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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Magdalena61 » So 12. Nov 2017, 16:19

Travis hat geschrieben:Es ging noch etwas so weiter. Irgendwann rückte sie mit der Sprache heraus. Sie habe im Garten Raupen gefunden und wollte, dass diese auch genug zu essen hätten. Auf mein Geheiß hin trug sie den Raupen wieder aus dem Gewächshaus hinaus. Ich erklärte ihr, dass sich die Raupen sicher sehr über die leckeren Innereien des Gewächshauses gefreut hätten. Da wir einen großen Garten haben, gibt es außerhalb des Gewächshauses allerdings auch genügend Alternativen.
:lol:

Wie alt ist denn deine Tochter?

Nochmal ein Gärtner unter uns? *freu*
LG

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Re: Der Gartenthread

Beitragvon Magdalena61 » So 12. Nov 2017, 17:04

Lena hat geschrieben:Ist natürlich blöd ein Garten mit solch vielen Fressern, wo man ihn als Nahrungsquelle nutzen will oder muss. Meine geliebten vielen Wildstauden lassen sie am Leben.
Die schmecken den Schnecken vermutlich nicht so gut wie Salat und andere, vom Menschen bevorzugte Spezialitäten.

Immerhin waren es schon weniger erwachsene Nacktschnecken als im Jahr zuvor. Ich gebe die Hoffnung nicht auf...

Wer ein schneckenverseuchtes Land bebaut, muß in den ersten Jahren viel zu viele Jungpflanzen setzen, damit für ihn auch noch etwas übrig bleibt, und er muss natürlich die Schnecken bekämpfen. Irgendwann werden es weniger werden. Das Problem ist ja, dass ich nicht nur die Schnecken auf unserem Grundstück dezimier(t)e, und das eigentlich sehr erfolgreich, sondern von den Nachbargrundstücken kamen sie in diesem Jahre auch noch reichlich hinterher, weil ich im Frühjahr damit anfing, Gemüse zu pflanzen.
Ihren Weg der Anreise konnte man teilweise gut verfolgen. An den Grundstücksgrenzen entlang hatte ich "Schneckenbremsen" eingebaut. Auf der einen Seite die Kürbisplantage und auf der anderen Längsseite z.B. Bartnelken und Mais am Zaun entlang. Wenn ich rechtzeitig jagen ging, wurde ich dort reichlich fündig.

Unter der Erde wurden Kartoffeln und Möhren teilweise angefressen. Es ist nicht schlimm, man kann die kleinen Löcher wegschälen. Auf Dauer hätte ich es allerdings gerne anders. --

In meiner Kindheit war es normal, wenn Kartoffeln einige kleine dunkle Stellen hatten. Dafür ist der Dorn am "Sparschäler" da, mit dem kann man diese Verfärbungen ausstechen.

Und wenn man heute Kartoffeln kauft, die überwiegend keinerlei Beschädigungen aufweisen, frage ich mich, was da an Chemie im Boden ist und wie viel man davon dann auf dem Teller hat. Hühner laufen ja nicht über die Felder...

Die Larven des Dickmaulrüsslers kann man mit Nematoden bekämpfen. Diese biologisch verträgliche Methode ist sehr wirksam, aber nicht ganz billig. Nächstes Jahr werde ich nochmals welche besorgen und auf dem Land verteilen. In diesem Jahr hatte ich das ein Mal gemacht, das zeigte auch Wirkung. Aber alle Larven wurden nicht erfasst. Die Nematoden brauchen es feucht- so viel kann man gar nicht gießen, wie es dann heiß geworden war.
Eine Wiese gieße ich nicht. Man muss aber ganzflächig bekämpfen, nicht nur dort, wo Gemüsebeete sind.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis des ersten Jahren mehr als zufrieden. PTL.
LG


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