Shakespeare: Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen

Literatur, Malerei, Bildhauerei
Benutzeravatar
closs
Beiträge: 32465
Registriert: Fr 19. Apr 2013, 20:39

Re: Shakespeare: Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen

Beitragvon closs » So 3. Aug 2014, 23:44

Pluto hat geschrieben:Es könnte auch bloß heißen, dass er (Macbeth) einen Schutzengel hatte
Wenn es Schutzengel gibt, gibt es auch ewiges Leben.

Pluto hat geschrieben: Das habe ich mir selber erarbeitet.
Da müsste man definieren, was "ungläubig" ist. - Goethe hat man gesagt: “Wer Kunst hat, hat auch Religion.”

Nein - nicht alles, was Kunst genannt wird, ist Kunst. - Man spürt, glaube ich, was Goethe meint. - Und das passt auch zu Shakespeare: Wenn man kleinste Lebensregungen so ins Tiefste benennen kann, wie Shakespeare es tut, dann IST man gläubig. - Unabhängig von Religionen.

Benutzeravatar
Pluto
Administrator
Beiträge: 42824
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:56
Wohnort: Deutschland

Re: Shakespeare: Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen

Beitragvon Pluto » Mo 4. Aug 2014, 00:09

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Es könnte auch bloß heißen, dass er (Macbeth) einen Schutzengel hatte
Wenn es Schutzengel gibt, gibt es auch ewiges Leben.
Im England des 16. Jh. glaubten viele Menschen an Hexen und Schutzengel. Shakespeare war Poet und nutzte das vielleicht nur aus. Er wollte die Leute unterhalten.

Shakespeares Theater - The Globe

Bild
[Quelle: Wikimedia commons]

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben: Das habe ich mir selber erarbeitet.
Da müsste man definieren, was "ungläubig" ist. - Goethe hat man gesagt: “Wer Kunst hat, hat auch Religion.”
Auch Goethe war IMO nicht Gottgläubig.

closs hat geschrieben:Nein - nicht alles, was Kunst genannt wird, ist Kunst. - Man spürt, glaube ich, was Goethe meint. - Und das passt auch zu Shakespeare: Wenn man kleinste Lebensregungen so ins Tiefste benennen kann, wie Shakespeare es tut, dann IST man gläubig. - Unabhängig von Religionen.
Gläubig im Sinne von Spinoza, oder im Sinne des Papstes?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Benutzeravatar
closs
Beiträge: 32465
Registriert: Fr 19. Apr 2013, 20:39

Re: Shakespeare: Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen

Beitragvon closs » Mo 4. Aug 2014, 00:43

Pluto hat geschrieben:Gläubig im Sinne von Spinoza, oder im Sinne des Papstes?
Im Sinne Gottes. - Das ergibt sich dann von selbst.

Benutzeravatar
Pluto
Administrator
Beiträge: 42824
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:56
Wohnort: Deutschland

Re: Shakespeare: Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen

Beitragvon Pluto » Mo 4. Aug 2014, 01:14

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Gläubig im Sinne von Spinoza, oder im Sinne des Papstes?
Im Sinne Gottes. - Das ergibt sich dann von selbst.
Wenn man es so intepretieren will, dann schon. Poesie kann man oft auf mehrere Arten interpretieren.

Dennoch meine ich Goethe sei nicht Gottgläubig gewesen. Was meinst du?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Benutzeravatar
Demian
Beiträge: 3579
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:09

Re: Shakespeare: Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen

Beitragvon Demian » Mo 4. Aug 2014, 02:59

Pluto hat geschrieben:Dennoch meine ich Goethe sei nicht Gottgläubig gewesen.


Wie kommst Du darauf? Die Antwort steht im Faust: Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) Zu den Gefilden hoher Ahnen. (Faust I, Vers 1112 1117) Damit beschreibt er einerseits das weltzugewandte Ich und andererseits das transzendente Wesen des Menschen. Ähnlich ambivalent dürfte das bei Shakespeare sein.

Benutzeravatar
Munro
Beiträge: 1828
Registriert: Do 11. Jan 2018, 15:36

Re: Shakespeare: Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen

Beitragvon Munro » Do 8. Mär 2018, 19:21

Dieses Gedicht soll hier nicht fehlen:

Shall I compare thee to a summer’s day?
Thou art more lovely and more temperate.
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer’s lease hath all too short a date.

Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimmed;
And every fair from fair sometime declines,
By chance, or nature’s changing course, untrimmed;

But thy eternal summer shall not fade,
Nor lose possession of that fair thou ow’st,
Nor shall death brag thou wand’rest in his shade,
When in eternal lines to Time thou grow’st.

So long as men can breathe, or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.


https://www.poets.org/poetsorg/poem/sha ... -sonnet-18


Zurück zu „Kunstcafé“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast