Die "christlichen Werte"?

Nichtchristen sind willkommen, wir bitten aber darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
1Johannes4
Beiträge: 261
Registriert: Fr 10. Mär 2017, 19:17

Re: Die "christlichen Werte"?

Beitragvon 1Johannes4 » So 18. Mär 2018, 19:20

@Silverbullet

Nach meinem Verständnis geht es in diesem Teil des Forums darum, dass unterschiedliche Auffassungen bezüglich biblischer Aussagen („Lesarten“) diskutiert werden können ohne dass solche Diskussionen durch grundsätzliche Kritik am Glauben bzw. an der Bibel gestört werden. Und wie ich gegenüber manden1804 auch erklärte, steht seine Frage für mich im Zusammenhang mit seiner regelmäßigen Bibelkritik wie er sie z.B. hier auch geäußert hat.

Des Weiteren habe ich seine Frage beantwortet, da sich davon schrieb, dass ich es „glaube“, also im Sinn von vertrauen. Und schließlich dass der Glaube von Gott kommt - was meine Antwort auf sein „woher“ ist.

Ich verstehe jedenfalls nicht, was für ein Problem Du mit meiner Antwort an manden1804 hast, wo er doch anscheinend kein Problem damit hatte.

manden1804
Beiträge: 4107
Registriert: Sa 25. Feb 2017, 13:49
Wohnort: Roth

Re: Die "christlichen Werte"?

Beitragvon manden1804 » So 18. Mär 2018, 19:25

Das ist nicht richtig . Ich habe gesagt , dass man über dieses Thema diskutieren können muss , egal wo . ( und auch kontrovers )
Aber von mir aus macht ihr hier , was ihr wollt .
Gott segne euch alle .

SilverBullet
Beiträge: 1196
Registriert: Mo 17. Aug 2015, 19:04

Re: Die "christlichen Werte"?

Beitragvon SilverBullet » So 18. Mär 2018, 19:38

1Johannes4 hat geschrieben:Nach meinem Verständnis geht es in diesem Teil des Forums darum, dass unterschiedliche Auffassungen bezüglich biblischer Aussagen („Lesarten“) diskutiert werden können ohne dass solche Diskussionen durch grundsätzliche Kritik am Glauben bzw. an der Bibel gestört werden.

Nochmal, das Nachfragen, wenn jemand unvollständige Aussagen zu seiner Lesart macht, erfüllt nicht den Tatbestand von Kritik.

1Johannes4 hat geschrieben:Des Weiteren habe ich seine Frage beantwortet, da sich davon schrieb, dass ich es „glaube“, also im Sinn von vertrauen. Und schließlich dass der Glaube von Gott kommt - was meine Antwort auf sein „woher“ ist.

Ich frage hiermit (ohne jegliche Kritik) nach, wie du zu dieser Haltung rund um deine Lesart gekommen bist – am Anfang musstest du zuerst einmal das Sprechen lernen und heute „glaubst“ du dies und jenes – was ist dazwischen passiert?

Was ist an deiner Lesart so geheimnisvoll, dass du es nicht einfach darlegen kannst?
Was ist die Grundlage, um deine Lesart einzuordnen?

Wenn du „mittendrin“ startest, kann doch keiner was damit anfangen.

Benutzeravatar
Magdalena61
Administrator
Beiträge: 14168
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 20:44
Kontaktdaten:

Re: Die "christlichen Werte"?

Beitragvon Magdalena61 » Mo 19. Mär 2018, 00:34

Hiermit kündige vorsichtig den Gedanken an eine eventuelle Teilung des Themas an, wenn das noch mehr o.t. wird hier, und zwar beginnend mit diesem Post. Wenn jemand diesbezüglich Bedenken oder gar berechtigte Gründe hat, um Einspruch zu erheben, so möge er diese nennen.

Interessenten, die gerne über die "Glaubwürdigkeit der Bibel" diskutieren möchten, können sich auch zu Wort melden oder einfach gleich selbst ein neues Thema zu dieser Frage eröffnen.
:)
LG

ThomasM
Beiträge: 5349
Registriert: Mo 20. Mai 2013, 19:43

Re: Die "christlichen Werte"?

Beitragvon ThomasM » Mo 19. Mär 2018, 13:55

1Johannes4 hat geschrieben:
meiner Meinung nach entspricht eine Formulierung, die nach „christlichen Werten“ fragt weitgehend nur zu einer Art Gesetz 2.0 - also sozusagen einem Postulieren wollen eines Upgrades des mosaischen Gesetzes.

Ich möchte hier widersprechen.
Es geht bei der Frage nach christlichen Werten nicht um Gesetze, also nicht um ein tue dies-tue das nicht. Es geht bei der Frage nach den Werten um Zielvorstellungen, Idealen, Dingen, die Gott wichtig sind, um die Dinge, die hinter den Gesetzen stehen.

Der Begriff "Wert" drückt es aus "was ist wertvoll?"
Und dieser Wert hat seine Berechtigung in jeder Lebenssituation. Das ist nicht das, was du geschrieben hast, obwohl es mit allerlei Bibelzitaten geschmückt war.

Nehmen wir ein Beispiel.
Du gipfelst deine Ausführungen, dass nur Jesus der Weg zur Wahrheit ist. Gut und richtig. Ist das ein christlicher Wert?
Für sich alleine stehendend ist es das nicht, weil viel zu abstrakt, abgehoben. Zu einem Wert wird dies erst in der Konkretisierung, z.B. "Weil ich durch Jesus den Weg zur Wahrheit gefunden habe, kann ich meinen Mitmenschen gegenüber freundlich sein und brauche mich nicht mehr in den Vordergrund zu drängen."
Das findet sich dann ihren Niederschlag z.B. im Supermarkt in der Hektik an der Kasse.

Man beachte das "ich brauche nicht mehr". Es ist kein Gesetz. Es ist Konsequenz.
Gott würfelt nicht, meinte Einstein. Aber er irrte. Gott nutzt den Zufall - jeden Tag.

1Johannes4
Beiträge: 261
Registriert: Fr 10. Mär 2017, 19:17

Re: Die "christlichen Werte"?

Beitragvon 1Johannes4 » Mo 19. Mär 2018, 16:02

Hallo ThomasM,

ThomasM hat geschrieben:Es geht bei der Frage nach christlichen Werten nicht um Gesetze, also nicht um ein tue dies-tue das nicht. Es geht bei der Frage nach den Werten um Zielvorstellungen, Idealen, Dingen, die Gott wichtig sind, um die Dinge, die hinter den Gesetzen stehen.


wie Du doch selber schreibst: „die Gott wichtig sind“. Also geht es nicht um irgendeine Zielvorstellung an sich, sondern alles erfährt seine Berechtigung allein dadurch, dass es Gott wichtig ist.

Und deswegen sollte man auch nicht „Freundlichkeit“ als Zielvorstellung vergöttlichen, denn dann gäbe es die Möglichkeit, dass man in manchen Situationen zwar freundlich wäre, aber eben nicht das täte, was dem dem Willen Gottes entspräche. So z.B. in Matthäus 23, wo Jesus die Pharisäer und Schriftgelehrten als „Heuchler“, „Blinde“ und „Narren“ bezeichnet. Oder das Verhalten Jesu gegenüber den Händlern im Tempel:
„Und Jesus trat in den Tempel Gottes ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften, und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um. Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: "Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden"; "ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht".“

‭‭Matthäus‬ ‭21:12-13‬ ‭ELB71‬‬
http://bible.com/58/mat.21.12-13.elb71
Wenn „Freundlichkeit“ ein „christlicher Wert“ ist, was würde das dann über Jesus aussagen?

In seinem Buch „Ethik“ unterschied Dietrich Bonhöffer z.B. „vorletzte Dinge“ von „letzten Dingen“. Auch wenn ich seine Ausführungen dazu nicht insgesamt gut finde, finde ich dennoch diese Unterscheidung gelungen, da sie Gläubige davor bewahren kann aus „vorletzten Dingen“ sich neue Götter zu „schnitzen“, an denen sie ihr Herz hängen, anstatt sich dessen bewusst zu sein, dass diese „vorletzten Dinge“ ihre alleinige Rechtfertigung durch Gott erhalten und nur deswegen überhaupt „vorletzte Dinge“ sind.

Allerdings nochmals zur Verdeutlichung, was denn „christlich“ ausmacht:
„Ich mache die Gnade Gottes nicht ungültig; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz kommt, dann ist Christus umsonst gestorben.“

‭‭Galater‬ ‭2:21‬ ‭ELB71‬‬
http://bible.com/58/gal.2.21.elb71
Kommt die „Gerechtigkeit“ von der Paulus spricht, denn von einer Lebensweise, die sich an „christlichen Werten“ orientiert? Bzw. worauf kommt es denn an, damit gemäß Paulus „Christus“ NICHT „umsonst gestorben“ ist?

Und ist Jesus nicht auch dann „umsonst gestorben“, wenn der Mensch auch mittels eines islamischen, hinduistischen, buddhistischen oder irgendeiner anderen Lebensweise (z.B. einem Leben gemäß irgendwelchen Zielvorstellungen oder Idealen) von Gott gerechtfertigt werden könnte?

Grüße,
Daniel.


Zurück zu „Allg. christliche Themen (Bibelforum)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast