Wurzeln des Antisemitismus

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Helmuth
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Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon Helmuth » Mi 11. Apr 2018, 23:15

Joh 4, 22 hat geschrieben:Ihr betet an und wisset nicht, was; wir beten an und wissen, was, denn das Heil ist aus den Juden.


In mehreren Threads habe ich die Problematik des Antisemitismus angerissen. Ich verstehe darunter konkret den Hass auf das jüdische Volk, so hat er sich nun im Sprachgebrauch eingebürgert. An Diskussionen um den Begriff bin ich hier nicht interessiert. Ich gehe von dieser Bedeutung aus und in diesem Zusammenhang interessieren mich die tieferen Gründe dafür.

Die Wurzeln gehen historisch weit zurück. Man kann ihn ansetzen bis in die Zeit der antiken Ägypter, als Israel allmählich zu einem Volk heranwuchs.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben auch Christen, und zwar kann man berechtigt sagen, dass dies bis in das früheste Christentum zurückreicht. Das muss ich zu unserer Schande klar sagen. Aber, und das wird nur allzu oft auch übersehen, die Juden tragen ebenso an ihrer Misere ihren Anteil, Das sagt das prophetische Wort unmissverständlich. Dies anzusprechen bringt einem oft fälschlicherweise den Vorwurf ein antisemitsch zu sein. Es gibt auch die umgekehrte Richtung der falschen Verklärung all dessen.

Ich finde es wichtig, dass wir darüber Bescheid wissen sollten, was es damit auf sich hat, und zwar aus der Sichweise undseres Herrn Jesus, damit wir eine klare Haltung dazu einnehmen. Vergessen wir bloß eins nicht: Jesus, unere Herr und Erlöser war ja selbst Jude. Wir reden demnach hier über seine vielfach noch unerlösten Brüder, heute als auch künftiger.

Die gesamte Schrift geht einher mit der Geschichte des Volkes Israel. Die richtige Haltung zu diesem Volk ist mit eintscheidend, wie sich auch Jesus zu uns einmal bekennen wird. Davon bin ich mitterweile völlig überzeugt.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mi 11. Apr 2018, 23:27, insgesamt 1-mal geändert.
Herzliche Grüße
Helmuth

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Hexenjagd
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon Hexenjagd » Mi 11. Apr 2018, 23:26

Helmuth hat geschrieben:
Die gesamte Schrift geht einher mit der Geschichte des Volkes Israel. Die richtige Haltung zu diesem Volk ist mit eintscheidend, wie sich auch Jesus zu uns einmal bekennen wird. Davon bin ich mitterweile völlig überzeugt.


Ein netter Abschluss deiner Gedanken.
Natürlich kann man aufführen wer Israel antastet und Augapfel usw.
Nein, ein Verbrecherisches Regime kann man kaum Gutheissen, oder ist das Gesetz Israels von Gott gegeben denn nun nichtig?
5. Mose 18, 10
Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei oder ein Beschwörer oder ein Zauberer,

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closs
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon closs » Do 12. Apr 2018, 00:08

Helmuth hat geschrieben:Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben auch Christen, und zwar kann man berechtigt sagen, dass dies bis in das früheste Christentum zurückreicht.
Es gibt noch einen extrem pragmatischen Grund: Juden waren nach 70 n.Chr. überall in der Welt eine Minderheit. - Normal wäre es gewesen, dass sich Minderheiten mit der Zeit assimilieren, was aber in diesem Fall nicht ging, weil sich Juden als staatenlose und religiös definierte Gruppe verstanden haben - also bspw. nicht als Deutsche mit jüdischen Ahnen, sondern als deutsche Juden. Das hat die Juden zu allen Zeiten als Minderheit sichtbar gehalten und somit für Angriffe identifizierbar gemacht.

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Helmuth
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon Helmuth » Do 12. Apr 2018, 07:30

closs hat geschrieben:Normal wäre es gewesen, dass sich Minderheiten mit der Zeit assimilieren, was aber in diesem Fall nicht ging, weil sich Juden als staatenlose und religiös definierte Gruppe verstanden haben - also bspw. nicht als Deutsche mit jüdischen Ahnen, sondern als deutsche Juden.

Hier kommt zum Tragen, dass ihnen das von Gott auch so befohlen hatte. Insofern wäre das für mich keinerei Anklagepunkt. Aber da viele Gottes Wort nicht verstehen, meinen sie ein Recht zu haben, Juden dazu zu zwingen, Deutsche zu werden.

Hier beginnt der Keim des Problems sich zu nähren. Gott hatte mit den Juden ja was vor. Aber in der Art und Weise wie sie es vermitteln, kann man es auch nicht erkennen. Wir müssen nur vorsichtig sein, wen wir nun für was zur Rechenschaft ziehen wollen.
Herzliche Grüße
Helmuth

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closs
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon closs » Do 12. Apr 2018, 09:11

Helmuth hat geschrieben:Hier kommt zum Tragen, dass ihnen das von Gott auch so befohlen hatte. Insofern wäre das für mich keinerei Anklagepunkt.
Natürlich nicht.

Helmuth hat geschrieben:Aber da viele Gottes Wort nicht verstehen, meinen sie ein Recht zu haben, Juden dazu zu zwingen, Deutsche zu werden.
Weil die Menschen analog denken: "Wenn ich von Türken erwarten kann, dass ... , dann kann ich es auch von Juden verlangen". - Ich verstehe dieses Denken.

Aber im Grund unterstreichst Du, was ich meine: Juden sind immer als Minderheit unübersehbar, weil sie sich gar nicht assimilieren lassen dürfen (wenn sie religiös orientiert sind). - Und genau das hat sie über viele Jahrhunderte leiden lassen - als "perfekte" Minderheit, wenn es wieder mal drum geht, Dampf abzulassen.

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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon closs » Do 12. Apr 2018, 09:12

del

Otto
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon Otto » Do 12. Apr 2018, 09:24

Helmuth hat geschrieben:Die richtige Haltung zu diesem Volk ist mit eintscheidend, wie sich auch Jesus zu uns einmal bekennen wird. Davon bin ich mitterweile völlig überzeugt.

Nicht die richtige Haltung zu den Juden, sondern der richtige Glaube an Jesus ist entscheidend.Juden UND nicht Juden werden an ihren Glauben gemessen. Wenn ein Jude Jesus nicht annimmt nutzt ihn herzlich wenig dass er ein Jude ist.
LGrüße von Otto

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Helmuth
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon Helmuth » Do 12. Apr 2018, 09:27

closs hat geschrieben:Aber im Grund unterstreichst Du, was ich meine: Juden sind immer als Minderheit unübersehbar, weil sie sich gar nicht assimilieren lassen dürfen (wenn sie religiös orientiert sind). - Und genau das hat sie über viele Jahrhunderte leiden lassen - als "perfekte" Minderheit, wenn es wieder mal drum geht, Dampf abzulassen.

Ich glaube, dahinter steckt mehr. Denn Dampf abgelassen hat man immer schon, z.B. an Roma und Sinti, an Kurden und etliche andere Völker.

Hier haben wir ein anderes Phänomen: Gott hatte sie erwählt. Dieser Gedanke ist etlichen Menschen unerträglich und ich meine der begründet ihren Hass. Damit wird es aber ein Hass auf Gott, denn dieser hat sie erwählt. Die Juden bzw. Israel haben sich nicht selbst erwählt.

Otto hat geschrieben:Nicht die richtige Haltung zu den Juden, sondern der richtige Glaube an Jesus ist entscheidend.Juden UND nicht Juden werden an ihren Glauben gemessen. Wenn ein Jude Jesus nicht annimmt nutzt ihn herzlich wenig dass er ein Jude ist.

Otto, darum geht es hier überhaupt nicht. Es geht darum warum man sie hasst, nicht in welchem Zustand sie sich befinden. Und exakt mit dieser Haltung haben auch schon viele sie zu Feinden erklärt.
Herzliche Grüße
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon Otto » Do 12. Apr 2018, 09:33

Helmuth hat geschrieben:
Otto hat geschrieben:Nicht die richtige Haltung zu den Juden, sondern der richtige Glaube an Jesus ist entscheidend.Juden UND nicht Juden werden an ihren Glauben gemessen. Wenn ein Jude Jesus nicht annimmt nutzt ihn herzlich wenig dass er ein Jude ist.

Otto, darum geht es hier überhaupt nicht. Es geht darum warum man sie hasst, nicht in welchem Zustand sie sich befinden.

Ich meine deine Einstellung inzwischen zu kennen: Jeder der sagt, "nicht die Abstammung sondern der Glaube ist wichtig", ist schon -für dich- ein Antisemit.Das hat aber nichts mit Antisemitismus zu tun.
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Re: Wurzeln des Antisemitismus

Beitragvon Helmuth » Do 12. Apr 2018, 09:35

Otto hat geschrieben:Ich meine deine Einstellung inzwischen zu kennen: Jeder der sagt, "nicht die Abstammung sondern der Glaube ist wichtig", ist schon -für dich- ein Antisemit.

Blödsinn, bitte mein Ottchen, bleib seriös.
Lass uns nach Gründen für Antisemitmus suchen und nicht wer wen auf den Kopf scheißt.
Herzliche Grüße
Helmuth


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