War Hiob eine historische Person?

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Pluto
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Re: War Hiob eine historische Person?

Beitragvon Pluto » Mi 14. Feb 2018, 10:46

Helmuth hat geschrieben:
Abischai hat geschrieben:Ich habe Grund zu der Annahme, daß es genau so ist, wie ich schrieb, ich darf das glauben.

Im Deutschen haben wir leider eine Begriffsarmut für das Wort Glauben. Ich interpretiere daher frei: Du hast Grund zur Annahme, also darfst du es auch annehmen. Nicht glauben! Wenn wir sagen „glauben“ ist das fast gleichbedeutend mit „dafür lege ich meine Hand ins Feuer“. Dagegen spricht sich sogar Jesus aus, wenn er sagt, schwört nicht. Denn was wir glauben sollte so sein, als würden wir schwören, ja sogar sterben. Nimm es an, das ist völlig legitim.
Klar... ihr dürft alles glauben; das ist euer staatlich garantiertes Recht.
Doch allein schon der Umstand, dass ihr Beide nicht dasselbe glaubt, lässt in mir Zweifel kommen.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Abischai
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Re: War Hiob eine historische Person?

Beitragvon Abischai » Mi 14. Feb 2018, 10:51

Auch Zweifeln ist Dein verbrieftes Recht.
Was Helmuth und ich glauben, dürfte sich so ziemlich gleichen. Wir haben intellektuelle Differenzen bezüglich verstandesmäßiger Nuancen. Mit DEM Glauben hat das wenig zu tun.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]

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Pluto
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Re: War Hiob eine historische Person?

Beitragvon Pluto » Mi 14. Feb 2018, 11:04

Abischai hat geschrieben: Mit DEM Glauben hat das wenig zu tun.
Aber es bleibt Vermutung, oder ist es bei dir Gewissheit?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Helmuth
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Re: War Hiob eine historische Person?

Beitragvon Helmuth » Mi 14. Feb 2018, 12:39

Pluto hat geschrieben:Doch allein schon der Umstand, dass ihr Beide nicht dasselbe glaubt, lässt in mir Zweifel kommen.

Genau darum habe ich den Begriff Glauben differenziert. Abischai und ich glauben in de Tat dasselbe, nämlich an Gott, den Vater und seinen Sohn Jesus Christus. Das soll heißen wir stehen auf dem gleichen Fundament. Und dennoch erlaubt uns Gott unterschiedliche Auffassungen. Er hat damit kein Problem, weil sein Ziel hier ein anderes ist.

Zum Beispiel ist das ein Ziel: Wenn er und ich über das Zustandekommen des Buchs Hiob andere Auffassungen vertreten, so nimmt der eine deswegen nicht die Machete in die Hand um den anderen den Kopf abzuschlagen, weil er nicht derselben Auffassung ist. Und dasselbe gilt ob nun der Bibel Codex älter ist als irgedein anderer. Das höhere Ziel ist also Frieden.

Unsere Einheit ist daher geistlicher Natur, nicht intellektueller. Der Verstand ist immer individuell und er darf das und soll das. Der uns einigende Geist ist aber nur EINER. Weiters soll Gott auch mit dem Verstand geliebt werden. Gott gibt uns also gewaltige Freiheiten.

Ich meine nun auch verstanden zu haben war er mit "älter" meint. Er meint den Inhalt der uns überlieferten Textniederschrift. Da stimme ich auch zu. Wie gesagt, für uns gibt es irgendwann auch die Eiheit im Wissen, dann wenn wir in allem dieselbe Erkenntnis erlangt haben. Und es wird auch wieder neue geben, an denen wir arbeiten können. Wir haben ewige Gemeinschaft, das höchste Ziel Gottes.

Wir werden denselben Erkenntnisstand spätestens dann erlangen, wenn wir Hiob gegenüberstehen und mit einem Glas Rotwein mit ihm gemeinsam auf unser ewiges Leben in Christus anstoßen und darüber lachen können was für dubiose Vorstellungen wir einst so gehabt haben. Leben pur! Dann werden wir sagen: Damals waren wir wie Kinder, heute sind wir erwachsen. Prosit! Mann ist der Wein heuer aber gut! :thumbup:

Für andere wird das dann alles ohne Belang sein, weil sie in der Qual der Hölle diese Sorgen nicht haben werden.
Herzliche Grüße
Helmuth

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Abischai
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Re: War Hiob eine historische Person?

Beitragvon Abischai » Mi 14. Feb 2018, 13:46

Pluto hat geschrieben:
Abischai hat geschrieben: Mit DEM Glauben hat das wenig zu tun.
Aber es bleibt Vermutung, oder ist es bei dir Gewissheit?
Meinst Du den Glauben mit "Vermutung"?

Mein Glaube ist Gewißheit, keine Vermutung. Es gibt Details, die ich aus gutem Grund auch glaube (für sehr wahrscheinlich halte), aber natürlich nicht mit absoluter Sicherheit weiß. Da sage ich auch manchmal, daß ich das glaube (überzeugt bin). Das kommt in den Dingen des alltäglichen Lebens oft vor. Aber DER Glaube, ist etwas anderes. DER Glaube (was in der Bibel als "Glaube" bezeichnet wird) ist die Treue zu jemandem.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]


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