Epheser 5, 31-32

Themen des Neuen Testaments
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PeB
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Re: Epheser 5, 31-32

Beitrag von PeB » Di 24. Apr 2018, 14:49

closs hat geschrieben:
PeB hat geschrieben:Er ist im Vater und der Vater in ihm ist genau die Form einer dualen Selbstoffenbarung wie du sie darstellst. Der Vater, der in Jesus lebt, wirkt durch ihn. Mag heißen: der unfassbare und unsichtbare Geist-Gott wirkt diesseitig durch seine und in seiner diesseitigen Form und Gestalt.

Und: ich gehe, um beim Vater zu sein - meint die Rückkehr der körperlichen Daseinsform in den rein geistigen Gottesrahmen durch Tod und Auferstehung.
Ja - steht alles schon da. - Man muss es nur verstehen. - Ich bin geradezu happy, dass Du das siehst.
Und warum sehe ich das so?
Wei ich heute mal 'richtig' in der Bibel gelesen habe. Ich habe vorher für das richtige Verständnis gebetet und habe dann das Johannes-Evangelium aufgeschlagen. :)
Danke nochmal für die diesbezügliche Anleitung!
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

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closs
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Re: Epheser 5, 31-32

Beitrag von closs » Di 24. Apr 2018, 15:27

Travis hat geschrieben:*hebt auch mal die hand* Habs auch verstanden. Und ja, es steht alles geschrieben.
Es gibt gar nicht so wenige, die es instinktiv verstehen - das Problem ist jedoch gelegentlich, es so zu formulieren, dass es auch ein kritisch-rational Denkender verstehen kann, wenn er will.
Travis hat geschrieben:Interessant in dem Zusammenhang ist auch, dass Jesus zwar zur Rechten der Majestät auf dem Thron sitzt, es jedoch gar keinen zweiten Thron gibt.
Es gibt ontisch auch den ersten Thron nicht - denn dann hätte Gott einen Hintern, weil er sich sonst nicht draufsetzen kann. - Und Gott hat halt keinen Hintern. - -Trotzdem ist diese Chiffre "Thron" hilfreich, um zu verstehen.
PeB hat geschrieben: Ich versuche das aber mal möglichst knapp (und unvollständig) in Stichworten aus meinem Manuskript zusammenzufassen
Klingt gut.
PeB hat geschrieben:Hier liegt ein großes gesellschaftliches Missverständnis vor. Die Wissenschaft formuliert keine Wahrheiten, sondern sie spiegelt die wahrnehmbare Wirklichkeit in Erklärungsmodellen wider.
Genau das ist der Punkt - weshalb ich ständig um Unterscheidung zwischen "Sein" und "(wissenschaftliche) Wahrnehmung" bettele. - Allerdings muss man hinzufügen, dass experimentelle Bestätigungen unabhängig sind und bei positivem Verlauf ein methodisches Modell-Ergebnis validieren. - Aber genau das geht halt nur selten bei geisteswissenschaftlichen Fragen.
PeB hat geschrieben:Die volkstümliche Deutung dieser zielgerichteten Selbstbegrenzung wissenschaftlicher Forschung lautet jedoch leider: ‚Was ich nicht sehen kann, existiert für mich nicht’. So wird die moderne Wissenschaft zur Klebefalle für den unkritischen Geist, der sich selbst Fesseln auferlegt, indem er entscheidet, einer mutmaßlich dogmatischen Wahrheitsinstanz blind zu folgen, ohne zu erkennen, dass die naturwissenschaftliche erklärte Welt nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit abbilden kann.
Da sind wir uns sehr einig. - Ich würde sogar das "für mich" im Satz "Was ich nicht sehen kann, existiert für mich nicht" weglassen, da man gerne dazu neigt, "Nicht-Falsifizierbares" mit "Nicht-Existentem" gleichzusetzen.

1Johannes4
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Re: Epheser 5, 31-32

Beitrag von 1Johannes4 » Di 24. Apr 2018, 16:46

Hallo Renate2012,
Renate2012 hat geschrieben: Das hört sich ja prima an, dass du dein Leben für jemand anderen geben würdest ! Alle Achtung !! Warst du schon mal in dieser Situation oder schätzt du dich einfach mal so ein, dass du das tun würdest ?
mir ist noch eine weitere Bibelstelle aufgefallen, in der ebenfalls sehr deutlich zum Ausdruck kommt, dass das Lassen des Lebens zwar bei Jesus die Kreuzigung bedeutet, aber beim Gläubigen nicht unbedingt einen leiblichen Tod darstellt:
16 Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. 17 Wer aber irdischen Besitz hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? 18 Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit!
1. Johannes 3, 16-18 Elberfelder

Bezüglich Deiner Frage: das möchte ich nicht öffentlich breit treten inwiefern ich bereits in einem solchen Sinn mein Leben gelassen hatte.

Grüße,
Daniel.

1Johannes4
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Re: Epheser 5, 31-32

Beitrag von 1Johannes4 » Di 24. Apr 2018, 17:11

Hallo PeB,
PeB hat geschrieben: Ich habe vorher für das richtige Verständnis gebetet und habe dann das Johannes-Evangelium aufgeschlagen. :)
nur mal zum Vergleich wie die "Anleitung" Jesu lautet:
21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.
Johannes 14, 21 Elberfelder

Würde Gott auch die Menschen belohnen, die IHM ungehorsam sind, würde ER diese doch mit einer solchen Vorgehensweise zum Ungehorsam erziehen, weswegen ein Gebet um richtiges Verständnis nicht zwangsläufig eine entsprechende Verheißung hat, nämlich dass damit ein "richtiges Verständnis" heraus käme. Aber eines kann man dann erwarten: bei einer solchen Herangehensweise würde, wenn ein falsches Verständnis dabei herauskäme, dieses dauerhaft zementiert.

Grüße,
Daniel.

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