Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Rund um Bibel und Glaube
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Münek
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von Münek » Di 12. Aug 2014, 21:58

2Lena hat geschrieben:
Münek hat geschrieben:Wenn man sich mutig seines VERSTANDES bedienen soll - wie es Kant vor 230 Jahren in seinem Manifest seinen Zeitgenossen dringend ans Herz legte - , gerade dann sollte man der Versuchung widerstehen, lieber Kurt, mit semantischer Verbalakrobatik numinose Wesenheiten quasi "durch die Hintertür" wieder Zutritt in die Realität zu verschaffen.

(Salopp: Ein 18-jähriger sollte sich damit abfinden, dass es den "Weihnachtsmann" eben nicht gibt, so schön die Erinnerungen an frühe Kindheitstage auch sein gewesen mögen. Mal ist Schluss!)
Könnt es sein, dass Kant hinten dran ist?

REPLIK:

Nee, der war doch einer der Ersten, der die Menschen ermunterte, sich ihres Verstandes zu bedienen
und nicht alles für bare Münze zu nehmen, was ihnen von kirchlichen Autoritäten als "Wort Gottes" vor-
geplappert wurde. Sein Appell an Vernunft und Mut gilt selbstverständlich auch heute noch
.


Weihnachtsmänner gibt es ohne Ende.

REPLIK:

Ja, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Dass Santa Claus in dieser Zeit buchstäblich "allgegenwärtig" ist,
sollte nicht dazu verleiten zu denken, der "Heilige Mann" existiere tatsächlich. Nichts spricht dagegen, dass
leichtgläubige Kinder irgendwannmal erwachsen werden. Mal ist gut mit Eierpopeia und Stille Nacht, Heilige
Nacht und "...morgen kommt der Weihnachtsmann"!
:thumbup:


Immerhin hat Kant nicht die Methode gefunden, die Bibel ohne Widerspruch zu lesen.
Sein Gezappel mit der Vernunft, ist es selbstverschuldete Unmündigkeit?

REPLIK:

Das spricht ja gerade für ihn, meine Liebe. Wer meint, die Bibel sei widerspruchsfrei, beweist nur, dass
er seinen Verstand wider besseren Wissens eben nicht gebrauchen und in seiner Unmündigkeit verharren
WILL. Hier wären wir wieder beim Thema: Selbsttäuschung, Ausblendung, Verdrängung, Wunschträume etc.
Was heißt im Übrigen "Gezappel mit der Vernunft"? Hast Du unserem Königsberger Philosophen außer seich-
tem, polemischem Geblubber auch was Vernünftiges entgegenzusetzen?



Müneki, hast du hiermit DEINE eigenen religiösen Sorgen genannt:

REPLIK:

Glaube mir: Ich habe weder weltliche Sorgen, noch religiöse Sorgen. Hast Du vielleicht mal in der Volkshoch-
schule einen zehnstündigen Psychologie-Kurs mitgemacht - und wendest hier Deine Kenntnisse an?



Im Austausch mit Gläubigen hier im Forum begegnen mir Einbildungen und Selbsttäuschungen auf der Grundlage von
Wunschvorstellungen (allmächtigen , liebevollen Vater, Glaubensgehorsam, ewiges Leben und beglückende Seligkeit
ohne Ende).:-) :) In keinem Forum habe ich mehr ehrliche Menschen erlebt, die alles abwägen

REPLIK:

Wer sich in den biblischen Schriften wirklich auskennt und/oder dem hier im Forum die eine oder andere Tatsa-
che, die er noch nicht kennt, nahegebracht wird, aber missliebige Fakten dennoch ausblendet, verdrängt, abstrei-
tet, verbiegt, nicht zur Kenntnis nehmen will, mit Schweigen oder Polemik begegnet, beweist in geradezu klassi-
scher Weise, dass es ihm eben NICHT UM DIE WAHRHEIT geht. Das habe ich hier im Forum immer wieder erlebt. Er-
go: SELBSTTÄUSCHUNG.


Denk doch mal was ist, wenn so eine Vorstellung stimmt...

REPLIK:

Du meinst die Vorstellung eines ewigen Lebens nach dem irdischen Tod in immerwährender Glückse-
ligkeit auf einer paradiesischen Erde mit eigenem Häuschen, Wasserfall und vielen Obstbäumen auf
saftigen Wiesen oder in der sagenhaften, vom Himmel herabgekommenen Stadt Jerusalem mit Gott und
dem Lamm? Also ehrlich: Spätestens nach 10 Millionen Jahren würde ich mir wegen der Eintönigkeit
und Langeweile den Tod als ewigen Frieden wünschen! Ist wahr!



Wo liegt dein Problem, was hast du noch zu verlieren?

REPLIK:

Wie gesagt, Küchenpsychologin, ich habe nicht das mindeste Problem damit, nach meinem Tode nicht
mehr zu existieren. Ich habe vor meiner Geburt nicht existiert, ich werde nach meinem Tod nicht mehr
existieren. Was ist daran so furchteinflößend? NICHTS! Es gibt natürlich Menschen, die diesen Gedanken
schlicht nicht ertragen können - und dann gehts heftig los mit dem Sich-selbst-in-die-Tasche-Lügen. Tja.
Und dann kommt der rettende Strohhalm in Gestalt der "Heiligen Schrift" und der geglaubten "Selbstoffen-
barung" eines das - bei entsprechendem Glaubensgehorsam - ewige Leben versprechenden Gottes aus der
Wüste Judäas vor schlappen 6000 Jahren.

Tja: Der alte Archimedes von Syrakus rief damals hocherfreut: "HEUREKA" = "Ich habs gefunden." Die ersten
Christen jubelten: "HALLELUJA" = "Lobet Ja(hwe)". Was die wahre Erkenntnis betrifft, eben die Wahrheit und
nichts als die Wahrheit, steht mir der Gelehrte aus Syrakus wesentlich näher als die mit leuchtenden Augen ver-
zückt gen Himmel blickenden Gottesgläubigen.
Zuletzt geändert von Münek am Mi 13. Aug 2014, 00:01, insgesamt 1-mal geändert.

JackSparrow
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von JackSparrow » Di 12. Aug 2014, 23:35

closs hat geschrieben:Gott kannte die mendelschen Gesetze NICHT???????
Sonst wäre dem HERRN doch in den Sinn gekommen, dass Noahs Nachkommen wieder sündigen würden.
Heutige wiedergeborene Christen sind NICHT zur Sünde fähig????? :o :o
Wer aus Gott geboren ist, kann nicht sündigen. So steht es geschrieben.

Münek hat geschrieben:ich habe nicht das mindeste Problem damit, nach meinem Tode nicht
mehr zu existieren.
So einfach ist das nicht. In einem ewig existierenden Multiversum besteht immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Erde entsteht und sich die Evolution einfach wiederholt.

Dem HERRN muss der gleiche Gedanke gekommen sein: Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.

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closs
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von closs » Mi 13. Aug 2014, 00:13

JackSparrow hat geschrieben:Sonst wäre dem HERRN doch in den Sinn gekommen, dass Noahs Nachkommen wieder sündigen würden.
JackSparrow hat geschrieben:Wer aus Gott geboren ist, kann nicht sündigen. So steht es geschrieben.
Geh mal davon aus, dass da etwas mit dem Gottesbild und der Exegese nicht stimmt.

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Münek
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von Münek » Mi 13. Aug 2014, 02:39

JackSparrow hat geschrieben:
Münek hat geschrieben:ich habe nicht das mindeste Problem damit, nach meinem Tode nicht mehr zu existieren.
So einfach ist das nicht. In einem ewig existierenden Multiversum besteht immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Erde entsteht und sich die Evolution einfach wiederholt.
Nee Jacki,

es ist schlechterdings mehr als unwahrscheinlich, eigentlich unmöglich, dass sich das gesamte Weltgeschehen
bis ins kleinste Atom genauso wiederholen könnte, wie es sich in den letzten 13,7 Milliarden Jahren abgespielt
hat. NEE! Es sei denn, es liefe immer wieder derselbe Film ab! Warum und wer sollte diesen Film gedreht und
mit "Endlosschleife" aufgelegt haben? Hast Du darauf eine vernünftige Antwort?

Andererseits...

...es "könnte natürlich" sein (wer weiß das schon?), dass es mich und das Universum schon 27mal oder öfter o-
der weniger oft gegeben hat oder geben wird. Ontologisch-transzendent-metaphysisch-seinsmäßig-dialektisch be-
trachtet ist das Ganze auf keinen Fall völlig auszuschließen. Da steht unser lieber Closs wie ein Cherub mit lodern-
dem Flammenschwert vor! Gott ist schließlich nach irgendeiner Definition (nach welcher? wer hat ihn verbind-
lich definiert?) allmächtig!
D.h. der kann ALLES.

Jetzt wieder ernst:
.
Ich erinnere mich merkwürdigerweise an keine einzige meiner "Vor-Existenzen". :shock:
Wenn aber diese Erinnerung fehlt, mein Freund, ist es doch völlig egal, ob es diese
meine Existenzen jemals gab - oder geben wird. Oder etwa nicht?

Also insofern kann es bei meiner obigen gelassenen Aussage verbleiben, d.h. ich gehe
irgendwann nach lebenssattem Leben (wie meine alten Freunde Abraham und Hiob :) )
ab in den Scheol und lege mich ganz gemütlich zu meinen Vätern zum "Heia machen."
Für mich = für immer! :thumbup:

Jetzt aber wieder Spaß:

Das Schöne an der Sache ist ja, ich muss morgens nicht mehr raus! :thumbup: :clap: :thumbup: So gut
haben es die erwählten Mädels und Jungs im Paradies mit Sicherheit nicht! Die werden
sich noch schwer wundern! Wartet mal ab, ihr Lieben! :lol: :lol: :lol:

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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von Münek » Mi 13. Aug 2014, 05:14

closs hat geschrieben:
Münek hat geschrieben:Es ist nämlich genau das Gegenteil: GEISTIGE MÜNDIGKEIT.
Wahrscheinlich ist das der tragische Irrtum.

REPLIK:

Es ist weder ein Irrtum, noch gar ein "tragischer" Irrtum. Und die "Tragik" hat hier überhaupt nichts verloren! Wie kommst Du auf TRAGIK?
Erklär mal.


Nun soll das nicht heißen, dass es Ausdruck der geistigen Mündigkeit sei, wenn man blind in die Kirche rennt und nachplappert, was man nicht versteht. - Es ist ebenfalls nicht Ausdruck geistiger Mündigkeit, wenn man passiver Kirchensteuer-Christ ist oder - im anderen Extrem - aktiver Irrläufer in geistigen Dingen ist (was allerdings nicht falsifizierbar ist). - Insofern ist es sogar unumgänglich, dass man seine Vernunft einsetzt - allerdings sowohl in "praktischen" als auch in geistigen Dingen

REPLIK:

Nichts anderes habe ich in meinem Beitrag zum Ausdruck bringen wollen.



Das Problem ist allerdings, dass heute "Vernunft" ausschließlich als materialistische Größe gehandelt wird - und damit ist sie eben NICHT mündig.

REPLIK:

Das ist eine unbewiesene Behauptung; sozusagen eine fixe Idee von Dir. Die Vernunft erstreckt sich (vernünftigerweise) auf alle Bereiche, mit denen sich der menschliche Geist befasst. Du gebrauchst die Naturwissenschaft leider immer wieder sehr gern als Buh- und Strohmann - um Deine schwache Position zu stärken. Das lässt Du Dir einfach nicht ausreden. Ersetze die Begriffe "Naturwissenschaft" und "Naturalismus" einfach mit "jedermann".



- Kant war übrigens Meta-Physiker - er hätte nie eine rein materialistische Vernunft geduldet (dafür hat er die "praktische Vernunft" eingeführt). - Kant war Meta-Physiker, der mit Hilfe der Vernunft über das Physische hinaus Erkenntnis schaffen wollte (dazu gibt es Zitate - außerdem ist es logisch).

REPLIK:

Kant hat die Existenz eines persönlichen Gottes mitsamt Engelsscharen, Himmel, eingeborenen Sohn und Erlösungsglauben schlechthin strikt abgelehnt. Wenn Du mir das nicht abnimmst, lies bitte Kants religionsphilosophische Schrift "DIE RELIGION INNERHALB DER GRENZEN DER BLOSSEN VERNUNFT" (im Internet abrufbar). Kants "Metaphysik" hat mit Deinem in der Transzendenz verorteten Gott nichts zu tun.


Münek hat geschrieben: Im Grunde ein kontinuierlich voranschreitender Vernunfts - und Entwicklungsprozess.
Unter dem Diktat des Materialismus - so ist es. - Und das wird dann als Fortschritt verkauft und - noch viel schlimmer - auch selbst so verstanden. - Das ist Babel pur.

REPLIK:

Es gibt kein DIKTAT des Materialismus. Diese Vorstellung existiert nur in Deinem Kopf. Klar: Als die Menschen das Wesen der Elektrizität erkannten, hauten sie den Gott THOR mitsamt seinem Hammer in die Tonne. Na und? Was ist "Babel pur"? Du denkst doch nicht etwa an die in der Genesisgeschichte geschilderte "widergöttliche Unverfrore nheit" (Hybris) der Menschen, einen 70 m :o hohen Ziegelturm zu errichten, was den Allmächtigen dazu veranlasste, "herabzufahren", die Sprache seiner Geschöpfe zu verwirren und sie in alle Herren Länder zu vertreiben. WAS IST DAS FÜR EIN GOTT, DER SO REAGIERT??? Mich wundert es sehr, dass Du Jahwes Verhalten keinerlei Kritik unterziehst (ganz krass in der Hiobsgeschichte)!


Münek hat geschrieben:Die Vernunft hat sich nicht nur auf den "Materialismus" zu beschränken; sie gilt selbstverständlich auch für "immaterielle (metaphysische, transzendente) Bereiche".
Das sind Alibi-Brocken, die Du da hinwirfst. - Vergiss nicht: Der Materialismus versteht Geist als Folge von Materie - insofern gibt es gar keine metaphysischen und transzendenten Bereiche.

REPLIK:

Ich werfe Dir keine Alibi-Brocken vor. Es ist eine Tatsache, dass die Existenz dieser mataphysischen oder transzendenten Bereiche immer wieder behauptet wird. Und da überlege ICH mir als ganz normaler Mensch außerhalb jeglicher Naturwissenschaft, lediglich ausgestattet mit meinem Vorstellungsvermögen, meiner Vernunft, meinem Glauben, meiner Phantasie meinen Wünschen, meinen Alltagserfahrungen, meinem Wissen, meinen Gefühlen etc.: IST DA WAS DRAN ODER NICHT. Hier findet ein subjektiver (!) Abwägungsprozess statt, der alle möglichen Seiten und Perspektiven berücksichtigt. Wie gesagt: Die Naturwissenschaft ist hier außen vor und denkt nicht im Traum daran, sich auf diesem weitläufigen Gebiet des Glaubens und des Aberglaubens einzumischen. Vergiss weiterhin nicht: Das "spirituelle Terrain" umfasst nicht nur den christlichen Glauben; dieser ist lediglich ein kleiner Bereich



Münek hat geschrieben: Ein 18-jähriger sollte sich damit abfinden, dass es den "Weihnachtsmann" eben nicht gibt, so schön die Erinnerungen an frühe Kindheitstage auch sein gewesen mögen.
Absolut richtig - man muss kindliche Bilder im hegelschen Sinne "aufheben" - das ist in der geistigen Welt gang und gäbe. - Das ist doch der Grund, warum Goethe sagt "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis". - Man muss auf das schauen, was HINTER den Chiffren/Gleichnissen steht.

REPLIK:

Nee Kurt, man muss "kindliche Bilder" gewiss nicht im "Hegelschen Sinne aufheben." In welcher Welt lebst Du? Es reicht aus, ihnen zu sagen: "Kinder, bevor es euch im Kindergarten andere erzählen: den Weihnachtsmann gibt es nicht." Punkt. Die Kids verkraften nach aller Erfahrung die Wahrheit, ohne traumatische Wunden davonzutragen. Was hinter der Chiffre "Weihnachtsmann" steht, interessiert dann keinen mehr. Goethe hin, Grisu her!


Münek hat geschrieben:Dass viele Menschen mit solchen selbsttäuschenden Glücksphantastereien aus Gründen der intellektuellen Redlichkeit nichts zu tun haben wollen (zu diesen Menschen zähle ich mich), sollte man ihnen nicht als "geistige Unmündigkeit" anlasten.
OK - DAS darf man ihnen nicht anlasten. - Aber man muss ihnen anlasten, dass sie vor lauter Atomismus keinen holistischen Entwurf mehr haben, sondern nur noch von einem Mosaik-Steinchen zum nächsten stolpern, ohne zu wissen, wo hinten oder vorne ist.

REPLIK:

Dass die Menschen als mit Vernunft und Geist ausgestattete Wesen lediglich "von einem Mosaikstein zu nächsten stolpern", auch das kann man ihnen nicht anlasten. Atomismus hin, holistischer Entwurf her. Sie bemühen sich halt und geraten schon mal mehr oder weniger in die Irre. Zumindest waren sie mit dieser "Stolperei" bislang EINIGERMASSEN erfolgreich. Die geistigen Ausflüge der Menschen in jenseitige Welten (Astrologie, Spiritismus, Karten- und Kaffeesatzleserei, Glauben an Wiedergeburt, Auferstehung von den Toten, Geister, Dämonen, Teufel und Engel) sind ihren Wunschvorstellungen und ihren grandiosen Phantasien geschuldet. Man sollte dies wirklich nicht zu Ernst nehmen.




Münek hat geschrieben:Machs gut, E-Byker ;).
Heute nur 30 km - aber schön am Main entlang. - Und 2 x Capuccino getrunken. 8-)
REPLIK:

Kurt, ich freue mich ehrlich :) für Dich. Du machst es genau richtig. Man spürt Deine Lebensfreude, wenn Du durch Deutschlands Lande radelst und alles um Dich herum ganz bewusst genießt
. :thumbup: :thumbup: :thumbup:

2Lena
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von 2Lena » Mi 13. Aug 2014, 07:18

Münek: "...morgen kommt der Weihnachtsmann"!
Du unterschätzt die Kinder.
Sie durchschauen das schneller als erwartet...
.... auch Zauberkunststücke. Dann spielen sie mit und lernen fasziniert.
Münek: Wer meint, die Bibel sei widerspruchsfrei, beweist nur, dass er seinen Verstand wider besseren Wissens eben nicht gebrauchen und in seiner Unmündigkeit verharren WILL.
Müneki, die Bibel ist widerspruchsfrei,
aber was du liest - ist es nicht.

Du verwechselst laufend - zwei Schienen:
Es gab eine Überlieferung, die sich auf die richtigen Inhalte bezog.
Darin hielten sich die Leute über Jahrhunderte.
Dann gab man "Denkern" wie dir die Bibel zu lesen - und die Ungläubigkeit ging los.

Ich habe anfangs "gemault" warum denn der hebräische Text nicht gelehrt wurde, sehe aber nun dass die Information kaum etwas bringt bei gewissen Sturköpfen. Manche meinen einfach drauflos... Die Kirche hat sich vehement gegen die Ausbreitung der verkehrten Meinung gewehrt, hatte aber keine weltliche Macht, als deutsche Fürsten Luther unterstützten. Schon um ca. 1000 n.Chr. gab es das Bibelleseverbot für Laien, als erste Übersetzungen erschienen sind.

Kant hat die Situation verschätzt.
Er hätte die Vernunft zum Lesen der biblischen Schriften einsetzen sollen.
Da wäre sie richtig am Platz.
Münek hat geschrieben:Ich habe vor meiner Geburt nicht existiert, ich werde nach meinem Tod nicht mehr existieren. Was ist daran so furchteinflößend? NICHTS! Es gibt natürlich Menschen, die diesen Gedanken schlicht nicht ertragen können - und dann gehts heftig los mit dem Sich-selbst-in-die-Tasche-Lügen. Tja.
....
Ich erinnere mich merkwürdigerweise an keine einzige meiner "Vor-Existenzen".
Ach was, das hängst du an einer Erinnerung auf und weiß nicht mal, ob um wieviel Uhr du gestern die Lichtschalter jeweils an und ausgedrückt hast.

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closs
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von closs » Mi 13. Aug 2014, 12:03

Münek hat geschrieben:Wie kommst Du auf TRAGIK? Erklär mal.
Weil es nicht nur einfach ein Irrtum ist, sondern ein um 180° verdrehter Irrtum. - Unter dem Etikett eines missinterpretierten Vernunft-Begriffs rennt man von der Wahrheit weg.
Münek hat geschrieben: Du gebrauchst die Naturwissenschaft leider immer wieder sehr gern als Buh- und Strohmann
Nein - nie. - Naturwissenschaft ist eine praktische Disziplin, die allerdings dann gefährlich wird, wenn sie als Steigbügelhalter des Materialismus missbraucht wird. - Das Problem ist nicht die Naturwissenschaft, sondern der Materialismus.
Münek hat geschrieben:Kant hat die Existenz eines persönlichen Gottes mitsamt Engelsscharen, Himmel, eingeborenen Sohn und Erlösungsglauben schlechthin strikt abgelehnt.
Das war klug - im Sinne der allgemeinen Rezeption des Christentums tue ich das auch. - Man darf nicht "Gott" mit "Gottesbild" verwechseln.
Münek hat geschrieben: Kants "Metaphysik" hat mit Deinem in der Transzendenz verorteten Gott nichts zu tun.
Doch: mit "meinem" Gott hat das sehr viel zu tun. - Frage: Wohin könnte Transzendenz verweisen, wenn nicht zu "Gott"? - Was ist aus Deiner Sicht überhaupt "Transzendenz"?
Münek hat geschrieben:Mich wundert es sehr, dass Du Jahwes Verhalten keinerlei Kritik unterziehst (ganz krass in der Hiobsgeschichte)!
Weil diese Geschichten Chiffren sind und ich mir einbilde, den geistigen Gehalt dieser Chiffren zu kapieren.
Münek hat geschrieben:Als die Menschen das Wesen der Elektrizität erkannten, hauten sie den Gott THOR mitsamt seinem Hammer in die Tonne.
Voll ok. - Verstehst Du die Babel-Geschichte etwa wörtlich?
Münek hat geschrieben: Die Naturwissenschaft ist hier außen vor und denkt nicht im Traum daran, sich auf diesem weitläufigen Gebiet des Glaubens und des Aberglaubens einzumischen.
Das stimmt leider NICHT. - Würde mit Ergebnissen der Naturwissenschaft diszipliniert umgegangen werden, hättest Du recht.
Münek hat geschrieben: Das "spirituelle Terrain" umfasst nicht nur den christlichen Glauben; dieser ist lediglich ein kleiner Bereich
Stimmt - der christliche Glaube ist EINE Chiffre der (geistigen) Wahrheit. - Es gibt zwar ziemlich komplizierte Gründe, warum das Christentum ganz weit vorne liegt, aber das ändert nichts daran, dass es nur EINE Chiffre ist.
Münek hat geschrieben:Und da überlege ICH mir als ganz normaler Mensch außerhalb jeglicher Naturwissenschaft, lediglich ausgestattet mit meinem Vorstellungsvermögen, meiner Vernunft, meinem Glauben, meiner Phantasie meinen Wünschen, meinen Alltagserfahrungen, meinem Wissen, meinen Gefühlen etc.: IST DA WAS DRAN ODER NICHT.
Das ist ja auch eine ganz wichtige Frage. - Aber wie wolltest Du diese Frage INNERHALB des Materialsmus beantworten, die postuliert, dass Geist ausschließlich Folge von Geist ist? - Da geht meine Kritik hin.
Münek hat geschrieben:man muss "kindliche Bilder" gewiss nicht im "Hegelschen Sinne aufheben."
Doch. - Weil das ein alltäglicher und meistens unbewusster Vorgang ist - Beispiel:

Mit 3 Jahren bist Du Bobbycar gefahren, heute ist es eine Stretch-Limousine. - Du würdest NIE sagen: "Mann, war ich blöd, dass ich damals ein Bobbycar gefahren bin - ich wäre damals weiter gewesen, wenn damals schon eine Stretchlimousine gefahren wäre". - Und da sagt auch Hegel: "Das ist Quatsch - es war für den 3Jährigen 'wahr', Bobbycar zu fahren - das Bobbycar wurde mit wachsendem Alter/Bewusstsein/etc. 'aufgehoben' und ersetzt, was mehr ist als das Bobbycar". - Wenn Du das verstehst, verstehst Du im wesentlichen die hegelsche Dialektik. - Sowohl Bobbycar als auch Erwachsenen-Auto sind 'wahr' in Bezug auf den jeweiligen Bewusstseins-Stand.
Münek hat geschrieben: Sie bemühen sich halt und geraten schon mal mehr oder weniger in die Irre.
Das ist voll ok - passiert mir immer noch ständig. - Hier geht es aber um einen ideologisch eingestielten Irrweg.
Münek hat geschrieben: Zumindest waren sie mit dieser "Stolperei" bislang EINIGERMASSEN erfolgreich.
NATURWISSENSCHAFTLICH war man erfolgreich - sehr sogar. Das wollen wir doch gar nicht missen. - Es geht hier aber nicht um Naturwissenschaft, sondern um die geistige Stolperei.
Münek hat geschrieben:Die geistigen Ausflüge der Menschen in jenseitige Welten (Astrologie, Spiritismus, Karten- und Kaffeesatzleserei, Glauben an Wiedergeburt, Auferstehung von den Toten, Geister, Dämonen, Teufel und Engel) sind ihren Wunschvorstellungen und ihren grandiosen Phantasien geschuldet.
Du vermischst hier Gustav und Gasthof, Boss und Amboss, Ostern und Western - das ist ein Salat aus Begriffen, die nicht zusammengehören. - Die geistige Herausforderung wäre, zu prüfen, was daran ist geistig relevant oder irrelevant.

Im übrigen: Wenn Du (siehe oben) wissen willst, an was "was dran ist" - WORAN dran? - Entweder wir haben eine Welt im Sinne des Materialismus, dann KANN gar nichts dran sein, was über naturwissenschaftlich Erreichbares geht. - Oder es IST was dran, dann wirst Du es nur meta-physisch erfahren.
Münek hat geschrieben:Man spürt Deine Lebensfreude, wenn Du durch Deutschlands Lande radelst und alles um Dich herum ganz bewusst genießt.
Stimmt - irgendwann nehme ich Dich mal mit, dann diskutieren wir, woran was dran ist. ;)

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Munro
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von Munro » Mo 19. Feb 2018, 09:28

Ich glaube weder an Seelenwanderung noch an Wiedergeburt.
Denn wir kämpfen nicht für Ruhm, nicht für Reichtümer oder Ehren, sondern wir kämpfen einzig für die Freiheit, die kein ehrenhafter Mann aufgibt, wenn nicht zugleich mit seinem Leben.

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Opa Klaus
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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von Opa Klaus » Mo 19. Feb 2018, 12:21

Munro hat geschrieben:Ich glaube weder an Seelenwanderung noch an Wiedergeburt.
Munro wie kommt es, dass du einen 3,5 Jahre alten Thread mit nur 8 Worten wieder aufwärmen willst? Mehr kannst (willst) Du zum Thema nicht sagen? Du teilst dein Schiksal mit den Tieren - oder?
..............
ICH GLAUBE: Außer Jesus kommt keiner, der eine Gebärmutter verläßt, irgendwann jemals "ins Jenseits, in den Himmel".
Ich glaube: Gott kann und wird seinen Freunden eine zweite Lebenschance durch irdische Auferstehung einmal geben.
Ich glaube: Eine Auferstehung findet genau so statt, wie Jesus auf die Erde kam - wohlbehütet als Baby -.
ich glaube: Die Erinnerung an das erste Leben kommt dann allmählich; schon als Kind sagte Jesus, Luk. 2: 43-49:
43 und als sie die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zurück, und seine Eltern wussten es nicht.
44 Da sie aber meinten, er sei unter der Reisegesellschaft, kamen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten;
45 und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn.
46 Und es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte.
47 Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.
48 Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
49 Und er sprach zu ihnen: Was ist der Grund dafür, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?

Ich glaube, dass Satan den Sinn der Ungläubigen total verblendet, damit ihnen der Lichtglanz der echten Wahrheit nicht ausstrahle. und die Whrheit sie etwa frei macht.
Wohltätig ist des Geistes macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht. Wer die Vernunft ausschaltet, findet im Dunkeln den Schalter zum Wiedereinschalten nicht mehr. http://www.prueter.eu

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Re: Wann und wie funktioniert Wiedergeburt?

Beitrag von Opa Klaus » Mo 19. Feb 2018, 13:02

Wiedergeburt betrifft ja Tote. Es kann auch geistig Tote betreffen, (Zombies):
Mt 8,22 Jesus aber spricht zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!
Lk 9,59 Er sprach aber zu einem anderen: Folge mir nach! Der aber sprach: Herr, erlaube mir, vorher hinzugehen und meinen Vater zu begraben. 60 Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben, du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes

Also kann jemand bei lebendigen "Leibe" tot sein. Jemand kann dann aus dem Todeszustand wieder lebendig werden:
Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.
Insofern konnten A & E durch das Naschen vom 'Baum' "am selbigen Tage geistig sterben".
Ein Absinken auf animalische Stufe ist der geistige Tod des Menschen und die Abkehr vom "Bilde Gottes", das der Mensch sein sollte.

Aus diesem tödlichen Geisteszustand kann ein Mensch in den lebenserhaltenden Geisteszustand "wieder geboren werden" in die Freiheit der Kinder Gottes, in die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt, unter die Last und das Joch Jesu, welche >leicht< sind, fern von den schweren Lasten der Religionsführer. Alles das noch während der Leib noch am Leben ist.

Jetzt kommen sicher die Paulus-Jünger mit den Zitaten seiner Texte. Für mich sind Jesu Worte viel maßgebender.
Ein Mitapostel schrieb über Paulus Texte, dass sie schwer zu verstehen sind und zu Missverständnissen führen können.
Wohltätig ist des Geistes macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht. Wer die Vernunft ausschaltet, findet im Dunkeln den Schalter zum Wiedereinschalten nicht mehr. http://www.prueter.eu

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