Er möchte, dass jeder gerettet wird

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closs
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von closs » Mi 25. Apr 2018, 13:54

Travis hat geschrieben:Die erste Sünde ist das, worauf die Schlange anspielt: "...und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist" (Gen 3,5) Wie nennt man das? Hochmut? Größenwahn?
Objektiv richtig - aber vergiss nicht: Das interessiert A+E gar nicht. - Sie wissen gar nicht, was damit gemeint sein soll. - Ihre Motivation ist geprägt von lauter Trieb-Begriffen: "man könne klug werden"/"die Frucht sehe köstlich aus"/etc. - Und auch danach treten sie Gott als Diener gegenüber - keinerlei Anzeichen, dass sie meinen, sie seien jetzt wie Gott.

Das ist so, als würdest Du einem Kind sagen: "Dann wirst Du Bundeskanzler sein". - Dabei guckt das Kind nur auf den Dienstwagen des Bundeskanzlers und denkt sich: "So ein Auto finde ich klasse - will ich haben".

Kuckuck
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von Kuckuck » Mi 25. Apr 2018, 13:57

Egoismus ist ein guter Punkt. Denn auch hier : Wenn ich meinen Willen vor Jesus aufgebe und ihn bitte mein Herr zu sein, bitte ich gleichzeitig :lass mein Ego kleiner werden.
Es gibt viele Formen sündigen Verhaltens, aber im Grunde gibt es nur eine Sünde, den Ungehorsam gegenüber Gott, weil dies die Nichtübereinstimmung mit Gottes Geist bedeutet.
Ungehorsam kann nur entstehen, wenn es ein Gebot/ Verbot gibt. Paulus geht jedoch einen Schritt weiter im Römerbrief. Als er von denen spricht, die aus den Nationen kommen. Die hatten kein Gebot/ Verbot/ Gesetz. Steht in Römer 1 und 2.
Sündlos kann daher nur sein, wer gottgleich oder gottähnlich ist. Eine schwere Aufgabe für unvollkommene Menschen.
Ich muss nicht gottgleich oder gottähnlich sein um vor Gott als sündlos dar zu stehen. Jesus ist für uns gestorben, damit der Weg frei ist und Gott nicht auf meine Sünden schaut.
Deshalb kann Niemand sündlos sein, der sich nicht restlos aufgibt. Es gibt einige wenige derartig Gerechte in alttestamentarischer Zeit: vielleicht Hiob, Henoch, vermutlich Mose, Abraham, eventuell die Propheten, sagen wir zwei Dutzend.
Abraham war nicht immer gehorsam. Auch Moses machte Fehler. Dennoch sind sie gerecht vor Gott. Jedoch nicht wegen ihrer Handlungen, sondern wegen ihres Glaubens. Glauben bedeutet Vertrauen in Gott und dem was er tut bzw. verspricht. Das geht viel tiefer.
Jesus war der, der sündlos kam und sündlos blieb. Bedeutet, ihm nachzufolgen etwa, es ihm gleich zu tun? Dann wäre in der Tat nur ein kleiner Rest berufen. Vielleicht ein paar Dutzend, die das in den vergangenen 2000 Jahren geschafft haben, wenn ich sehr optimistisch sein soll.
Paulus sagt alle haben das Ziel verfehlt. Als Christ in der Nachfolge lernst Du aus der Gnade zu leben. Es zählen nicht nur die Taten, sondern jeder böse Gedanke, jede lieblose Herzensregung. Du schreibst über das Gebot der Liebe das Jesus uns gab. In der Nachfolge lernst Du auch hier wieder, wie schwer das in Wahrheit ist. Wie oft das eigene Ego rebelliert, weil die Liebe zu unbequem wird. Aber auch hier: ich darf versagen, muss mich nicht geisseln. Der Weg mit Jesus ist ein Heilungs und Lernprozess. Allein aus Gnade bin ich errettet, allein aus Gnade lebe ich. Nicht weil ich gut bin, sondern weil Jesus gut ist.
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Ruth
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von Ruth » Mi 25. Apr 2018, 14:15

Kuckuck hat geschrieben:Egoismus ist ein guter Punkt. Denn auch hier : Wenn ich meinen Willen vor Jesus aufgebe und ihn bitte mein Herr zu sein, bitte ich gleichzeitig :lass mein Ego kleiner werden.
Ich glaube noch nicht einmal, dass das eigene Ego kleiner werden muss. Viel mehr denke ich, dass man das Ego Gott öffnen kann, damit er dadurch wirken kann. So, dass das, was man Gott geöffnet hat, genau das tun will , was für ihn und seine Nächsten gut ist (Gottes Wille).

Das eigene Ego ist dann noch da - aber untergeordnet unter Gottes Einfluss. Und da, wo es vorher seine Stärke hatte, wird diese mit Gottes Hilfe zum Gewinn für alle.

Das sehe ich als einen wichtigen Unterschied dazu, wenn man sich bemüht, sein eigenes Ego zu bekämpfen. Das kann manchmal dann auch nach hinten losgehen. Dass man nämlich so handelt, wie der Knecht des Kaufmanns, in Matthäus Kap 25, der sein Vermögen vergraben hat, anstatt es einzusetzen.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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PeB
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von PeB » Mi 25. Apr 2018, 14:43

Kuckuck hat geschrieben:Paulus sagt alle haben das Ziel verfehlt. Als Christ in der Nachfolge lernst Du aus der Gnade zu leben. Es zählen nicht nur die Taten, sondern jeder böse Gedanke, jede lieblose Herzensregung. Du schreibst über das Gebot der Liebe das Jesus uns gab. In der Nachfolge lernst Du auch hier wieder, wie schwer das in Wahrheit ist. Wie oft das eigene Ego rebelliert, weil die Liebe zu unbequem wird. Aber auch hier: ich darf versagen, muss mich nicht geisseln. Der Weg mit Jesus ist ein Heilungs und Lernprozess. Allein aus Gnade bin ich errettet, allein aus Gnade lebe ich. Nicht weil ich gut bin, sondern weil Jesus gut ist.
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von Opa Klaus » Mi 25. Apr 2018, 14:44

janosch hat geschrieben:Also Eamotionen helfen uns nicht zu den Wahrheit zu gelangen!
PeB hat geschrieben:Dann rechne Gott aus.
Na gut, dann wolle mer mal "rechnen"
Eine "Kausalkette" beginnt bei einer kreativen Idee und endet bei der Verwirklichung.
Beispiel: Es gibt keinen Anlaß, Grund, Ursache dazu, mir als 10 jähriger eine rote Krawatte zu kaufen!
Nur ein allgemeines Motiv in mir 10 jährigen, treibt mich ein modisches Highlight zu setzen,
es bringt mich auf die solche spontane ungezwungene Idee und Auswahl.
Nach dem Umbinden des Modestücks passiert in Folge nichts mehr, es verursacht nichts weiteres mehr.
Die Kausalitätskette ist am Ziel und endet.
(seltenes Uniform-Symbol, Sexgehabe, ausgenommen).

Das ist dann Anfang und Ende einer (kurzen) Kausalitätskette.

Als große schier unermeßliche vergleichbare Kausalitätskette sehe ich das gesamte Universum mit Erde und was drauf ist.
Ich rechne aus diesen Fakten einen kreativen Designer mit tollen Ideen als Anfang der großen Kausalitätskette.
Jedes einzelne Objekt ist dann das Endergebnis einer der vielen Ideen des Kreators und damit auch Ende der jeweiligen Kausalitätskette.
Die Ursachen für das Handeln des Kreators sind seine Motive wie Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit und Macht.
Diese 4 Motive benötigen keine dahinter stehende Ursache, sie sind Entitäten.

Die ca. 100 chemischen Grundelemente sind Bausteine und keine Ursachen.
Jedes der Grundelemente besteht aus einem Atom,
das wiederum nur aus jeweils ca. 3 Grundbausteinen in unterschiedlicher Kombination, je nach dem welches Grundelement gebaut ist.
Also auch nur Bausteine.
Alle benötigen einen Baumeister, den Kreator, der mit seinen Ideen alles mögliche damit baut.

Da kommen aber Leugner solchen Kreators daher
und fangen mit unzähligen unbekannten mutwilligen Voraussetzungen an,
eine andere Rechnung zu auf zu machen, die kaum logisch oder plausibel ist.
Sie gebärden sich als Religions- und Gottverweigerer und sind eigentlich Real- und Lebensverweigerer, Illusionisten.
...............
PeB die Bibel/Jesus entlarvt Deine Version der Hochzeitseinladung als bösartige Falschdarstellung der Fakten.
Siehe Dein Beitrag von PeB » Mi 25. Apr 2018, 09:11 Gleichnis vom Hochzeitsmahl, hier im Thread.
Wohltätig ist des Geistes macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht. Wer die Vernunft ausschaltet, findet im Dunkeln den Schalter zum Wiedereinschalten nicht mehr. http://www.prueter.eu

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closs
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von closs » Mi 25. Apr 2018, 14:53

Ruth hat geschrieben:Das eigene Ego ist dann noch da - aber untergeordnet unter Gottes Einfluss.
Ich würde sogar sagen: Das Ego ist in seinem Wesen veredelt. - Auch eine in Gott aufgehende Ruth wird noch das Individuum Ruth sein - nur dass sie eine erkennende Ruth ohne Fragen sein wird. - Irgendwo sagt Jesus so etwas wie Ähnliches wie: "Wenn Ihr angekommen sein werdet, werdet Ihr die Frage, die Ihr mir gerade stellt und deren Antwort Ihr jetzt nicht verstehen würdet, gar nicht mehr stellen". - Weiß jemand, wo das (sinngemäß) steht?

Kuckuck
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von Kuckuck » Mi 25. Apr 2018, 14:56

Das sehe ich als einen wichtigen Unterschied dazu, wenn man sich bemüht, sein eigenes Ego zu bekämpfen.
Von bekämpfen schrieb ich nichts. Sondern die Bereitschaft Jesus wirken zu lassen.
. Im Spiegel der Lehren der Bibel erkennst Du Dich selbst. Das ist gut so, denn auch dies ist der Weg der Wahrheit. Gehalten bist Du immer durch die Liebe und Gnade des Herrn.

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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von Travis » Mi 25. Apr 2018, 15:00

closs hat geschrieben:Ich würde sogar sagen: Das Ego ist in seinem Wesen veredelt.
Der Gründer der Fackelträger meinte einmal "Es braucht Gott um Mensch zu sein". Ich würde dem zustimmen, denn genau darauf läuft es hinaus wenn wir uns von Gott indienst stellen und zurück in sein Bild verwandeln lassen.
closs hat geschrieben:Irgendwo sagt Jesus so etwas wie Ähnliches wie: "Wenn Ihr angekommen sein werdet, werdet Ihr die Frage, die Ihr mir gerade stellt und deren Antwort Ihr jetzt nicht verstehen würdet, gar nicht mehr stellen". - Weiß jemand, wo das (sinngemäß) steht?
Joh 13,7
-Areopag Concierge-

1Sam 3,9b "Rede, HERR, denn dein Knecht hört."

Ruth
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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von Ruth » Mi 25. Apr 2018, 15:00

closs hat geschrieben:
Ruth hat geschrieben:Das eigene Ego ist dann noch da - aber untergeordnet unter Gottes Einfluss.
Ich würde sogar sagen: Das Ego ist in seinem Wesen veredelt. - Auch eine in Gott aufgehende Ruth wird noch das Individuum Ruth sein - nur dass sie eine erkennende Ruth ohne Fragen sein wird. - Irgendwo sagt Jesus so etwas wie Ähnliches wie: "Wenn Ihr angekommen sein werdet, werdet Ihr die Frage, die Ihr mir gerade stellt und deren Antwort Ihr jetzt nicht verstehen würdet, gar nicht mehr stellen". - Weiß jemand, wo das (sinngemäß) steht?
meinst du dieses ... ?
Joh 13,7 LU Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.
... sagt Jesus zu Petrus während der Fußwaschung
Zuletzt geändert von Ruth am Mi 25. Apr 2018, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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Re: Er möchte, dass jeder gerettet wird

Beitrag von PeB » Mi 25. Apr 2018, 15:01

Opa Klaus hat geschrieben: Da kommen aber Leugner solchen Kreators daher
und fangen mit unzähligen unbekannten mutwilligen Voraussetzungen an,
eine andere Rechnung zu auf zu machen, die kaum logisch oder plausibel ist.
Sie gebärden sich als Religions- und Gottverweigerer und sind eigentlich Real- und Lebensverweigerer, Illusionisten.
Schön und gut. Unbestritten ist der Schöpfergott. Aber dein Schöpfer scheint sich auf das materielle Universum zu beschränken. Ich habe die Vorstellung von einem Schöpfer, der über die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit hinausgeht.
Opa Klaus hat geschrieben:PeB die Bibel/Jesus entlarvt Deine Version der Hochzeitseinladung als bösartige Falschdarstellung der Fakten.
Siehe Dein Beitrag von PeB » Mi 25. Apr 2018, 09:11 Gleichnis vom Hochzeitsmahl, hier im Thread.
Die Tatsache, dass ich in der Lage bin, eine Geschichte zu erfinden, entlarvt mich einer bösartigen Falschdarstellung? Was impliziert das denn bei dir? Eine Anmaßung meinerseits? Dieses von mir geschriebene Gleichnis ist eine Geschichte, die dir etwas sagen sollte - nicht mehr und nicht weniger. Schreibe mir, dass ich in meiner Beurteilung Unrecht habe, dann bin ich zufrieden und will es so annehmen. Aber klage mich nicht der Falschdarstellung an, wenn es um 'mein Produkt' geht.
Geht's noch?
:shock:
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

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