Wie alt ist das Universum?

Rund um Bibel und Glaube
Benutzeravatar
PeB
Beiträge: 2449
Registriert: Do 15. Mär 2018, 19:32

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von PeB » Sa 12. Jan 2019, 21:27

Anton B. hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 21:08
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 20:35
Anton B. hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:33
Anton B. hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:33
Was man weiß, ist mit der "vernünftigen Begründung" verknüpft. Nicht mehr und nicht weniger. "Vermutung" ist genauso etwas anderes, wie "die Wahrheit bezüglich "was wirklich hinter allem der Fall ist" erfasst zu haben.
... gilt doch für alle Wissenschaften. Oder? Stellen die Naturwissenschaften da einen "Problemfall" dar?
Daher spreche ich vom Forschungsstand oder dem Stand der Erkenntnis.
Genau.
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 20:35
Wenn wir den Stand der Erkenntnis ausblenden wollen, [...]
Nein, möchten wir ganz bestimmt nicht. Hier geht es um die rein terminologische Frage, ob wir den Forschungsstand als "Vermutung" bezeichnen müssen.
Achso. Dann einverstanden. Den Begriff "Vermutung" stelle ich hinten an. Darauf kommt es mir nicht an. Mit geht es um die Anerkennung eines augenblicklichen Forschungsstandes.

Meine Wissenschaft - die Archäologie - ist ja im Vergleich zu anderen Disziplinen (als echte Wissenschaft) noch relativ jung: hier ändert sich noch Vieles, eigentlich fast täglich und gelegentlich auch Grundsätzliches.
Daher sind gebräuchliche Floskeln in seriösen Forschungsarbeiten in der Archäologie oftmals so was wie: "nach dem derzeitigen Kenntnisstand müssen wir davon ausgehen, dass..."; ich würde sogar so weit gehen, dass ich behaupte: das Fehlen solcher Einschränkungen in einer archäologischen Arbeit ist ein Indiz für fehlende Seriosität.
Bei älteren, etablierten Wissenschaften vermisse ich oft diese Form der Einschränkung. Ich kann es nachvollziehen, weil sich in manchen Naturwissenschaften wie der Physik oft nur marginal etwas ändert, wenn sich der Erkenntnisstand erweitert. Aber diese Art der Vermittlung wird vom breiten Publikum dann als unverrückbare Tatsachenbehauptung verstanden. Das führt nach meiner Einschätzung zu einer unangebrachten "Wissenschaftsgläubigkeit".
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

Benutzeravatar
PeB
Beiträge: 2449
Registriert: Do 15. Mär 2018, 19:32

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von PeB » Sa 12. Jan 2019, 21:39

Anton B. hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:46
Das ist ein Fall, in dem es einen ausgeprägten Gap zwischen dem wissenschaftlichen Forschungsstand und der "Vermittlung" durch die "Terra-X"-Sendungen dieser Welt gibt.

Die Entdeckung des en Chicxulub-Impacts ist eine ganz großartige Entdeckung und hat unsere Forschungen in der Paläontologie sehr stimuliert. Aber schon vorher gab es Daten zum Aussterben der Dinosaurier, die für sich standen. Und durch den "Hype" (= Geld) um den Impact konnten noch viel mehr Forschungen angestoßen werden, die uns ein noch viel feineres Bild erbracht haben. Aus Sicht der Paläontologie war "Krach-Bumm" alleine nie ein Szenario für den Niedergang der Saurier, und wird so auch nicht vertreten.
Da gebe ich dir recht. Aber es geht auch um die Vermittlung von Wissen.
Zudem: der Chicxulub-Impact-Krater lässt sich nicht exakt datieren; er passt aber sehr schön zum Iridium-Marker der KT-Grenze. :)
Prinzipiell könnte der Krater aber auch von einem Einschlag herrühren, der vielleicht 100 Millionen Jahre früher stattgefunden hat. Bis zu diesem Hype um den Einschlag war die gängige Hypothese für die ANwesenheit von Iridium in der KT-Grenze das Dekkan-Trapp-Ereignis. Das ist dann völlig in den Hintergrund getreten, weil ein Einschlag viel medienwirksamer ist.
Mittlerweile kehrt man vorsichtig wieder zur Trapp-Hypothese zurück, wenn auch nur in Ergänzung zum Impact.

Ehrlich: ich habe immer noch meine Zweifel an der herrschenden Apocalypse-Theorie mit Einschlag. :)
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

Benutzeravatar
Janina
Beiträge: 7257
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:12

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von Janina » So 13. Jan 2019, 10:37

jose77 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:16
Ich habe nichts gegen Wissenschaft, und sage es ist möglich. Aber ich bin gegen, 'nur so ist es'.
Es gibt aber Dinge, die man sicher sagen kann. Würde z.B. die schweren Materie jünger sein als die Steine, die aus ihr besteht, hätten wir enormen messtechnischen Klärungsbedarf. Aber es ist sicher so, dass die Materie älter sein MUSS als jeder Stein, der aus ihr besteht.
jose77 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:16
Kabbalistisch hat das Universum ein Alter von über 14Mrd. Jahren :D
Nur spielt das für die Messtechnik keine Rolle.

Benutzeravatar
jose77
Beiträge: 1983
Registriert: Fr 19. Jan 2018, 18:18

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von jose77 » So 13. Jan 2019, 10:40

Janina hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 10:37
jose77 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:16
Ich habe nichts gegen Wissenschaft, und sage es ist möglich. Aber ich bin gegen, 'nur so ist es'.
Es gibt aber Dinge, die man sicher sagen kann. Würde z.B. die schweren Materie jünger sein als die Steine, die aus ihr besteht, hätten wir enormen messtechnischen Klärungsbedarf. Aber es ist sicher so, dass die Materie älter sein MUSS als jeder Stein, der aus ihr besteht.
jose77 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:16
Kabbalistisch hat das Universum ein Alter von über 14Mrd. Jahren :D
Nur spielt das für die Messtechnik keine Rolle.
Aber schön, dass die Wissenschaft die Bibel immer wieder bestätigt :lol:
Grüsse von Jose

R.F.
Beiträge: 6017
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:20

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von R.F. » So 13. Jan 2019, 10:44

PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 21:39
- - -
Zudem: der Chicxulub-Impact-Krater lässt sich nicht exakt datieren;
Das ist nicht verwunderlich, fand dieses Ereignis doch nicht statt.
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 21:39
... er passt aber sehr schön zum Iridium-Marker der KT-Grenze. :)
Zur Iridium-Anreicherung der Schichten kam es durch weltweiten Vulkanismus, woher auch die Millionen Kubikkilometer Trappbasalte stammen (Courtillot, Spektrum der Wissenschaft, Digest 5).
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 21:39
Prinzipiell könnte der Krater aber auch von einem Einschlag herrühren, der vielleicht 100 Millionen Jahre früher stattgefunden hat. Bis zu diesem Hype um den Einschlag war die gängige Hypothese für die ANwesenheit von Iridium in der KT-Grenze das Dekkan-Trapp-Ereignis. Das ist dann völlig in den Hintergrund getreten, weil ein Einschlag viel medienwirksamer ist.
Wer eine Schrift-konforme Erklärung vertritt, hat als Wissenschaftler der scietific community ausgespielt.
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 21:39
Mittlerweile kehrt man vorsichtig wieder zur Trapp-Hypothese zurück, wenn auch nur in Ergänzung zum Impact.

Ehrlich: ich habe immer noch meine Zweifel an der herrschenden Apocalypse-Theorie mit Einschlag. :)
Durch eigene Beobachtungen kann die Impact-These leicht widerlegt werden. Im Übrigen gäbe es im Golf von Mexiko nicht die bekannten Ölvorkommen, wenn die Halbinsel Yucatán von einem kosmischen Körper der genannten Größe getroffen worden wäre.

Benutzeravatar
PeB
Beiträge: 2449
Registriert: Do 15. Mär 2018, 19:32

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von PeB » So 13. Jan 2019, 11:00

R.F. hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 10:44
Im Übrigen gäbe es im Golf von Mexiko nicht die bekannten Ölvorkommen, wenn die Halbinsel Yucatán von einem kosmischen Körper der genannten Größe getroffen worden wäre.
Gutes Argument.
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

Benutzeravatar
Janina
Beiträge: 7257
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:12

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von Janina » So 13. Jan 2019, 11:12

PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 20:35
Janina hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:10
Testfrage: Wie würdest du diese Rechnung kritisieren?
1. die festgestellte Relation der Isotope von Uran auf der Erde ist unverrückbar sicher oder könnten weitere Erkenntnisse das Verhältnis verschieben?
Das sind Messwerte, und dieses Isotopenverhältnis ist überall wo man Uran findet identisch = 0,7204 %. In jeder Uranprobe auf der Erde, vom Mond und in Meteoriten.
Eine Ausnahme gibt es: In Uranerz aus der Oklo-Mine in Gabun fand man eine deutliche Abweichung, was zu der Entdeckung führte, dass hier von 2e+09 Jahren ein natürlicher Kernreaktor gebrannt hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 20:35
2. ist sicher, dass die Bildungsrate von Uranisotopen in einer Supernova immer gleich ist oder sind Vorgänge denkbar, durch die sich die werte verändern können?
Nein, das ist der Punkt. Wir können keine Supernova im Labor zünden und die Bildungsrate beobachten. Die Angabe stützt sich lediglich auf Rechnungen, die nicht mit beliebiger Exaktheit durchgeführt werden können, weshalb wir immer noch auf Messungen angewiesen sind.
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 20:35
3. ist die Zerfallsrate von radioaktiven Isotopen in der Zeit immer gleich oder unterliegt sie möglicherweise Schwankungen aufgrund äußerer Umstände?
Sehr gute Frage. Wurde auch akribisch untersucht. Das Ergebnis ist, dass die Feinstrukturkonstante sich um weniger als 1e+18/a ändert. Das ist eine verdammt konstante Konstanz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Physikali ... konstanten
https://de.wikipedia.org/wiki/Feinstruk ... e_Konstanz
PeB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 20:35
kannst du garantieren, dass die Forschung in 1000 Jahren immer noch von einem Erdalter von 4,56 Milliarden Jahren ausgehen wird?
5. falls nein - warum nicht?
Nein. Sobald man noch ältere Steine findet, muss man das Alter der Erde erhöhen. Was wir messen ist das Alter EINES Steines, und wir erwägen das Erdalter als die Obergrenze aller einzelnen Steinalter. Man könnte also immer noch einen älteren Stein finden, oder annehmen, dass die Kontinente, die wir heute finden, nicht die ältesten sind.

Deine Fragen sind allesamt eine gute Kritik.

Auf herbeifantasierte Datierungswidersprüche aus vernachlässigten Fehlerbalken beruhende Forderung, das Messprinzip komplett zu verwerfen, wäre dagegen gar keine Kritik, sondern nur ein Outing als Depp.
jose77 hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 10:40
jose77 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:16
Kabbalistisch hat das Universum ein Alter von über 14Mrd. Jahren :D
Aber schön, dass die Wissenschaft die Bibel immer wieder bestätigt :lol:
Apropos: Wo steht das eigentlich?

Benutzeravatar
jose77
Beiträge: 1983
Registriert: Fr 19. Jan 2018, 18:18

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von jose77 » So 13. Jan 2019, 11:23

Im Sefer Yetzirah. Dem Buch der Schöpfung.
Auch die 10+1 Dimensionen der Superstring Theorie findest du darin erklärt :D
Grüsse von Jose

R.F.
Beiträge: 6017
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:20

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von R.F. » So 13. Jan 2019, 11:50

Janina hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 11:12
- - -
Auf herbeifantasierte Datierungswidersprüche aus vernachlässigten Fehlerbalken beruhende Forderung, das Messprinzip komplett zu verwerfen, wäre dagegen gar keine Kritik, sondern nur ein Outing als Depp.
- - -
Weißt Du überhaupt um den Ursprung des behaupteten Alters der Erde von rd. 4,6 Ga.?

Benutzeravatar
Janina
Beiträge: 7257
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:12

Re: Wie alt ist das Universum?

Beitrag von Janina » So 13. Jan 2019, 11:58

R.F. hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 11:50
Janina hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 11:12
Auf herbeifantasierte Datierungswidersprüche aus vernachlässigten Fehlerbalken beruhende Forderung, das Messprinzip komplett zu verwerfen, wäre dagegen gar keine Kritik, sondern nur ein Outing als Depp.
Weißt Du überhaupt um den Ursprung des behaupteten Alters der Erde von rd. 4,6 Ga.?
Wenigstens fühlst du dich angesprochen. 8-)

Antworten