Fasten?

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barbara
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Re: Fasten?

Beitrag von barbara » Mi 13. Nov 2013, 20:12

Pluto hat geschrieben: Auch dann werden die Signale ausgesandt, nur man kann sie bewusst ignorieren.
Es passiert alles mögliche im Körper beim Fasten, aber nicht notwendigerweise Stress und Warnsignale.

Interessant ist, dass es anders herum keine Warnsignale gibt (außer vielleicht ein Füllegefühl), wenn man zu viel isst.
doch, gibt es auch - nämlich Ekel vor noch mehr vom selben Essen.
Das kommt daher weil wir uns des Übergewichts bewusst sind.
Das hat auch rein körperliche Seiten.
Hast du das auch untersucht, oder ists wieder ein Bauchgefühl?
Bauchgefühl ist es in dem Sinne, dass ich selbst schon fastete und ich mich auf diese Baucherfahrung berufe.

Das mit dem Verhungern hab ich bei Eisenstein gelesen, der schon mal bis an dieses Extrem gegangen ist, in jugendlicher Eitelkeit und Dummheit.


Es geht schon aus dem Energierhaltungsgesetz de Thremodynamik hervor, dass es so sein muss.
nun, der Körper könnte doch, im Prinzip, einfach überschüssige Materie ausscheiden, ohne dass er sie zur Wärmegewinnung benutzen muss. Menschen sind komplizierte und komplexe Wesen, da gibt es selten eindeutig und allgemein anwendbare Verweise auf physikalische Naturgesetze.

gruss, barbara

Malika
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Re: Fasten?

Beitrag von Malika » Mi 13. Nov 2013, 22:53

barbara hat geschrieben: Aber man kann Situationen sehr wohl unterschiedlich interpretieren. "Ich freu mich auf meine nächste Fastenzeit und alles Schöne, was sie mit sich bringt mitsamt ihren Herausforderungen" ist halt auch für den Körper ganz was anderes als "Hilfe ich bin am Verhungern!"
Das kommt sicher auch auf die Umstände an. Ich könnte es mir vielleicht vorstellen, wenn ich jetzt zwei Wochen Urlaub hätte, denn dann könnte ich auch die Grenzen akzeptieren, die mir mein Körper in dieser Zeit auferlegt und die Dinge langsam angehen lassen. Ansonsten hätte ich damit Schwierigkeiten, wenn ich meinen Alltag normal weiterleben und dann konstant über meine Grenzen gehen müsste. Ich denke, das ist ein großer Unterschied.
barbara hat geschrieben:Nicht, wenn genug Reserven vorhanden sind. Da kann es durchaus von Vorteil und eine Erleichterung in jedem Sinn des Wortes sein, mal eine Weile lang von der eigenen, überflüssigen, angesammelten Substanz zu leben.
Wer übergewichtig ist, kann das bestimmt, normalgewichtige Menschen vielleicht auch noch eine Zeit lang. Wie das bei Untergewicht aussieht... da frage ich mich schon, ob das so gut tut.
barbara hat geschrieben:Das Gefahrensignal wird dann ausgelöst, wenn ein Körper schon am untern Limit ist und in die Nähe des Verhungerns kommt. Also bei Leuten, die eh schon mager sind, und/oder bei Leuten, die einen sehr schnellen Stoffwechsel haben, die im Alltag darauf achten müssen, ständig etwas zu essen, sonst kippen sie um.

Auch das muss man natürlich achten, wenn man zu dieser Gruppe gehört.
Nun, wenn man bedenkt wie sehr vor Magersucht und den Folgen gewarnt wird, frage ich mich zumindest, ob man da nicht zumindest vorsichtig sein sollte, wenn man nicht ordentlich "überflüssige Substanz" hat. Was mich dann auch wieder zu der eigentlichen Frage nach dem biblischen Fasten bringt. In dem internationalen Forum, in dem ich bin, gibt es zu dem Thema sehr viele Meinungen, aber auch Christen, die sagen, selbst wenn man untergewichtig sei, könnte man auch 40 Tage fasten, Gott würde einen vor den gesundheitlichen Folgen bewahren. Ähnlich bei Menschen, die im Alltag funktionieren müssen und sich daher mit dem Fasten schwer tun, Gott würde dafür sorgen, dass es klappt. Ich will nicht behaupten, dass er es nicht tut, aber andererseits frage ich mich, ob er dazu einen Grund sehen würde. Wenn ein Mensch so "doof ist" und sich unbedingt an die äußersten Grenzen bringen muss, warum soll Gott dann einspringen?

barbara hat geschrieben:Ansonsten ist jedes Abnehmen, auch im Rahmen einer Reduktionsdiät, immer damit verbunden, eigene Substanz zu verstoffwechseln zur Gewinnung von Energie.
Bei einer Reduktionsdiät sollte ja eher eine Umstellung von Ernährung und Gewohnheiten erfolgen, sonst endet das als Crash-Diät mit Jojo-EFFEKT:

Pflanzenfreak
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Re: Fasten?

Beitrag von Pflanzenfreak » Mi 13. Nov 2013, 23:01

Fasten und abnehmen hat nicht wirklich was miteinander zu tun. Fasten um umzudenken, fasten um loszulassen, ja das ist möglich. Aber fasten um abzunehmen ist Utopie. Sobald du wieder "normal lebst" hast Du die Kilos wieder drauf.

barbara
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Re: Fasten?

Beitrag von barbara » Do 14. Nov 2013, 06:51

Malika hat geschrieben: Ansonsten hätte ich damit Schwierigkeiten, wenn ich meinen Alltag normal weiterleben und dann konstant über meine Grenzen gehen müsste. Ich denke, das ist ein großer Unterschied.
ja, logisch. Fastenzeit ist eine besondere Zeit und nicht eine normale Zeit.

In dem internationalen Forum, in dem ich bin, gibt es zu dem Thema sehr viele Meinungen, aber auch Christen, die sagen, selbst wenn man untergewichtig sei, könnte man auch 40 Tage fasten, Gott würde einen vor den gesundheitlichen Folgen bewahren.
So ein Unsinn. Sind das dieselben Leute, die nie die Treppe benutzen sondern in achten Stock aus dem Fenster springen, Gott wird sie vor den gesundheitlichen Folgen bewahren? :roll:

Bei einer Reduktionsdiät sollte ja eher eine Umstellung von Ernährung und Gewohnheiten erfolgen, sonst endet das als Crash-Diät mit Jojo-EFFEKT:
ja stimmt. Allerdings ist ein Unterbruch des gewohnten Trotts eine hervorragende Idee, nach dem Reset mal ein paar Dinge anders zu machen.

gruss, barbara

JackSparrow
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Re: Fasten?

Beitrag von JackSparrow » Sa 16. Nov 2013, 21:16

barbara hat geschrieben:Aber auch nur dann, wenn du selbst - dein bewusstes Bewusstsein - das Fasten als Bedrohung betrachtest.
Der Organismus benötigt Energie, um seine Funktionen am Laufen zu halten. Wenn der Körper sein eigenes Gewebe abbauen muss, um Energie zu gewinnen, dann ist dies durchaus bedrohlich. Die Evolution hat schließlich eine starke Motivation namens "Hunger" erfunden, um solche Situationen gar nicht erst auftreten zu lassen.
Es passiert alles mögliche im Körper beim Fasten, aber nicht notwendigerweise Stress und Warnsignale.
Energie gewinnt der Organismus aus Zucker. Der Zucker wird durch ein Hormon namens "Insulin" in die Zellen befördert und dort gespeichert. Ist der Blutzucker zu niedrig - zum Beispiel infolge des Fastens - werden die sogenannten "Stresshormone" produziert, um den Zucker dort wieder rauszuholen und ihn als Energiequelle nutzbar zu machen.

barbara
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Re: Fasten?

Beitrag von barbara » Sa 16. Nov 2013, 21:28

JackSparrow hat geschrieben: Die Evolution hat schließlich eine starke Motivation namens "Hunger" erfunden, um solche Situationen gar nicht erst auftreten zu lassen.
Beim Fasten gibt's kein Hungergefühl, interessanterweise. Ausserdem ist der Körper auch intelligent genug zu wissen, wann noch Reserven oder sogar mehr als genug Reserven vorhanden sind, auf die zugegriffen werden kann.
Energie gewinnt der Organismus aus Zucker. Der Zucker wird durch ein Hormon namens "Insulin" in die Zellen befördert und dort gespeichert. Ist der Blutzucker zu niedrig - zum Beispiel infolge des Fastens - werden die sogenannten "Stresshormone" produziert, um den Zucker dort wieder rauszuholen und ihn als Energiequelle nutzbar zu machen.
Es gibt verschiedene Phase.

Erste Phase, der Körper holt den Zucker aus dem Blut. Diese PHase dauert ein paar Stunden.

zweite Phase, wenn in der Zwischenzeit nichts gegessen wird, holt der Körper den Zucker aus den Muskeln. Ist leicht erkennbar, diese Phase, an Muskelschwäche. Also nicht grad der günstige Moment, um körperlich Schwerarbeit zu leisten, aber etwas leichte Bewegung wie ein Spaziergang tut gut.

Dritte Phase, wenn immer noch nichts gegesssen wird - so nach zwei, drei Tagen - holt der Körper die Energie aus dem Fettgewebe. Diese Phase kann dann ziemlich lange dauern, halt je nachdem, wie viel Fettgewebe vorhanden ist.

Vierte Phase - und erst jetzt gibt's Grund zu Stress - wenn alles Fett weg ist, geht der Körper ans Lebensnotwendige. Jetzt geht's ans Verhungern. Soweit soll es nicht kommen, und hier gibt es auch (nach dem, was ich gelesen habe), sehr klare Signale vom Körper, die sagen: Iss was! sofort!

Schliesslich war es in der Menschheitsgeschichte auch üblich, dass es immer wieder mal Phasen ohne Essen gab. Wir sind inzwischen bloss so zivilisationsgeschädigt, dass wir gleich in Panik ausbrechen, wenn Hunger nicht sofort gestillt werden kann. Aber das muss nicht sein.

gruss, barbara

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Re: Fasten?

Beitrag von Salome23 » Sa 16. Nov 2013, 21:34

@Barbara
Beim Fasten gibt's kein Hungergefühl, interessanterweise.
Sorry-aber nur weil du (und eventuell paar andere) dabei kein Hungergefühl empfindest, bedeutet es noch lange nicht, dass es bei jedem, der fastet, auch so ist...

barbara
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Re: Fasten?

Beitrag von barbara » Sa 16. Nov 2013, 21:36

Salome23 hat geschrieben: Sorry-aber nur weil du vielleicht dabei kein Hungergefühl empfindest, bedeutet es noch lange nicht, dass es bei anderen auch so ist...
Nach allem, was ich gelesen und gehört habe, scheint das fehlende Hungergefühl die Regel und nicht die Ausnahme zu sein.

Es scheint, Hunger kann nur dann empfunden werden, solange noch was im Darm ist. Ist nichts drin, gibt's auch keinen Hunger - sondern das durchaus eigenartige Gefühl eines ruhenden Verdauungssystems.

gruss, barbara

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Re: Fasten?

Beitrag von Salome23 » Sa 16. Nov 2013, 21:45

Es scheint, Hunger kann nur dann empfunden werden, solange noch was im Darm ist.
Und im Darm ist auch noch nach vielen Tagen "ab Beginn" des Fastens so Einiges vorhanden .... :D
Ich hatte eine liebe Bekannte, welche mal 2 Wochen fastete , nur Flüssigkeit zu sich nahm und sehr erstaunt war, dass sie noch nach 10 Tagen relativ viel über den Darm ausschied und der Geruch immer schlimmer wurde 8-)

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Re: Fasten?

Beitrag von barbara » Sa 16. Nov 2013, 22:01

Salome23 hat geschrieben: Und im Darm ist auch noch nach vielen Tagen "ab Beginn" des Fastens so Einiges vorhanden .... :D
Ich hatte eine liebe Bekannte, welche mal 2 Wochen fastete , nur Flüssigkeit zu sich nahm und sehr erstaunt war, dass sie noch nach 10 Tagen relativ viel über den Darm ausschied und der Geruch immer schlimmer wurde 8-)
Das mag sein. :angel:

gruss, barbara

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