Die Bibel = Gottes Wort?

Ruth
Beiträge: 1354
Registriert: Mi 3. Dez 2014, 12:42

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von Ruth » Mo 11. Feb 2019, 22:15

Mimi hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 22:07
@Ruth:
Hallo Ruth,
dass Du keine Zustimmung brauchst/nötig hast – weiß ich.
Trotzdem – mit so vielem was Du geschrieben hast, stimme ich überein
und habe einfach nur das Bedürfnis, Dir das mitzuteilen.
Auch weil es mir schon ähnlich erging.
Was mir Gott mitteilte – auf verschiedensten Wegen – wurde auch schon
öfter schwer „zensiert“.
Deshalb....
… halte was Du hast, dass niemand Deine Krone nehme….(Offb. 3,11)
LG, Mimi
Ganz herzlichen Dank, liebe Mimi :Herz:

- das hat mir jetzt gut getan, nach so vielen scheinbar vergeblichen Erklärungen.
Manchmal braucht man vielleicht doch auch mal ein bisschen Zustimmung, wenn der Wind nur gegen einen zu stehen scheint.
DANKE :blumenstrauss:
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

Mirjam
Beiträge: 161
Registriert: Sa 17. Mär 2018, 19:51

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von Mirjam » Mo 11. Feb 2019, 22:54

Ruth hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 21:09
Ich bastele mir keinen Gott, sondern sage, dass man Gott nicht erfassen kann. Weder in einem Bild, noch auf sonst eine Art.

Darum KANN ich nicht ich einfach nicht mehr von Gott sagen - außer das zu erzählen, was ich mit ihm erlebe. Es sind immer nur Spuren, die jemand von Gott erkennen kann. Es ist nur eine winzige Facette von dem, wer Gott wirklich ist.

Ihr verlangt aber die ganze Zeit ein Bild, das Gott vollkommen beschreibt. Damit ihr kontrollieren könnt, ob ich richtig glaube, oder ob meine Aussagen stimmen. Dabei sind das zwei ganz verschiedene Dinge. Auf der einen Seite ist der unendliche Gott - und auf der anderen Seite die Dinge, mit denen er sich Menschen offenbart. "Gottes Wort" gehört für mich zu den Dingen, die einen kleinen Lichtblick einer Facette von Gott zeigen - aber niemals den Menschen erlaubt, Gott in den Griff zu bekommen. Es sind bestenfalls Spuren von Gott, die von den Erfahrungen geprägt sind, die Menschen mit Gott haben. Und Menschen sind unterschiedlich, glauben unterschiedlich. Gott hat das über Jahrtausende so zugelassen. Ich sehe darin, dass Gott es so will, dass Menschen ihn unterschiedlich wahrnehmen
Und in dieser Beschreibung, liebe Ruth, kann ich dir zustimmen.
Ich würde "Gott" zwar weder als männlich noch als Einheit ansprechen, aber ich bin auch ganz der Meinung, dass wir Menschen ohnehin immer nur kleine Teile und Facetten begreifen können.
Daher ist es vollkommen in Ordnung, wenn wir unterschiedlich glauben.

Und obwohl unsere Theologie, unser Gottesverständnis, unterschiedlich ist, können wir ein ganz ähnliches Erleben mit unserer jeweiligen Gottheit haben.
Ich empfinde es so, dass meine Götter mich in meinem Leben mit großer Weisheit und einer sehr sanften, zurückhaltenden Art von Lehre begleitet haben. Und mir einen festen Rückhalt und ein tiefes Vertrauen geben, so dass ich trotz aller Widrigkeiten und allen Schreckens in der Welt die Zuversicht nicht verliere. Ich denke, du empfindest im Prinzip ähnlich, oder?


liebe Grüße

Mirjam

Benutzeravatar
AlTheKingBundy
Beiträge: 2843
Registriert: Sa 8. Jun 2013, 22:04

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von AlTheKingBundy » Di 12. Feb 2019, 05:58

Ruth hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 19:16
Ihr: @ Al, 81er, Helmuth, Ska'ara, etc., seid so fixiert darauf, euch Gottesbilder zu basteln, dass die persönliche Ebene überhaupt keinen Platz mehr findet. Mein Glaube beruft sich eher auf die persönliche Beziehung. Und darum reden wir ohnhin aneinander vorbei und können unsere Kommunikation über dieses Thema beenden. Von meiner Seite aus geschieht das jedenfalls.
Hallo Ruth,

das ist ein unangebrachtes Schubladendenken, jemandem zu unterstellen, er würde keine persönliche Ebene zu seinem Gott mehr finden. Hier verlässt Du die inhaltliche Ebene und greifst die Leute persönlich an.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

Benutzeravatar
AlTheKingBundy
Beiträge: 2843
Registriert: Sa 8. Jun 2013, 22:04

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von AlTheKingBundy » Di 12. Feb 2019, 06:02

Vitella hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 19:49
AlTheKingBundy hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 17:01
Ähm, welche Schrift hat denn Deiner Meinung nach Paulus noch gemeint?
es gab da doch noch keine Bibel, also ging es um Schriften allgemein, er muss nicht gewusst haben welche er meinte...
Hallo Vitella,

so einfach kannst Du Dir es nicht machen. Alleine im NT wird aus fast allen Büchern des AT zitiert, die Tora war bekannt, die Proheten Jesaja, Jeremia und Daniel waren bekannt, die Psalmen.... Also wenigstens diese Bücher, die Jesus oder Paulus zitiert haben, waren bekannt.
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

Benutzeravatar
AlTheKingBundy
Beiträge: 2843
Registriert: Sa 8. Jun 2013, 22:04

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von AlTheKingBundy » Di 12. Feb 2019, 06:07

Ruth hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 19:54
Aber sicher doch. Nur, auf welcher Ebene ich persönlich meine Meinung dazu sage, bestimme ich selbst. Genau so, wie ich meinen Glauben nicht aufgrund von Satzungen oder sonstige Dogmen lebe, und auf diese Weise auch Gottes Wirken in meinem Leben erlebe.

Und auch, wann ich von meiner Seite aus beschließe, eine Diskussion zu beenden, ist meine ganz persönliche Sache.
Das ist Dein gutes Recht. Ebenso ist es das gute Recht der anderen, wenigstens nachzufragen, wenn Du widersprüchliches behautest oder die Dinge eben für sie unklar formuliert sind. Ab einem gewissen Grad des nicht antworten wollens oder könnens macht dann eine Diskussion in einem Diskussionsforum dann aber keinen Sinn mehr.
Ruth hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 19:54
Nö, ich flüchte nicht. Ich war nur so höflich, euch mitzuteilen, dass ich euch auf eurer Schiene nicht mehr antworten werde.
Was genau ist denn eure Scheine im Vergleich zu deiner Schiene?
Beste Grüße, Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
(Albert Einstein, 1879–1955)

Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 5543
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von Helmuth » Di 12. Feb 2019, 08:48

Den Spielball unentwegt auf der persönlichen Ebene hin und herzuspielen bringt inhaltlich nichts, gleich welche gute Absicht man dabei verfolgt, daher schlage ich wieder eine inhaltliche Auseinandersetzung vor.

Zunächst sagte ich das Wort Gottes ist eine Schnriftsammlung über Gottes Handeln.
Weiters ist Jesu Wort Gottes Wort.

Zwei Prämissen die für mich Gültigkeit haben. Nach jahrelangem Studium komme ich zur Erkenntnis, dass Gottes Wort in direkter Rede im AT generell Gottes Wort ist. Etwas Schwierigkeiten bereiten mir nur mehr noch das Buch Hiob und Daniel 11.

Eine Schwierigkeit, die viele haben finde ich ist diese. Man erkennt nicht, dass die Schriftensammlung natürlich auch des Menschen Wort enthalt. Wenn z.B. an einer Stelle ein Gebet gesprochen wird, oder Menschen untereinander reden, dann ist das ja wohl nicht das Wort des HERRN. Das wiederum hat mit dem Inspirationscharakter nichts zu tun. Denn es könnte ja Gott eine Antwort gegeben haben. Ein Beispiel dazu wäre Habakuk 3.

Ein anderes wäre Psalm 22, das nachfolgend prophetischen Charakter erhalten hat. Aus dem Leid, das dem Psalmisten widerfahren ist, wurde eine messianische Botschaft. Und damit zeigt sich hier Inspiration in Reinkultur. Nur Gott kann das so verfügen, dass Gläubige im HG seine Botschaft verkünden, was nun einmal einzigartig gegenüber jeder anderen Scnrift ist.
Herzliche Grüße
Helmuth

81er
Beiträge: 54
Registriert: Fr 18. Jan 2019, 15:31

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von 81er » Di 12. Feb 2019, 09:20

Ruth, ich habe nicht den Eindruck, daß dir jemand deinen Glauben rauben oder diktieren möchte, sondern es hapert an der Kommunikation, das Vermögen sprachlicher Übersetzung, wie AlTKBundy bereits vermutete.

Du stehst nicht im Wort und vertrittst es redlich, gründest vielmehr in deiner Subjektivität, die du nicht angemessen besprichst und ins rechte Wort setzt, stattdessen zu objektivieren suchst - könnte man meinen.

Gerade in Glaubensdingen sollte man zwei Bereiche unterscheiden, subjektive und objektive Ebene, was damit anfängt, ob man über seinen privaten individuellen Glauben spricht oder Glauben gemäß Konfession, Überlieferung, Tradition in Wort und Schrift
Ruth hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 14:32
Für mein Verständnis und nach dem, wie ich Gottes Spuren gefunden habe, würde ich sagen: Gott kommt dem Menschen entgegen, der ihn sucht.
Was zu der Frage führt, warum sich Gott der Menschheit so unterschiedlich offenbarte, in Gestalt und Erscheinung - man blicke nur auf den Hinduismus - vor allem aber: was seine Ansprüche gegenüber Mensch & Gemeinschaften anbetrifft, die sich zum Teil massiv widersprechen?!

Wie läßt sich dieser Umstand erklären?

Bild

Legt das nicht den Schluß nahe, daß der Mensch von diversen Göttern, Gottheiten, Kräften … beeindruckt wurde? Warum sollte ein einheitlicher Gott, zudem allmächtig und allgegenwärtig es nötig haben, den Menschen durch widerstreitende Offenbarungen in massive Konflikte zu treiben, sie regelrecht aufzuhetzen, wenn doch Wahrheit und Liebe die höchsten Tugenden darstellen?!
Ruth hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 19:22
Für mich macht Gott aus, dass er immer anwesend und ansprechbar ist, in jeder Situation. Das prägt mein Leben, jede Sekunde meines Lebens. Alles, was mir begegnet, kann ich mit Gott besprechen - Beziehung eben.
Das meinen auch andere Religionsangehörige, bleibt die Frage, ob es tatsächlich immer ein und derselbe Gott war/ist?
Ruth hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 21:09
Ska'ara hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 20:51
Das ist ja gerade das Problem. Viele basteln sich ihren Gott und ich hatte dies auch bei dir so empfunden. Du wirst mir vor, ich würde dies tun, obwohl ich meine, dies zu vermeiden. :?
Nein, ich sehe da einen Unterschied. Ich bastele mir keinen Gott, sondern sage, dass man Gott nicht erfassen kann. Weder in einem Bild, noch auf sonst eine Art.
Verrückterweise weißt du aber genau, daß Gott nur der "EINE" ist, der hier und da zu den Menschen spricht, denn du bist höchstpersönlich mit ihm verbunden, kannst alle Zeit mit ihm kommunizieren und erhältst von ihm Bestätigungen, wie Job Angebote („im Büro einer Missionsgesellschaft“), Wolkensäulen oder Ausschnitte aus der Tageszeitung …

Möglicherweise basteln wir alle an unserem Gottesbild?

Benutzeravatar
Pluto
Administrator
Beiträge: 44106
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 23:56
Wohnort: Deutschland

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von Pluto » Di 12. Feb 2019, 09:22

Helmuth hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 08:48
Zunächst sagte ich das Wort Gottes ist eine Schnriftsammlung über Gottes Handeln.
Weiters ist Jesu Wort Gottes Wort.
Glaubst du...?
Helmuth hat geschrieben:Zwei Prämissen die für mich Gültigkeit haben. Nach jahrelangem Studium komme ich zur Erkenntnis, dass Gottes Wort in direkter Rede im AT generell Gottes Wort ist.
Und ich komme zur Erkenntnis, dass alles was in der Bibel steht von (zwar gläubigen) Menschen für Menschen geschrieben wurde.
Helmuth hat geschrieben:Etwas Schwierigkeiten bereiten mir nur mehr noch das Buch Hiob und Daniel 11.
Das sind metaphorische Erzählungen.
Helmuth hat geschrieben:Eine Schwierigkeit, die viele haben finde ich ist diese. Man erkennt nicht, dass die Schriftensammlung natürlich auch des Menschen Wort enthalt. Wenn z.B. an einer Stelle ein Gebet gesprochen wird, oder Menschen untereinander reden, dann ist das ja wohl nicht das Wort des HERRN. Das wiederum hat mit dem Inspirationscharakter nichts zu tun. Denn es könnte ja Gott eine Antwort gegeben haben. Ein Beispiel dazu wäre Habakuk 3.
Wie willst du Letzteres belegen?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Lena
Beiträge: 3393
Registriert: So 1. Sep 2013, 18:33

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von Lena » Di 12. Feb 2019, 10:52

Im Buch die Bibel hat es eine so fantastisch, wunderbare, unfassbare, herrlich geschilderte Geschichte drin - das sie einfach Gottes Wort sein muss. Das Wort meines Gottes.

Trotz den Versuchen sie zu verbieten, zu verbrennen, zu verspotten, zu verdrehen, misszuverstehen, auszulöschen was nicht passt...

Souverän wie unser Gott - bleibt sein Wort - in Ewigkeit bestehen.

1.Korinther 13,8 hat geschrieben: Die Liebe hört niemals auf

:Herz: :Herz: :Herz:

Stromberg
Beiträge: 2365
Registriert: Mi 15. Feb 2017, 19:51

Re: Die Bibel = Gottes Wort?

Beitrag von Stromberg » Di 12. Feb 2019, 10:54

Lena hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 10:52
Im Buch die Bibel hat es eine so fantastisch, wunderbare, unfassbare, herrlich geschilderte Geschichte drin - das sie einfach Gottes Wort sein muss.
:D
Würde ein göttliches Wesen je ein Buch schreiben; ich würde weit mehr erwarten als diesen zeitgenössischen alten Schinken...

Antworten