Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Andreas
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Andreas » Sa 12. Mai 2018, 16:37

jose77 hat geschrieben:Ob du an das AT glaubst oder nicht, ist deine Sache.
Na Gott sei Dank dafür! Ich glaube nicht an Bücher, weder das AT noch das NT.
jose77 hat geschrieben:Jedenfalls wird es nicht auf Kosten anderer gelebt.
Leider sehr schwach. :wave:

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Helmuth
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Helmuth » Sa 12. Mai 2018, 16:45

jose77 hat geschrieben:Meine Erfahrung zeigt, je mehr davon gesprochen wird, je weniger ist er da.

Deind Erfahrung? Wie denn wenn du den HG leugnest? Welche Erfahrung hast du dann damit ohne ihn? Das ist, als ob man darüber spricht Kampferfahrung auf offener See zu haben, indem am Papier Schifferlversenken spielt.

Verzeih* mir bitte den kleine Seitenhieb, aber der musste sein. ;)
Ehrlich und schonungslos! Genau!

Das wird nun zum Markenzeichen unter uns, das finde ich nicht schlecht. Aber nun endgültig: Auf bald. In diesem Thread habe wir uns ausführlich ausgetauscht.

:wave:
Herzliche Grüße
Helmuth

Ruth
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Ruth » Sa 12. Mai 2018, 16:57

jose77 hat geschrieben:Ob jemand den HG hat oder nicht, sollten andere beurteilen, nicht die Person selber.

Meine Erfahrung zeigt, je mehr davon gesprochen wird, je weniger ist er da.
Helmuth hat geschrieben:Dein Erfahrung? Wie denn wenn du den HG leugnest? Weche Erfahrung hast du dann damit? Das ist, als ob man darüber spricht Kampferfahrung auf offener See zu haben, indem am Papier Schifferlversenken spielt.


Erfahrungen mit Menschen, die davon reden, den HG zu haben, kann jeder machen, der solchen Menschen begegnet ist. Und zwar daran, wie sich das äußert im Leben desjenigen, der dies von sich behauptet, und auch in seinem Umgang mit anderen Menschen.

Wenn jose die Erfahrung gemacht hat, dass Menschen, die lauthals darüber reden, wie sehr sie dem HG verbunden wären, die wenigsten Kennzeichen davon aufzeigen, dann ist es egal, ob er an einen HG glaubt oder nicht.

An ihren Früchten kann man (jeder) sie erkennen.

Ich persönlich beobachte auch, dass diejenigen, welche sich am meisten damit brüsten, besondere Gaben zu haben, einschließlich der Gabe des HG, mich durch ihr Verhalten mit anderen Menschen daran zweifeln lassen.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

jose77
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von jose77 » Sa 12. Mai 2018, 17:59

Alles gut Helmuth. Ich mag dich auch. Ehrlich.
Auch wenn wir eine andere, sagen wir mal, Ideologie haben. Aber genau über diese Ideen wollen wir uns unterhalten. Hart in der Sache, aber nicht nachtragend.
Ich habe nichts gegen Christen, Muslim da auch nur Gott gesucht wird. Und das verbindet. Gilt für mich zumindest.
Und die verrückten lassen wir aussen, die gibt es überall.
Grüsse von Jose

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Kingdom
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Kingdom » Sa 12. Mai 2018, 20:08

Münek hat geschrieben:Du glaubst wirklich, der "Heilige Geist" als göttliche Instanz habe den Evangelisten UNTERSCHIEDLICHE Geschehensabläufe spirituell eingegeben? :o

Was wollte er damit bezwecken?


Münek die Eingebung betrifft das sie nichts gegen Gott schreiben. Es geht also um die Geistige Kompenente und die scheint eben von vier unterschiedlichen Menschen beschrieben: Christus lebte, Tat grosse Wunder, brachte die Lehre Gottes den Menschen näher, ist gestorben und auferstanden, hat Anordnungen und Offenbarung gegeben über Erlösung und den Erlöser selbst usw. Ergeben diese vier Evangelien Geistig gesehen, Sinn oder nicht und ja das tun sie.

4 Copy und Paste Evangelien von vier verschiedenen Menschen, würdest Du es dann glauben? Die Vielfalt der Schreiber schadet doch dem Geistigen Inhalt dieser Zeugnisse nichts.

Lg Kingdom

Andreas
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Andreas » So 13. Mai 2018, 13:33

Kingdom hat geschrieben:Die Vielfalt der Schreiber schadet doch dem Geistigen Inhalt dieser Zeugnisse nichts.

Kingdom, es geht nicht nur um die unterschiedlichen Schreiber der Evangelien. Ich habe oben schon am Beispiel des Matthäusevangeliums aufgezeigt, dass es auch innerhalb eines Evangeliums von einem Schreiber solche Widersprüche gibt.

Hier hast du noch ein Beispiel, denn bei Markus gibt es dasselbe Problem wie bei Matthäus, dass sich die Datumsangaben schlichtweg widersprechen:

Der Todestag Jesu nach Markus
Mk 14,12 hat geschrieben:Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?

Die Paschalämmer wurden am Rüsttag (Seder), das ist der 14. Nisan vor Sonnenuntergang geschlachtet und nach dem selben Sonnenuntergang am Paschafest das ist der 15. Nisan gegessen.
Mk 15,39-45 hat geschrieben:Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. Auch einige Frauen sahen von weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome; sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren. Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde, ging Josef von Arimathäa, ein vornehmer Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten. Pilatus war überrascht, als er hörte, dass Jesus schon tot sei. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus bereits gestorben sei. Als der Hauptmann ihm das bestätigte, überließ er Josef den Leichnam.

Das wäre demnach auch der 14. Nisan - was unmöglich ist, da es nicht derselbe Tag ist, an dem die Jünger das Paschamahl vorbereiten und an dem Jesus gekreuzigt wurde. Weder nach römischer noch nach jüdischer Tageszählung geht diese Rechnung so auf.

Wie erklärst du das Zustandekommen solcher Widersprüche in der Bibel?

Andreas
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Andreas » So 13. Mai 2018, 16:39

Desgleichen bei Lukas, auch hier stimmt entweder die eine oder die andere Datumsangabe nicht:
Lk 22,7-11 hat geschrieben:Dann kam der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem das Paschalamm geschlachtet werden musste. Jesus schickte Petrus und Johannes in die Stadt und sagte: Geht und bereitet das Paschamahl für uns vor, damit wir es gemeinsam essen können. Sie fragten ihn: Wo sollen wir es vorbereiten? Er antwortete ihnen: Wenn ihr in die Stadt kommt, wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, und sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann?
Das ist der 14. Nisan.

Lk 22,14-15 hat geschrieben:Als die Stunde gekommen war, begab er sich mit den Aposteln zu Tisch.
Und er sagte zu ihnen: Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen.
Das geschieht am 15. Nisan.

Lk 23,52-56 hat geschrieben:Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Und er nahm ihn vom Kreuz, hüllte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch niemand bestattet worden war. Das war am Rüsttag, kurz bevor der Sabbat anbrach. Die Frauen, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, gaben ihm das Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde. Dann kehrten sie heim und bereiteten wohlriechende Öle und Salben zu. Am Sabbat aber hielten sie die vom Gesetz vorgeschriebene Ruhe ein.
Das kann nicht auch der 14. Nisan gewesen sein, denn Jesus hat am 15. Nisan das Paschalamm gegessen und ist an diesem Tag gekreuzigt worden und nicht an dem Tag, als die Jünger nach dem Raum fragen, in dem sie mit ihrem Meister das Paschalamm essen können.

Ein wahrhaftiger Tatsachenbericht von einem der oft als der gewissenhafte Historiker unter den Evangelisten bezeichnet wird, sieht anders aus. Wie kommen solche Widersprüche innerhalb eines Evangeliums zustande?

Ziska hat geschrieben:Jesus starb am Nachmittag des 14. Nisan. Dann wurde er in die Gruft gelegt.
Das ist weder eindeutig, noch unmissverständlich der Bibel zu entnehmen, denn die Bibel widerspricht sich selbst, sowohl innerhalb des Matthäus-, des Markus- und auch des Lukasevangeliums: es kann nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen der 14. Nisan gewesen sein. Was sagst du dazu? Was davon soll man glauben, und wieso dieses und nicht jenes?

Andreas
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Andreas » Di 15. Mai 2018, 12:39

Weglaufen gilt nicht. :lol:

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Ziska
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Ziska » Di 15. Mai 2018, 13:18

Andreas hat geschrieben:
Ziska hat geschrieben:Jesus starb am Nachmittag des 14. Nisan. Dann wurde er in die Gruft gelegt.
Das ist weder eindeutig, noch unmissverständlich der Bibel zu entnehmen, denn die Bibel widerspricht sich selbst, sowohl innerhalb des Matthäus-, des Markus- und auch des Lukasevangeliums: es kann nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen der 14. Nisan gewesen sein. Was sagst du dazu? Was davon soll man glauben, und wieso dieses und nicht jenes?


Hallo!
Wenn du bedenkst, dass der 14. Nisan am Sonnenuntergang begann, wirst du feststellen,
dass Jesus mit seinen Jünger am 14. Nisan das Passahmahl aß.
In der Nacht des 14. Nisan wurde er verhaftet. Am darauf folgenden Tag ist immer noch der 14 Nisan!
Und da wurde Jesus hingerichtet.

Denn der 15. Nisan begann erst nach Sonnenuntergang...
Liebe Grüße von Ziska :wave:

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nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt“

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Andreas
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Re: Widersprüche in den Auferstehungsberichten

Beitrag von Andreas » Di 15. Mai 2018, 13:20

Und am nächsten Tag ist wieder der 14. Nisan? Lies noch mal genauer, was ich geschrieben habe.

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