Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

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Münek
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von Münek » Fr 25. Nov 2016, 03:07

Spontanes INTERMEZZO: Ein arbeitslos gewordener EXORZIST bei der ARGE. (E = Exorzist, SB = Sachbearbeiter)

SB: Was war ihr zuletzt ausgeübter Beruf?
E: Exorzist.
SB: Ex-was?
E: Exorzist. Ich trieb Teufel und Dämonen aus besessenen Menschen aus.
SB:A... Aso... Sie trieben also... aus. Hmh. Also Austreiber. Wer war ihr letzter Arbeitgeber?
E: Das Erzbistum Köln am Rhein.
SB: Das ist doch die katholische Kirche. Und die hat sie entlassen?
E: Ja - es gibt kaum noch Besessene. Den letzten haben sie vor drei Monaten aus Rumänien eingeflogen.
SB: Tja - schlimm, schlimm. Was mach ich jetzt mit ihnen? Also Dämonenaustreiber. Tjaaa...
E: Nein - nicht nur Dämonen, sondern vor allem Teufel.
SB: Sie meinen den mit Hörnern und Pferdefuß und Schwanz?
E: Richtig. Den gefallenen Engel mit Hörnern und Schwanz und Hufen.
SB: Tja - da habe ich glaube ich genau das Richtige für sie. Ich gebe ihn mal eine Adresse und sie melden sich am Montag um halb sieben beim Schäfer Franz. Und ziehen sie sich was Vernünftiges an. Mit ihrem Karnevalskostüm verwirren sie nur die Böcke.

(Das ist mir gerade so eingefallen) :angel:

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Janina
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von Janina » Fr 25. Nov 2016, 07:24

closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Ärzte machen auch Fehler. Aber es ist das beste was wir haben.
Für die Diagnose von Epilepsie allemal. - Aber die Frage war, ob es Besessenheit gibt.
Wenn es ein Phänomen gibt, das ein Beobachter als Besessenheit bezeichnet, dann wird da wohl irgendwas sein. Was, kann ein Arzt klären.
Münek hat geschrieben:Woher Janina weiß, dass sich unser geschätzter Erwin einem solchen Eingriff unterziehen musste, entzieht sich meiner Kenntnis.
Lies doch mal seine Ergüsse. :roll:

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closs
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von closs » Fr 25. Nov 2016, 08:24

Janina hat geschrieben:Wenn es ein Phänomen gibt, das ein Beobachter als Besessenheit bezeichnet, dann wird da wohl irgendwas sein. Was, kann ein Arzt klären.
Das glaube ich nicht - das ist in diesem Fall auch nicht seine Aufgabe. Er kann es bestenfalls medizinisch klären, aber doch nicht, ob es Besessenheit im theologischen Sinne ist oder nicht.

Ein Arzt wird sagen: "Ob es Besessenheit ist oder nicht, interessiert mich fachlich nicht. Meine Aufgabe ist es, medizinisch zu gucken, was machbar ist". - Stimmst Du zu?

Azathoth
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von Azathoth » Fr 25. Nov 2016, 09:27

closs hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Wenn es ein Phänomen gibt, das ein Beobachter als Besessenheit bezeichnet, dann wird da wohl irgendwas sein. Was, kann ein Arzt klären.
Das glaube ich nicht
Kannst du mir erklären was es genau zur Sache tut, ob du eine korrekte Aussage nun glaubst oder nicht glaubst?
closs hat geschrieben:Er kann es bestenfalls medizinisch klären, aber doch nicht, ob es Besessenheit im theologischen Sinne ist oder nicht.
Dazu benötigt es ja dann Menschen wie dich, die meinen in dies oder das einfach mal 'Besessenheit' erkennen* zu können.

*erkennen im Sinne der Selbstsuggestion.

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closs
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von closs » Fr 25. Nov 2016, 10:01

Azathoth hat geschrieben:Dazu benötigt es ja dann Menschen wie dich, die meinen in dies oder das einfach mal 'Besessenheit' erkennen* zu können.
Irrelevant. - Meine Frage war nicht, wie oder ob man Bessenheit erkennt, sondern ob es so etwas wie Besessenheit im SInne der katholischen Auffassung geben kann. - Also eine Was-Frage und keine Wie-Frage - also ontologisch gemeint und nicht anthropozentrisch.

Mimi
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von Mimi » Fr 25. Nov 2016, 10:05

Closs:
Das glaube ich nicht - das ist in diesem Fall auch nicht seine Aufgabe. Er kann es bestenfalls medizinisch klären, aber doch nicht, ob es Besessenheit im theologischen Sinne ist oder nicht.
So ist es.
Was er dann möglicherweise ganz persönlich annimmt, ist eine völlig andere Sache, hängt von seiner eigenen inneren Einstellung ab. In einem Arztbericht wird man so was mitnichten finden - (tausende getippt und viele von Fachkollegen meiner Chefin gelesen).
LG
https://www.jenseits-des-jordan.com/

....Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? (Galater 3,3)

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Janina
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von Janina » Fr 25. Nov 2016, 10:06

closs hat geschrieben:Meine Frage war nicht, wie oder ob man Bessenheit erkennt, sondern ob es so etwas wie Besessenheit im SInne der katholischen Auffassung geben kann.
Die katholische Auffassung ist irrelevant. Wenn ein Mensch leidet, ist ein Arzt dafür zuständig, zu helfen wo er kann.

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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von Pluto » Fr 25. Nov 2016, 10:12

closs hat geschrieben:Meine Frage war nicht, wie oder ob man Bessenheit erkennt, sondern ob es so etwas wie Besessenheit im SInne der katholischen Auffassung geben kann. - Also eine Was-Frage und keine Wie-Frage - also ontologisch gemeint und nicht anthropozentrisch.
Ontologisch, aus Sicht der Ärzteschaft, gibt es keine Besessenheit.
Wer hat nun recht?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Azathoth
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von Azathoth » Fr 25. Nov 2016, 10:18

closs hat geschrieben:
Azathoth hat geschrieben:Dazu benötigt es ja dann Menschen wie dich, die meinen in dies oder das einfach mal 'Besessenheit' erkennen* zu können.
Irrelevant.
Das ist eine gute Einordnung deiner Antwort.
closs hat geschrieben:Meine Frage war nicht, wie oder ob man Bessenheit erkennt, sondern ob es so etwas wie Besessenheit im SInne der katholischen Auffassung geben kann.
Und die Antwort wurde dir gegeben.
Sie gefällt dir nur nicht. Aber bedeutend ist auch das nicht. Wenn du einen Dämonen findest können wir gerne noch einmal darüber reden.

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closs
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Re: Ist Besessenheit mehr als ein Aberglaube?

Beitrag von closs » Fr 25. Nov 2016, 13:07

Mimi hat geschrieben: In einem Arztbericht wird man so was mitnichten finden
Genau das meine ich aber auch. :)
Janina hat geschrieben:Die katholische Auffassung ist irrelevant.
Medizinisch gesehen ist das richtig. - Merkst Du eigentlich, dass ich Dir ständig zustimme, Du aber die eigentliche Frage souverän NICHT beantwortest? :lol:
Pluto hat geschrieben:Ontologisch, aus Sicht der Ärzteschaft, gibt es keine Besessenheit.
So ist es.
Azathoth hat geschrieben:Und die Antwort wurde dir gegeben.
Kann ich nicht erkennen - es wurde bisher daneben geantwortet. - Halten wir trotzdem nach jetztigem Diskussionsstand fest: Unter naturalistischen/materialistischen Gesichtspunkten gibt es "Besessenheit" im Sinne der RKK NICHT. - OK?

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