War Einstein gläubig?

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Pluto
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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von Pluto » Fr 24. Feb 2017, 09:06

Magdalena61 hat geschrieben::) Ich versuche mal, das Thema wieder zu finden.
„Nun, sagen Sie…Erzählen Sie Ihren Studenten, dass der Mensch vom Affen abstammt?“

„Wenn Sie von der Evolutionsgeschichte sprechen, junger Mann, dann ja!“

„Haben Sie jemals Evolution mit ihren eigenen Augen gesehen?“

Der Professor schüttelt seinen Kopf, noch immer lächelnd, da er weiß, worauf der Student hinaus möchte. „Ein wirklich gutes Semester wird das.“

„Da bisher niemand den Prozess der Evolution selbst beobachten konnte, lehren Sie ihren Studenten nicht einfach nur ihre Meinung? Sind Sie jetzt nicht eher ein Priester als ein Wissenschaftler?“
...
Der Student war Albert Einstein.
Quelle
Danke, liebe Magdalena, dass du uns zum Thema zurückführst! :thumbup:

Die Story ist natürlich ein Fake — von Kreationisten frei erfunden. Darin ist der kreationistische Stockfehler zu erkennen, Menschen würden vom Affen abstammen. Das ist falsch, denn der Mensch ist immer noch ein Affe. Genauer gesagt er gehört zur Gattung Homo in der Familie der Menschenaffen.
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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von R.F. » Sa 25. Feb 2017, 13:24

Anton B. hat geschrieben: - - -
Danach können dann die Raumschiffe kommen ...
- - -
Wohin glaubst Du , Bruder Anton, werden Bill Gates und andere mit ähnlichen Mengen weltlicher Güter Gesegnete zu entfleuchen gedenken, wenn die Selbstvernichtung des Globus droht?

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Pluto
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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von Pluto » Sa 25. Feb 2017, 13:32

R.F. hat geschrieben:Wohin glaubst Du , Bruder Anton, werden Bill Gates und andere mit ähnlichen Mengen weltlicher Güter Gesegnete zu entfleuchen gedenken, wenn die Selbstvernichtung des Globus droht?
Vielleicht auf einen der Planeten von Trappist-1...?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von R.F. » Sa 25. Feb 2017, 14:20

Pluto hat geschrieben:
R.F. hat geschrieben:Wohin glaubst Du , Bruder Anton, werden Bill Gates und andere mit ähnlichen Mengen weltlicher Güter Gesegnete zu entfleuchen gedenken, wenn die Selbstvernichtung des Globus droht?
Vielleicht auf einen der Planeten von Trappist-1...?
Wie immer sind Deine Vorschläge äußerst praktikabel, lieber Pluto. Eine überschlägige Berechnung beweist das:

Nehmen wir an, dass bis zum Eintritt der erwarteten Situation Raumfahrzeuge eine Geschwindigkeit von 100.000 km/h erreichen. Für die 370 Billionen Kilometer braucht das Raumfahrzeug also gerade mal um die 420.000 Jahre. Bill Gates und die glücklichen Mitreisenden werden bereits nach diesen wenigen Jahren bei einem der sieben Planeten den Anker werfen können.

Für Deine trostreichen Worte wird er sich Bill Gates nicht lumpen lassen. Nun brauchst Du ihm nur noch Deine Bankverbindung mitteilen. :mrgreen:

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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von Pluto » Sa 25. Feb 2017, 17:08

R.F. hat geschrieben:Nehmen wir an, dass bis zum Eintritt der erwarteten Situation Raumfahrzeuge eine Geschwindigkeit von 100.000 km/h erreichen. Für die 370 Billionen Kilometer braucht das Raumfahrzeug also gerade mal um die 420.000 Jahre. Bill Gates und die glücklichen Mitreisenden werden bereits nach diesen wenigen Jahren bei einem der sieben Planeten den Anker werfen können.
Du überschätzt bei Weitem die Reisezeit, vermutlich weil du nie Startrek guckst.
Oder glaubst du nicht an deine Idee der Überlichtgeschwindigkeit?

Mit Warp-Geschwindigkeiten ist die Strecke in wenigen Tagen zu überwinden.
(Nichts ist unmöglich - Toyota)
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von R.F. » So 26. Feb 2017, 11:28

Pluto hat geschrieben:
R.F. hat geschrieben:Nehmen wir an, dass bis zum Eintritt der erwarteten Situation Raumfahrzeuge eine Geschwindigkeit von 100.000 km/h erreichen. Für die 370 Billionen Kilometer braucht das Raumfahrzeug also gerade mal um die 420.000 Jahre. Bill Gates und die glücklichen Mitreisenden werden bereits nach diesen wenigen Jahren bei einem der sieben Planeten den Anker werfen können.
Du überschätzt bei Weitem die Reisezeit, vermutlich weil du nie Startrek guckst.
Oder glaubst du nicht an deine Idee der Überlichtgeschwindigkeit?
Um ein Fahrzeug auf die so genannte Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, ist ein knappes Jahr nötig, wenn die Beschleunigung für Menschen erträglich sein soll - als z.B. g = 9,81 m/s ^2. Selbst mit dieser völlig unrealistischen Geschwindigkeit vergingen noch um die 40 Jahre, bis das Fahrzeug die ersehnten Planeten erreichen würde. Der Bill Gates wäre dann wohl nicht mehr dabei...
Pluto hat geschrieben: Mit Warp-Geschwindigkeiten ist die Strecke in wenigen Tagen zu überwinden.
(Nichts ist unmöglich - Toyota)
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Pluto, Du bist ein richtiger Spassekenmaker...

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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von R.F. » So 26. Feb 2017, 11:54

Magdalena hat mit ihrer Aufforderung zum Thema zurückzukehren recht.

Immer wieder werden Zitate Einsteins in die Foren gebracht, die seinen Glauben an die Existenz Gottes beweisen sollen. Natürlich kommt das den Gläubigen - meist schlichte Gemüter - entgegen, da Einstein nach wie vor als Genie gilt.

Physiker wissen sehr wohl, dass Einstein nicht immer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ausging. Vermutlich hatte er zumindest zeitweilig nicht begriffen, dass seine Gleichungen damit sinnlos sind.

Dass Einsteins Welt in sich widersprüchlich war, ist aus Velikovskys Vorwort zu seinem Buch “Erde im Aufruhr” zu schließen. Zwischen der Weltsicht der Beiden lag ein sehr tiefer Graben, dessen Tiefe sich Velikovsky zufolge nach einigen Monaten der Zusammenarbeit verflachte. Wie vielleicht bekannt, ging Velikovsky von einer wesentliche jüngeren Erde als die Vertreter der Evolutionslehre aus...

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Halman
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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von Halman » So 26. Feb 2017, 12:07

R.F. hat geschrieben:Magdalena hat mit ihrer Aufforderung zum Thema zurückzukehren recht.

Immer wieder werden Zitate Einsteins in die Foren gebracht, die seinen Glauben an die Existenz Gottes beweisen sollen. Natürlich kommt das den Gläubigen - meist schlichte Gemüter - entgegen, da Einstein nach wie vor als Genie gilt.
Einstein selbst widersprach diesem Gerücht. Und dieses belege ich mit dieser Quelle.

Ich habe das Buch "Albert Einstein - Mein Weltbild" zuhause, aus dem ich hier schon zitiert hatte.
R.F. hat geschrieben:Physiker wissen sehr wohl, dass Einstein nicht immer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ausging. Vermutlich hatte er zumindest zeitweilig nicht begriffen, dass seine Gleichungen damit sinnlos sind.
Hast Du dafür eine seriöse Quelle?
R.F. hat geschrieben:Dass Einsteins Welt in sich widersprüchlich war, ist aus Velikovskys Vorwort zu seinem Buch “Erde im Aufruhr” zu schließen. Zwischen der Weltsicht der Beiden lag ein sehr tiefer Graben, dessen Tiefe sich Velikovsky zufolge nach einigen Monaten der Zusammenarbeit verflachte. Wie vielleicht bekannt, ging Velikovsky von einer wesentliche jüngeren Erde als die Vertreter der Evolutionslehre aus...
Du setzt also Einsteins fundierte Wissenschhaft Velikovskys Katastrophismus entgegen? Man-oh-man. :lol:
Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit:-) - Silvia Arroyo Camejo

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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von R.F. » So 26. Feb 2017, 13:55

Halman hat geschrieben:
R.F. hat geschrieben:Magdalena hat mit ihrer Aufforderung zum Thema zurückzukehren recht.

Immer wieder werden Zitate Einsteins in die Foren gebracht, die seinen Glauben an die Existenz Gottes beweisen sollen. Natürlich kommt das den Gläubigen - meist schlichte Gemüter - entgegen, da Einstein nach wie vor als Genie gilt.
Einstein selbst widersprach diesem Gerücht. Und dieses belege ich mit dieser Quelle.
- - -
Dazu der Forenbeitrag der/ des Forisistin/ Foristen “cassandros” in Spiegel Online vom 10.02.2013
- - -
"Es ist selbstverständlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen lesen, eine Lüge, welche systematisch wiederholt wurde. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und habe dies niemals bestritten, sondern es klar ausgedrückt. Wenn es etwas in mir gibt, was man als religiös bezeichnen kann, dann ist es meine ungeheure Bewunderung für die Struktur dieser Welt, soweit sie die Wissenschaft erforscht hat.“

Albert Einstein (1879-1955)
Halman hat geschrieben:
R.F. hat geschrieben:Physiker wissen sehr wohl, dass Einstein nicht immer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ausging. Vermutlich hatte er zumindest zeitweilig nicht begriffen, dass seine Gleichungen damit sinnlos sind.
Hast Du dafür eine seriöse Quelle?
Dass Einstein, der sich 1911 ebenfalls an einer variablen Lichtgeschwindigkeit versuchte, wohl keine Ahnung von den grundlegenden Prinzipien seiner eigenen Theorie gehabt haben kann...*)
*) Alexander Unzicker: Vom Urknall zum Durchknall. Berlin 2010, S. 167.

Selbstverständlich gibt es dazu weitere Autoren. Zum Beispiel Wallace Kantor, der in seinem Buch “Relativistic Propagation of Light” vierzig Beispiele von unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeiten nachweist (ich besitze das Buch, habe aber die Fälle selbst nicht gezählt).
Halman hat geschrieben:
R.F. hat geschrieben:Dass Einsteins Welt in sich widersprüchlich war, ist aus Velikovskys Vorwort zu seinem Buch “Erde im Aufruhr” zu schließen. Zwischen der Weltsicht der Beiden lag ein sehr tiefer Graben, dessen Tiefe sich Velikovsky zufolge nach einigen Monaten der Zusammenarbeit verflachte. Wie vielleicht bekannt, ging Velikovsky von einer wesentliche jüngeren Erde als die Vertreter der Evolutionslehre aus...
Du setzt also Einsteins fundierte Wissenschhaft Velikovskys Katastrophismus entgegen? Man-oh-man. :lol:
Ich habe selbstverständlich bewusst die Vertreter der Extrem-Positionen einander gegenüber gestellt. Ich glaube nicht, dass Velikovsky log, als er von einer gewissen Annäherung der Positionen schrieb. Jedenfalls hatte Velikovsky mit seinen ersten Büchern kräftig am naturalistischen Weltbild gerüttelt. Zumindest Anregungen für den Gebrauch der eigenen Sinne könnten sich die schlaffen Gläubigen (gemeint sind Jesus-Fans wie Naturalisten) von Velikovskys Werken beziehen...

Stromberg
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Re: War Einstein gläubig?

Beitrag von Stromberg » So 26. Feb 2017, 19:01

Agent Scullie hat geschrieben:
R.F. hat geschrieben:
Agent Scullie hat geschrieben:
R.F. hat geschrieben:http://www.physik.uni-bielefeld.de/~yor ... edeker.pdf

T = 4,455 x 10^-10 x T; s = T x c

z.B. T = 1 s:

4,455 / 10.000.000.000 = 0,000.000.000.4455 s

Diese Zeit multiplizieren die Relativisten mit 300.000 km/s. Doch bewegt sich während dieser Zeitspanne ein Punkt auf der Erde lediglich mit v = 3875 m/s.
Mit v = 3875 m/s bewegt sich eher der Satellit. Allerdings wird im der Rechnung zugrundeliegenden Szenario die Position über die Laufzeit eines Signals vom Satelliten zum Empfänger bestimmt, und das Signal breitet sich mit 300.000 km/s aus.
Gem. Einstein gehen die Uhren der Satelliten um 0,000.000.000.4455 s pro Sekunde schneller als auf der Erde. Die Frage ist, um welche “Strecke” sich eine Position während dieses Zeitintervalls verändert...
Die Position des betreffenden Signals - und um die geht es bei dieser Rechnung - ändert sich um △T * c, da sich das Signal mit der Geschwindigkeit c ausbreitet.
R.F. hat geschrieben:Wegen dem durch den behaupteten relativistischen Einfluss veränderten Gang der Uhren weicht das Satellitensystem um den Betrag von 3875 m/s x 0,000.000.000.4455 s = 0,0000017263125 m/s pro Sekunde von der tatsächlichen Position ab. Pro Tag sind das 0,0000017263125 m/s x 86400 s (= 24 x 3600) 15 cm.
Die Positionsabweichung des Satellitensystems ist aber hier nicht von Belang, wesentlich ist die Positionsabweichung des Signals. Und das breitet sich mit 300000 km/s aus, nicht mit 3875 m/s.
R.F. hat geschrieben:Auf der Erde - und darum geht es, da hast Du recht - ist die errechnete Positionsabweichung noch geringer.
Nein, sie ist größer. Weil das Signal, über dessen Laufzeit die Positionsberechnung durchgeführt wird, schneller als 3875 m/s ist, sich nämlich mit 300000 km/s ausbreitet.
R.F. hat geschrieben:Die Umfangsgeschwindigkeit der Erde beträgt 465 m/s. Danach beläuft sich der Fehler aufgrund des behaupteten relativistischen Einflusses auf weniger als 2 cm/ Tag.
Wenn die Positionsberechnung so erfolgen würde, dass der Fehler in der berechneten Position sich so errechnen würde. So erfolgt sie aber nicht. Sie erfolgt so, dass die Position über die Laufzeit des Signals errechnet wird.
R.F. hat geschrieben:Es soll damit lediglich gezeigt werden, dass mit dem GPS der von den Relativisten behauptete Einfluss auf die Zeit nicht belegt werden kann
Diese Anforderung erfüllt es allerdings nicht.
R.F. hat geschrieben:die errechneten Fehler sind viel zu gering.
Korrektur: sie wären es, wenn deine Rechnung korrekt wäre. Ist sie aber nicht.
R.F. hat geschrieben:Von der Dilatationsformel abgesehen, hat die Lichtgeschwindigkeit (welche soll’s denn sein?) in der Berechnung nichts verloren...
Doch, denn mit dieser Geschwindigkeit breitet sich das Signal aus, über dessen Laufzeit die Positionsberechnung erfolgt.
Nun frage ich mich aber doch: Warum ist dieser R.F. erneut nicht auf die Ausführungen von Agend Scullie eingegangen?
Sowas aber auch. :shock:

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