Beten Wissenschaftler?

Säkularismus
Geistliches und Weltliches verbinden
Pflanzenfreak
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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Pflanzenfreak » Do 13. Apr 2017, 10:13

Pluto hat geschrieben:Wieso genügt dir das? Weil es Novalis behauptet?
Weil ich es so erlebe und weil er es so bestätigt. Wieso sollte ich meine Erfahrungen unter Wert achten und denen eines anderen mir fremden Menschen mehr Glauben schenken?

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Pluto
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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Pluto » Do 13. Apr 2017, 10:17

Pflanzenfreak hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Wieso genügt dir das? Weil es Novalis behauptet?
Weil ich es so erlebe und weil er es so bestätigt. Wieso sollte ich meine Erfahrungen unter Wert achten und denen eines anderen mir fremden Menschen mehr Glauben schenken?
Ich glaube dir! :thumbup:
Wie ich im Forum oft gesagt habe, werde ich niemals Jemandem die Unwahrheit unterstellen, wenn er/sie von Erfahrungen und Erlebnissen spricht.
Eine ganz andere Frage ist, ob DU deine Erfahrungen von einer Illusion unterscheiden kannst.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Novas » Do 13. Apr 2017, 10:22

Pflanzenfreak hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Wieso genügt dir das? Weil es Novalis behauptet?
Weil ich es so erlebe und weil er es so bestätigt. Wieso sollte ich meine Erfahrungen unter Wert achten und denen eines anderen mir fremden Menschen mehr Glauben schenken?
Letztlich sind wir alle Diener des Schöpfers, des Unendlichen Einen, auch all jene, die es nicht zugeben wollen :D
O Liebe, reine tiefe Liebe,
sei hier, sei jetzt, sei alles;
Welten lösen sich auf
in deine reine, makellose Strahlung.
Zarte, lebendige Blätter
brennen heller in deinem Licht
als alle kalten Sterne:
Lass mich dein Diener sein,
dein Atem und dein Herz.

Dschelaluddin Rumi / Mevlana (1207-1273)

Das zu verstehen bringt große Ruhe ... das größte Glück auf Erden ...


Zuletzt geändert von Novas am Do 13. Apr 2017, 10:30, insgesamt 1-mal geändert.

Pflanzenfreak
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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Pflanzenfreak » Do 13. Apr 2017, 10:30

Pluto hat geschrieben:Eine ganz andere Frage ist, ob DU deine Erfahrungen von einer Illusion unterscheiden kannst.
... so gut wie Du oder jeder andere Mensch auch. Ich stelle die Dinge sehr wohl in Frage. Immerhin geht es häufig auch um nachhaltige Entscheidungen, diese nicht ernst genug genommen zu haben, könnte ich mir nicht so leicht verzeihen.

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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Novas » Do 13. Apr 2017, 10:44

Was wären wir ohne den lebendigmachenden Geist, der uns aus dem Staub erschuf und alle Werke der Kunst und Wissenschaft inspiriert? ;)


Es ist die Liebe, es ist die Liebe, es ist die Liebe
die uns leben läßt

~ Schiller
und was wären alle Werke der Wissenschaft ohne die Liebe. Der Heilige Paulus hat darauf die passende Antwort gegeben:
Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte
und alle Geheimnisse wüsste
und alle Erkenntnis hätte;

wenn ich alle Glaubenskraft besäße
und Berge damit versetzen könnte
hätte aber die Liebe nicht
wäre ich


NICHTS .....
Hohelied der Liebe

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Detlef
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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Detlef » Do 13. Apr 2017, 13:16

Novalis hat geschrieben:Manche Wissenschaftler haben im Traumzustand (!) Lösungen für knifflige Probleme gefunden. Dann sind sie erwacht und haben es aufgeschrieben Das sollte als Beweis genügen, dass eigene Erfahrungen, die Kraft der Imagination und Intuition, ein unerlässlicher Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit sind.
Sie haben wohl einfach Mal über die Dinge, über die am Vortag nachdachten, "eine Nacht geschlafen", wie man so schön sagt. ;)
Novalis hat geschrieben: Wie gelangt der Mensch zu neuen, höheren Einsichten? Durch Inspiration. Da steckt schon das entscheidende Wort drin: Inspiration = in Spirit (verbunden mit dem Geist). Wodurch zeichneten sich Einstein, Newton und alle anderen großen Wissenschaftler aus? Sie waren offen und empfänglich für Inspiration. Das scheint der Unterschied zwischen einem Genie und einem nur mittelmäßigen Wissenschaftler zu sein. Sie haben den großen Geist angezapft :)Der Unterschied zwischen einem Genie wie Einstein und einem mittelmäßigen Wissenschaftler ist: er hat Inspiration empfangen und die anderen nicht. Von wem oder was kommt diese Inspiration, was ist seine Quelle?
Auch ein Genie muss sich viel Vorwissen aneigenen, welches wiederum auf die Leistungen anderer Wissenschaftler oder Genies beruht. Also ist zunächt Fleißarbeit notwendig. Und sie haben das Glück, ein besonders leistungsfähiges Organ (Gehirn) zu haben, welches sie in die Lage versetzt, dieses Wissen umzusetzen, neue Zusammenhänge zu erkennen und Gedanken weiter zu entwickeln. Durch die Hirnforschung weiß man inzwischen gut, wie dieses Organ funktioniert. So wie du das aber darstellst, nimmst du wohl an, hier schwirrt der große Unsichtbare durch die Gegend und plätschert den Genies feinstoffliches Superzeug in's Köpfchen. :roll:
Novalis hat geschrieben:Alle Menschen sehnen sich nach Liebe, Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Güte, Schönheit, Verständnis. In einem Wort zusammengefasst: sie sehnen sich nach dem Schöpfer, der all das in grenzenloser Vollkommenheit ist.
Letzteres ist nicht die Voraussetzung für die vorangestellten Dinge. Und es sehnen sich definitiv auch nicht a l l e Menschen nach ihrem Schöpfer, weil sie davon ausgehen, dass es keinerlei gut begündete Belege für dessen Existenz gibt. Zudem wie soll das konkret aussehen, was stellst du dir darunter vor?
Novalis hat geschrieben:Letztlich sind wir alle Diener des Schöpfers, des Unendlichen Einen, auch all jene, die es nicht zugeben wollen.
Das kannst du gerne g l a u b e n, belegen und damit w i s s e n kannst du es nicht.
Novalis hat geschrieben:Was wären wir ohne den lebendigmachenden Geist, der uns aus dem Staub erschuf und alle Werke der Kunst und Wissenschaft inspiriert?
Genau das, was wir jetzt auch sind! Denn wir wurden nicht erschaffen, sondern wir entstanden nach einer evolutionären biologischen Entwicklung.
Die Wahrheit lässt sich pachten, mit dem Glauben an des Gottes Sohn, doch die Thesen sind vergänglich, allen Gläubigen zum Hohn! (Gert Reichelt)

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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Ruth » Do 13. Apr 2017, 13:22

Detlef hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben:Was wären wir ohne den lebendigmachenden Geist, der uns aus dem Staub erschuf und alle Werke der Kunst und Wissenschaft inspiriert?
Genau das, was wir jetzt auch sind! Denn wir wurden nicht erschaffen, sondern wir entstanden nach einer evolutionären biologischen Entwicklung.
Wobei das Eine das Andere nicht unbedingt ausschließt.

Der Schöpfer gibt zur Materie seinen Geist, und daraus entsteht das Leben. Dabei ist es ganz egal, in welchem Zeitraum das geschah.

Das kann man glauben - muss es aber nicht.
Aber ausschließen kann man es auch nicht.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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Tyrion
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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Tyrion » Do 13. Apr 2017, 19:22

Novalis hat geschrieben:Wenn man wirklich gründlich darüber nachdenkt, so ist alles Seiende nichts anderes, als eine Manifestation des Schöpfers. Das heißt, was auch immer Du begehrst, in Wahrheit ist das nur ein Aspekt des Einen. Gott ist „Alles in Einem“.
Das ist letzten Endes nur eine Beschreibung dessen, was du glaubst. Ich glaube das nicht. Punkt. Insofern bringt mir die ständige Wiederholung von Glaubensinhalten nichts. Interessant wäre für mich, warum man das glauben sollte, welche Anhaltspunkte es dafür gibt. Fromme Sprüche allein ermüden.
Eine Gotteserfahrung ist eine Einheitserfahrung, ein Erlebnis der Harmonie des Menschen mit sich selbst und dem Universum.
Kann man chemisch auslösen. Mir der richtigen Droge löst man also "Gotteserfahrungen" aus. Das spricht eher dagegen, dass diese Einheitserfahrungen Gotteserfahrungen sind.
Alle Menschen sehnen sich nach Liebe, Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Güte, Schönheit, Verständnis.
Kein Widerspruch. Deshalb habe ich Problem mit der Bibel. Da fehlt es an wahrer Freiheit, auch an Gerechtigkeit und Güte gibt's nur für Auserwählte.
In einem Wort zusammengefasst: sie sehnen sich nach dem Schöpfer, der all das in grenzenloser Vollkommenheit ist.
Wenn du das glaubst, warum bist du dann Christ? Ist das nicht ein Widerspruch?

Ich gönne dir deinen Glauben. Aber ich für meinen Teil sehne mich nicht nach "dem Schöpfer". Hör doch bitte endlich auf, für alle Menschen zu sprechen. Dein Glaube ist deine Sache. Andere Menschen dürfen anders denken und glauben. Zum Glück. Also leg bitte nicht für diese Menschen fest, wonach sie sich sehnen.

Novas
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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Novas » Fr 14. Apr 2017, 11:25

Detlef hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben:Letztlich sind wir alle Diener des Schöpfers, des Unendlichen Einen, auch all jene, die es nicht zugeben wollen.
Das kannst du gerne g l a u b e n, belegen und damit w i s s e n kannst du es nicht
Das kann ich sehr leicht belegen. Gott umfasst das gesamte Feld der Existenz und unser Leben ist vollkommen abhängig davon (Apg 17,28, „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir“). Tagtäglich wird uns vom Feld der Existenz alles gegeben, was wir zum Leben benötigen und ohne diese Gaben würde es uns nicht geben. Folglich sind wir alle Diener des Schöpfers, freiwillig oder unfreiwillig, mit einem dankbaren oder einem undankbaren, in wohlwollender und freundlicher Liebe hingegebenen oder rebellischen Herzens ;) Goethe hat es mal ganz passend gesagt: Wenn Islam Gott ergeben heißt, in Islam leben und sterben wir alle (aus dem West-Östlichen Diwan). Denn recht besehen bleibt uns gar nichts anderes übrig, als uns Gott zu ergeben, jener höheren Macht, die das ganze Universum erschaffen hat und kontinuierlich erhält, aber die einen tun es freiwillig und leben in Einklang mit den göttlichen Gesetzen, der ewigen Ordnung, dem sanātana dharma, wie es die verschiedenen Religionen beschreiben (dann finden sie Frieden und innere Freiheit) sie kooperieren damit oder sie rebellieren dagegen (was zu Leid führen wird). Doch nicht nur die Religion, auch die Naturwissenschaften beschreiben den sanātana dharma, denn sie erklären uns die Naturgesetze, welche das gesamte Universum zusammen halten. Jeder von uns muss sich den Naturgesetzen ergeben und somit dem Schöpfer, der universalen schöpferischen Kraft, die sie ins Dasein gerufen hat.
Zuletzt geändert von Novas am Fr 14. Apr 2017, 12:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Beten Wissenschaftler?

Beitrag von Pluto » Fr 14. Apr 2017, 12:06

Novalis hat geschrieben:
Detlef hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben:Letztlich sind wir alle Diener des Schöpfers, des Unendlichen Einen, auch all jene, die es nicht zugeben wollen.
Das kannst du gerne g l a u b e n, belegen und damit w i s s e n kannst du es nicht
Das kann ich sehr leicht belegen. Gott umfasst das gesamte Feld der Existenz und unser Leben ist vollkommen abhängig davon (Apg 17,28, „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir“).
Sorry, aber das ist kein Beleg. Es ist nicht einmal ein Argument, sondern eine Plattitüde.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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