Völkertafel - Literatur

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Anton B.
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Re: Völkertafel - Literatur

Beitrag von Anton B. » Sa 5. Jan 2019, 17:10

PeB hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 12:03
Ohne Amerikaner - kein Coca Cola. Ohne amerikanische Präsenz - keine Amerikanisierung.
Gerade mit dem Aufkommen genetischer Analysen wird die Frage "bloße Migration einer Sach- und/oder Ideenkultur" vs. Migration von Menschen inkl. ihrer Kultur real beantwortbar. Und da wurden Antworten gefunden, die von den Extremen eines dazwischen aufgespannten Kontinuums bis in das Kontinuum hinein reichen. Es gibt verschiedene Modi der "Ausbreitung" und die Frage nach dem Zutreffen ist für den Einzelfall spezifisch zu stellen und zu beantworten.
PeB hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 12:03
Er nicht. Er war Archäologe, kein Genetiker. Ich beziehe mich auf die ANgabe in Wikiperdia. Wie aussagekräftig sie ist, will und kann ich hier nicht beurteilen.
Ok. Hatte ich falsch verstanden. Nur zum Festellen (und nicht Herabwerten!): Es ist Deine Theorie bzw. Deine Begründung einer Theorie.
Das Problem: Es gibt auch eine Wirklichkeit, wie es historisch wirklich war.

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PeB
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Re: Völkertafel - Literatur

Beitrag von PeB » So 6. Jan 2019, 11:13

Anton B. hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 17:10
Ok. Hatte ich falsch verstanden. Nur zum Festellen (und nicht Herabwerten!): Es ist Deine Theorie bzw. Deine Begründung einer Theorie.
Nicht nur meine Theorie. Es ist die eine der beiden gängigen Theorien; 1. Einwanderung, 2. Akkulturation ohne physische Beeinflussung.
Heute geht man davon aus, daß die TBK, insbesondere des nördlichen Mitteleuropa, das Ergebnis einer jahrhundertealten Akkulturation der eingesessenen mesolithischen Bevölkerung an die neue neolithische Lebensweise darstellt (JENNBERT 1984; MIDGLEY 1991; HOIKA 1993).
...ist auch schon wieder eine Behauptung von gestern (1993); da mag sich manches geändert haben. Ich bin da heute auch nicht mehr up to date, kann aber mal nachforschen.

Für mich ist allerdings der Gedanke, dass eine Bevölkerung durch bloße Nachbarschaft akkulturiert werden kann, ein sehr akademischer und theoretischer Gedanke, den ich empirisch nirgendwo ernsthaft belegen könnte.
Demzufolge müssten die Germanen durch jahrhundertelange Nachbarschaft romanisiert worden sein. Ebenso die Gallier - noch vor Eroberung durch Caesar. Das ist aber nicht der Fall. Was richtig ist: Germanen wie Kelten haben sich während ihrer Nachbarschaft zu Rom "Rosinen" herausgepickt und in ihre eigene Kultur eingebaut. So finden sich beispielsweise in germanischen Oberschichtgräber römische Weinservice; das ist aber kein Akkulturationsprozess, da diese Bronzegefäße in den eigenen Bestattungskult eingebaut werden - während sie andererseits NIEMALS in römischen Gräbern vorkommen.
Akkulturation findet nach meiner Erfahrung ausschließlich in der Folge von persönlichem, physischem Kontakt statt und ist niemals eine "spukhafte Fernwirkung".
Ich habe - als Beispiel - mal über Hunnengräber in Westeuropa gearbeitet; interessant ist dabei, dass die überragende Mehrheit der Gräber zwar hunnischer Bestattungssitte entspricht, aber die Toten, soweit nachweisbar, ethnische Germanen waren - akkulturiert bis hin zur üblichen Schädeldeformation.
Und das ist auch ein schönes Beispiel für derartige Prozesse: die Hunnen kamen als Kriegerelite und waren bevölkerungsmäßig in der Minderheit (einige Zehntausend?). Ihnen haben sich massiv germanische Verbände angeschlossen, die "hunnisiert" wurden.
Nachdem die Hunnen als kriegerische Oberschicht wieder verschwunden waren, hörte auch die "Hunnisierung" auf und sie war noch nicht so weit gediehen, dass sie großartige Spuren in der weiteren Geschichte hinterlassen hätte.
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

Stromberg
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Re: Völkertafel - Literatur

Beitrag von Stromberg » Di 15. Jan 2019, 14:40

Munro hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 12:33
Eines jener Scheusale, die mit widerlicher Feigheit die Anonymität des Internets ausnutzen, um völlig unprovoziert ihre noch widerlichere Aggressivität auszuleben.
Du bist schon echt ne unglaubliche Lachnummer... :lol:
Abischai hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 20:58
Munro hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 12:33
Bei mir hat sich dieser strömende Berg auch einen Ruf erworben.
Den Ruf der ständigen Gehässigkeit und der Dauerbeleidigungen.
Ich halte das für etwas undifferenziert und auch nicht korrekt und fair.
SamuelB hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 21:10
Ja, der kann auch nett. :thumbup:
Danke für euren Einsatz... ^^

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SamuelB
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Re: Völkertafel - Literatur

Beitrag von SamuelB » Di 15. Jan 2019, 14:45

Stromberg hat geschrieben:
Di 15. Jan 2019, 14:40
Munro hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 12:33
Eines jener Scheusale, die mit widerlicher Feigheit die Anonymität des Internets ausnutzen, um völlig unprovoziert ihre noch widerlichere Aggressivität auszuleben.
Du bist schon echt ne unglaubliche Lachnummer... :lol:
Ihr beide seid böse :!: :shock: :cry:
Viele Grüße
von Sam

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