Bushcrafting/Survival

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Pluto
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Re: Bushcrafting/Survival

Beitrag von Pluto » So 14. Apr 2019, 18:35

EaYggdrasil hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 10:06
Gibt's hier im Forum Bushcrafter?
Keine Ahnung.
Was ist Bushcrafting?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Leila
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Re: Bushcrafting/Survival

Beitrag von Leila » So 14. Apr 2019, 23:56

Pluto hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 18:35
EaYggdrasil hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 10:06
Gibt's hier im Forum Bushcrafter?
Keine Ahnung.
Was ist Bushcrafting?

Pluto mal G :yawn: :yawn: geln.

Ich mach Bushcraft, im Sommer z.B. ernähren wir uns fast ausschließlich von "Draußen". Fängt an mit Schnittlauch, Giersch, Löwenzahn, Weißdorn, Brennnesseln über Tees gegen Husten, Huflattich, Blutreinigung Brennnessel, Löwenzahn, Spitzwegerich und so weiter. Ganze Salate, Smootihies, Gemüse und Gemüsefüllungen in Wraps etc. Ziel ist es, sich wie Tiere aus Wald und Wiese zu ernähren. Aus Brennnesselfrüchten und so vielem mehr, werden Brote bereitet. Kastanien gibt es bei uns en mass, also Maronen. Dann Hollunder, als Tee, als Saft, als Marmelade, ebenso die Brombeere, Himbeere und Heidelbeere. Es werden die Hände fleißig gerührt, damit der Vorrat für den Winter steht. Keiner von uns sitzt noch auf dem Sofa, heute z.B. war wohl der letzte Tag für das Märzveilchen. Daraus wird Tee und Marmelade bereitet.

Wir haben uns auf einem Grundstück im Wald ein, wie wir es nennen, Tipidorf errichtet. Dazu A frame Lager, Feuerstelle, Erdofen und Werkstatt. Zwei Kinder sind dabei, sie können mittlerweile gut Löffel und Häringe schnitzen. Das nimmt kein Ende. Der Wald bei uns ist quasi unbewohnt, es wird Feuerholz gesammelt, organisches Material zur Regenabdichtung unserer Tipis, Erde, um zu würzen. Die Vögel werden gefüttert, damit wir Musik haben. Unser Leben in ist eine Vorbereitung, wir wollen geübt sein und Skills haben, um nach Spanien in die Pyrenäen auszuwandern. Wir üben Knoten, flechten und werkeln fast die gesamte Freizeit. Einer flickt, der andere sammelt Reisig und so weiter. Und die Gemeinschaft ist ganz einfach gut, niemand muss sich entschuldigen, wenn er mal pupst :lol: Jeder hat seinen Aufgabenbereich und sieht, wenn der andere Hilfe braucht. Es ist immer etwas zu tun und am Abend, wird gekocht, was der Wald hergibt und das Feld, versteht sich. Dazu Mehl, Linsen und so.

LG

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Pluto
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Re: Bushcrafting/Survival

Beitrag von Pluto » Mo 15. Apr 2019, 12:48

Leila hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 23:56
Pluto hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 18:35
EaYggdrasil hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 10:06
Gibt's hier im Forum Bushcrafter?
Keine Ahnung.
Was ist Bushcrafting?

Pluto mal G :yawn: :yawn: geln.

Ich mach Bushcraft, im Sommer z.B. ernähren wir uns fast ausschließlich von "Draußen". Fängt an mit Schnittlauch, Giersch, Löwenzahn, Weißdorn, Brennnesseln über Tees gegen Husten, Huflattich, Blutreinigung Brennnessel, Löwenzahn, Spitzwegerich und so weiter. Ganze Salate, Smootihies, Gemüse und Gemüsefüllungen in Wraps etc. Ziel ist es, sich wie Tiere aus Wald und Wiese zu ernähren. Aus Brennnesselfrüchten und so vielem mehr, werden Brote bereitet. Kastanien gibt es bei uns en mass, also Maronen. Dann Hollunder, als Tee, als Saft, als Marmelade, ebenso die Brombeere, Himbeere und Heidelbeere. Es werden die Hände fleißig gerührt, damit der Vorrat für den Winter steht. Keiner von uns sitzt noch auf dem Sofa, heute z.B. war wohl der letzte Tag für das Märzveilchen. Daraus wird Tee und Marmelade bereitet.

Wir haben uns auf einem Grundstück im Wald ein, wie wir es nennen, Tipidorf errichtet. Dazu A frame Lager, Feuerstelle, Erdofen und Werkstatt. Zwei Kinder sind dabei, sie können mittlerweile gut Löffel und Häringe schnitzen. Das nimmt kein Ende. Der Wald bei uns ist quasi unbewohnt, es wird Feuerholz gesammelt, organisches Material zur Regenabdichtung unserer Tipis, Erde, um zu würzen. Die Vögel werden gefüttert, damit wir Musik haben. Unser Leben in ist eine Vorbereitung, wir wollen geübt sein und Skills haben, um nach Spanien in die Pyrenäen auszuwandern. Wir üben Knoten, flechten und werkeln fast die gesamte Freizeit. Einer flickt, der andere sammelt Reisig und so weiter. Und die Gemeinschaft ist ganz einfach gut, niemand muss sich entschuldigen, wenn er mal pupst :lol: Jeder hat seinen Aufgabenbereich und sieht, wenn der andere Hilfe braucht. Es ist immer etwas zu tun und am Abend, wird gekocht, was der Wald hergibt und das Feld, versteht sich. Dazu Mehl, Linsen und so.
Ach so... Also ist Bushcrafting das was mir früher als "Survival" bekannt war.
Ich finde es super wie ihr das macht, also ab Frühling nur noch von selbst geernteten Früchten und andere Leckereien zu leben. Esst ihr denn gar kein Fleisch?
Ich schaffe das alles schon lange nicht mehr: Heute gibt es bei mir Tortellini mit Käsefüllung aber aus dem Kühlregal bei Edeka.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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PeB
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Re: Bushcrafting/Survival

Beitrag von PeB » Mo 15. Apr 2019, 14:16

EaYggdrasil hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 10:06
Gibt's hier im Forum Bushcrafter?
Ich habe aus beruflichem Interesse mal Silices geschlagen. Zählt das? :)
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

Leila
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Re: Bushcrafting/Survival

Beitrag von Leila » Mo 15. Apr 2019, 14:36

Ja, Pluto,

einer von uns, er ist 79 dünn wie ein Spargel und stark wie ein Baum, isst gar kein Fleisch. Die Kinder sind im Wachsen und bekommen tierisches Eiweiß, auch in Form von Fleisch.

Survival ist gar nicht so falsch, aber ohne Youtube Testosteron. Das fing an, als der Alte Mann, der ganz jung geblieben ist, in die Natur wollte. So hatte er sich ausgedrückt. Dann habe ich gesagt, joa, das machen wir, wird ne harte Nummer, ein Projekt. Eigentlich wollte er seine Knochen nach Spanien in seine Heimat bringen, da wir aber unsere Zelte hier nicht so einfach abbrechen können, schlug ich also vor, einen Probegang zu machen. Eh besser, als in der Ferne, falls man sich doch nicht versteht. Wir verstehen uns aber ohne Worte, viele Leichenreden begleiten unser Tun.

Die Kinder sind besonders bedacht, es nutzt nichts, zu sagen, Händi weg, horch! Es brauchte Ersatz. Sie haben gar keine Zeit dafür.

Bis vor Kurzem waren wir noch in einem Funkloch. Wir wollen keinen Strom, keine industriell gefertigte Nahrung, wir leben dort, wie ano dazumal. Es ist so viel leichter für uns, Gott in der Mitte zu haben. Oft bereiten wir Speisen, das heißt, das bin ich, also ich bin die Köchin, zu, die nicht aus dem Supermarktsortiment stammen. Wir verbrauchen daher wenig Geld. Das gesparte Geld wird dann anders verwendet.

Es ist anstrengende Arbeit. Der Lohn ist Friedfertigkeit und ein wundervoller Schlaf in aller Ruhe. Das Käuzchen macht, die Rehe bellen manchmal, der Dachs ist Dachsfrech, wenn er sich paaren muss. Eine Maus hörst du und auch einen Käfer. Auf Laub hörst du einfach alles. Das Horchen in die Stille, das Sein ohne bespaßt zu werden, das ist der Lohn. Und die beiden Kleinen, 7 und 9 sind sie, die machen wirklich Freude.

Besuch wird nicht empfangen. Nun, dies ist ein besonderes Kapitel.

Wir leben da. Also Bushcraft sind die Fähigkeiten sich ein Seil zu drehen, ein Netz zu knüpfen, davon noch viel mehr. Niemand käme auf die Idee, sich die Finger wund zu reiben, für Feuer, wir haben ein Feuerzeug und auch Kerzen :lol:


Zur Arbeit verkleiden wir uns dann wieder und gehen vorher brav den Lagerfeuergeruch aus den Haaren waschen.


Dich würde ich aber einladen.

LG Leila

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