GOTT

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erbreich
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Re: GOTT

Beitrag von erbreich » Di 19. Sep 2017, 13:09


Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.

Hemul
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Re: GOTT

Beitrag von Hemul » Di 19. Sep 2017, 13:51

Gott ist ein Titel, für Herzog, König oder Bauch.
Der Gott der Bibel hat aber einen pers. Namen,
wer diesen nicht kennt- steht wie man hier sieht,
gemäß dem Volksmund "völlig auf dem Schlauch"
https://www.redensarten-index.de/suche. ... 5D=rart_ou
auf dem Schlauch stehen
etwas nicht verstehen ; etwas nicht begreifen ; nicht weiterkommen
; mit widrigen Umständen kämpfen müssen; in eine ungünstige Lage geraten
denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlicher Art, sondern starke Gotteswaffen zur Zerstörung von Bollwerken: wir zerstören mit ihnen klug ausgedachte Anschläge (2.Korinther 10:4)

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erbreich
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Re: GOTT

Beitrag von erbreich » Di 19. Sep 2017, 14:02

Willst du sagen, dass du dir auf dem Schlauch stehst, Helmul? ;)
Kein Problem, einfach einen Schritt weiter gehen und schon ist das Problem gelöst! :D
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.

Hemul
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Re: GOTT

Beitrag von Hemul » Di 19. Sep 2017, 14:11

erbreich hat geschrieben:Willst du sagen, dass du dir auf dem Schlauch stehst, Helmul? ;)
Ich nicht, aber offensichtlich Du. Buddha trägt seinen Gott gemäß Philipper 3:19 ja auch ständig vor sich her-verstehst du?? 8-)
19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch..
https://www.google.de/search?q=dicker+b ... 5823167127
und:
http://www.4religion.de/viewtopic.php?f ... us#p243987
erbreich hat geschrieben:Wurzeln tut auch dieses Begehren, wie alle Begehren, in unserer Selbstsucht. Deshalb stellt die Selbstsucht im Buddhismus die höchste Form der Verblendung und Unwissenheit dar. Sie ist die Grundwurzel allen Übels, allen Leidens und Elends in der Welt. Nirgendwo finde ich die (auch von Jesus geforderte) Selbstverleugnung klarer aufgezeigt als in der buddhistischen Lehre.
Stimmt! :thumbup: Die Dicken futtern den Dünnen alles weg :thumbdown: . Hast Du diese Weisheit auch von dem Dicken? :roll:
denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlicher Art, sondern starke Gotteswaffen zur Zerstörung von Bollwerken: wir zerstören mit ihnen klug ausgedachte Anschläge (2.Korinther 10:4)

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erbreich
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Re: GOTT

Beitrag von erbreich » Di 19. Sep 2017, 16:03

Hemul hat geschrieben:Buddha trägt seinen Gott gemäß Philipper 3:19 ja auch ständig vor sich her-verstehst du?? 8-)
Die Bibel weiss nichts von Buddha und Buddha lehrt weder die Existenz noch die Nichtexistenz eines Gottes. Seine Lehre richtet sich ganz pragmatisch an den leidenden Menschen und zeigt ihm Wege zur Überwindung des Leidens. Das hat mit Theologie nichts zu tun, dafür umso mehr mit Psychologie - mit "Seelenkunde" also (insofern das griechische Wort "psyche" mit "Seele" übersetzt wird). ;) :idea:
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.

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Re: GOTT

Beitrag von Pluto » Mi 20. Sep 2017, 14:21

Hemul hat geschrieben:Buddha trägt seinen Gott gemäß Philipper 3:19 ja auch ständig vor sich her-verstehst du?? 8-)
19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch..
Witzbold! :lol:

Ist aber hoffentlich nicht dein Ernst. Ansonst müsste ich dich fragen, ob du deine Pillen heute schon genommen hast?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: GOTT

Beitrag von Christian41285 » Mo 25. Sep 2017, 19:42

Pluto hat geschrieben:Es geht offenbar um Jahwe, Jehova, Gott-Vater, wie auch immer man ihn nennen will.
Aber die Sache ist weitaus komplizierter als ein Dogma.
Es geht um die Frage: Warum glauben manche Menschen an Gott?
Weil sie innerlich spüren das es diesen Gott gibt!

LG Christian
The ultimate way is the way you control!!!

SlipKnoT is my Life!

https://youtu.be/gtPpB2tgieI

:thumbup: :) :yawn:

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Re: GOTT

Beitrag von Novas » Di 26. Sep 2017, 14:58

erbreich hat geschrieben:Gott ist als Symbol
Durchaus uns zum Wohl
Als Dogma aber seh ich rot
Denn als solches schlägt er tot


...aus SURIYA NAMASKAR - Sonnengruss...

Alle Begriffe sind nur Symbole, da hast Du vollkommen Recht. Doch sie verweisen auf eine Wirklichkeit. Die lebendige göttliche Wirklichkeit transzendiert alle Begriffe, aber sie erfüllen trotzdem eine wichtige Funktion, sie sind Wegweiser. Das Wort Wasser kann meinen Durst nicht stillen, aber es verweist auf das wirkliche Wasser, welches dazu in der Lage ist. Ebenso können wir in der theologischen Sprache des Glaubens von Gott reden, aber das sollte immer mit dem Bewusstsein geschehen, dass das göttliche Mysterium alles menschliche Begreifen unendlich übersteigt. Doch einen konkreten Bezugspunkt haben wir in Jesus Christus, in dem das Mysterium Gottes sichtbare Gestalt angenommen hat.
Er (Jesus) ist das vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit, der unverfälschte Ausdruck seines Wesens. Hebräer 1,3
Der Begriff “Symbol” ist durchaus passend. Jesus, der “Sohn”, ist das vollkommene Symbol seines “Vaters”. So können wir vernünftig über Gott sprechen und nachdenken, aber gleichzeitig sein Mysterium ehren, welches über alle Gedanken und Dogmen hinaus geht. Neutral gesehen sind “Dogmen” (Glaubenssätze, wie das christliche Credo) Orientierungshilfen, so wie ein Kompass und eine Landkarte. Die sind zwar wichtig, aber die Karte ersetzt nicht die lebendige Erfahrung einer realen Reise. Wenn man erst mal auf dem Weg ist, dann lernt man sehr schnell, dass die Wirklichkeit reicher und größer ist als jede Landkarte. Das ist aber auch kein Problem für Christen, denn wir glauben nicht an tote Begriffe, Buchstaben und Dogmen, sondern an eine lebendige Person:

Bild

C.S. Lewis hat das sehr gut gesagt (tut mir leid, wenn ich ihn ständig zitiere, aber ich mag ihn :lol: )
An Gottes Dasein glauben heißt: ich stehe nicht mehr vor einem Argument, das meine Zustimmung verlangt, sondern vor einer Person, die mein Vertrauen fordert.
Clive Staples Lewis
Gott segne Dich :wave:

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Re: GOTT

Beitrag von erbreich » Di 26. Sep 2017, 16:41

Novalis hat geschrieben:Alle Begriffe sind nur Symbole, da hast Du vollkommen Recht...Doch einen konkreten Bezugspunkt haben wir in Jesus Christus, in dem das Mysterium Gottes sichtbare Gestalt angenommen hat.

Diesen konkreten Bezugspunkt haben wir wohl in Jesus Christus, aber nicht ausschliesslich: Wir haben ihn genauso in Novalis, in Christian, in Pluto, in Helmul, in erbreich usw. - in jedem Menschen, ja in jedem Lebewesen, im Leben überhaupt. Mein persönliches Erlebnis mit dem Ich-Bin-Namen Gottes habe ich schon öfters erzählt, du kennst es ziemlich sicher. Später habe ich im Lied Du, der 'Ich bin' versucht diese relative Identität darzustellen, dieses ungetrennte und unvermischte Einssein des Menschen mit Gott, des Zeitlichen mit dem Zeitlosen (das ich, anders als das Konzil, das diese Beschreibung ausschliesslich auf Jesus Christus angewandt hat, auf uns alle anwende):




In dem "Ich-bin-der-ich-bin" sind du und ich Ebenbilder Gottes: Genauso wir er ist der er ist, so bin auch ich der ich bin.
Wenn man erst mal auf dem Weg ist, dann lernt man sehr schnell, dass die Wirklichkeit reicher und größer ist als jede Landkarte. Das ist aber auch kein Problem für Christen, denn wir glauben nicht an tote Begriffe, Buchstaben und Dogmen, sondern an eine lebendige Person.
...doch von dem Moment an, wo das so ausgesprochen oder aufgeschrieben, in Worte gefasst ist, gehört es der ES-Welt an (wie Martin Buber sagt) und ist dadurch nicht mehr das unmittelbare Du-Erleben. Im unmittelbaren Erleben sind keine Worte, keine Beschreibungen, ist weder eine Person noch nicht eine Person. Und vergiss nicht: Bei Gott gilt kein Ansehen der Person. Das gilt, meine ich, ebenso für die Person Gottes.

Es gibt das, was Buber das unmittelbare Ich-Du-Erleben nennt, das aber ist ohne jede Beschreibung. Die Beschreibung, die an das unmittelbare Erleben anschliesst, gehört der Ich-Es-Erfahrung zu und ist geprägt von den Bedingungen durch Kultur, Religion, Erziehung, Bildung usw.

Auch Dir, Novalis, alles Gute!
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.

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