Gut und Böse

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Savonlinna
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Re: Gut und Böse

Beitrag von Savonlinna » So 13. Dez 2015, 14:53

closs hat geschrieben:
Savonlinna hat geschrieben:Und wer entscheidet, welche Schiene etwas taugt?
In einem solchen Fall sollte es die Logik sein - ganz jenseits von Weltanschauungen. - Wenn jemand erklärt, wie der Mensch wahrnimmt, und daraus schließt, dass Gott eine Projektion ist, ist das ein Non-Sequitur. - "Savolinna mag Brahms-Musik, also wird die Apfelernte dieses Jahr gut" - so ähnlich kommt mir das vor.
Okay, Du hast Dich für die abendländische Logik entschieden.
Das Leben und Gott folgt für Dich der abendländischen Logik.
Verstehst Du, warum ich Dich als vergiftet ("kontaminiert") vom naturalistischen Denken halte? Und du trotzdem andauernd meinst, den Naturalisten überlegen zu sein?
closs hat geschrieben:
Savonlinna hat geschrieben: Der geistige Mensch findet durch Erfinden.
Das ist jetzt wieder Wort-Spalterei.
Ich bin doch nicht Du. Du trickst ohne Ende verbal. Deine Unehrlichkeit macht mir sehr zu schaffen.
Aber ich werde den Teufel tun und Dich nachahmen.
Was ich Dir vermitteln wollte, ist eine andere Form der Logik, nach der ich mein Leben führe und meine Theaterstücke hinkriege.
closs hat geschrieben:Natürlich findet der Mensch durch Gestaltung seiner Wahrnehmung - so interpretiere ich Deinen Satz. - Aber er kann eine Entität nicht durch Erfindung ersetzen. - Es klingt wieder so, als sprächest Du auf Subjekt-Ebene und ich auf Objekt-Ebene.
Du verstehst eben nur die eine abendländische Logik.
Im schöpferischen Bereich gilt das aber nicht. Da wirst Du tatsächlich durch Erfinden Dinge schaffen, die schon immer da waren, obwohl sie vor dem Erschaffen nicht da waren.
Sprache reicht nicht aus, um dergleichen nach der abendländischen Logik widerspruchsfrei zu formulieren.

Was "Entität" sein soll, erschließt sich mir übrigens auch nicht.
Du willst damit irgendwas ausschließen, irgendeine Wahrheit, das jedenfalls scheint mir klar.

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closs
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Re: Gut und Böse

Beitrag von closs » So 13. Dez 2015, 15:16

Savonlinna hat geschrieben:Okay, Du hast Dich für die abendländische Logik entschieden.
Wenn was a) Besseres und zudem b) Verständliches kommt, schwenke ich gerne um. - Es sollte wenigstens logisch nachvollziehbar sein - oder wäre auch das bereits eine abendländische Komtaminierung?
Savonlinna hat geschrieben:Was ich Dir vermitteln wollte, ist eine andere Form der Logik, nach der ich mein Leben führe und meine Theaterstücke hinkriege.
Hat das etwas mit Logik zu tun? - Es ist aus meiner Sicht Perspektivensache.

Natürlich bist Du kreativ, wenn Du Theaterstücke umsetzt - Du er-findest Ausdrucksformen. - Aber Du er-findest doch nicht die Message selber (wenn es eine tiefgründige ist).
Savonlinna hat geschrieben:. Da wirst Du tatsächlich durch Erfinden Dinge schaffen, die schon immer da waren, obwohl sie vor dem Erschaffen nicht da waren.
Darf ich es folgendermaßen übersetzen?

Man erfindet etwas, was vorher nicht da war, und drückt damit etwas aus, was schon immer da war. ---???--- Einverstanden?
Savonlinna hat geschrieben:Was "Entität" sein soll, erschließt sich mir übrigens auch nicht.
Ich probiere halt verschiedene Worte aus, bis Einvernehmen erzielt werden kann. - Man könnte auch "Substanz" sagen (nicht materiell gemeint, sonder philosophisch) - "Substanz" wäre der Begriff "für das selbstständige Seiende" (wik) - das gefällt mir.

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Savonlinna
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Re: Gut und Böse

Beitrag von Savonlinna » So 13. Dez 2015, 16:25

closs hat geschrieben:
Savonlinna hat geschrieben:. Da wirst Du tatsächlich durch Erfinden Dinge schaffen, die schon immer da waren, obwohl sie vor dem Erschaffen nicht da waren.
Darf ich es folgendermaßen übersetzen?

Man erfindet etwas, was vorher nicht da war, und drückt damit etwas aus, was schon immer da war. ---???--- Einverstanden?
Nein. Du willst nur den Widerspruch auflösen, statt dass Du ihn erträgst.
closs hat geschrieben:
Savonlinna hat geschrieben:Was "Entität" sein soll, erschließt sich mir übrigens auch nicht.
Ich probiere halt verschiedene Worte aus, bis Einvernehmen erzielt werden kann. - Man könnte auch "Substanz" sagen (nicht materiell gemeint, sonder philosophisch) - "Substanz" wäre der Begriff "für das selbstständige Seiende" (wik) - das gefällt mir.
Man kann mit Begriffen nicht erzwingen, dass Unbegriffliches verschwindet.

Novas
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Re: Gut und Böse

Beitrag von Novas » So 13. Dez 2015, 18:34

Savonlinna hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben:Wer Ohren hat, zu hören, der höre. Jeder fasse , was er fassen kann, das übrige lasse er ohne Anzüglichkeiten auf sich beruhen. So einfach kann das sein... :)
Wer einem anderen ins Stammbuch schreibt, nachdem er ihm einen Spruch serviert hat: "Wer Ohren hat, zu hören, der höre", der will letztlich, ohne sich die Finger schmutzig zu machen, dem anderen eins dennoch auswischen
Ich habe nur eine aufrechte und freundlich formulierte Antwort gegeben. Das Hören - vorallem das einander Zuhören - gilt es zu lernen. Vielleicht hast Du das überlesen:
* editiert * (Pluto - wir wünschen keine ad hominem Bemerkungen)
Diese sublimen Anzüglichkeiten, die man mühelos leugnen kann, indem man sagt: "April April, ich überlasse jedem seinen Weg, aber 'wer Ohren hat, der hört auch", sind es, die mich leicht auf die Palme bringen.
Jeder hört. Die Frage ist, was Du hören möchtest und das ist eine freie Wahl: in jedem Augenblick können wir die Stimme des Ego hören und ihr folgen oder der Stimme der Weisheit und Liebe.
Bzw. man kann es lernen.
Dieser besserwisserische Ton, der mit unschuldigem Augenaufschlag geleugnet wird.
Es ist eher so, dass ich niemandem nach dem Mund rede.
Zuletzt geändert von Novas am So 13. Dez 2015, 19:10, insgesamt 1-mal geändert.

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closs
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Re: Gut und Böse

Beitrag von closs » So 13. Dez 2015, 19:10

Savonlinna hat geschrieben:Du willst nur den Widerspruch auflösen, statt dass Du ihn erträgst.
Widersprüche kann man im besten Fall dialektisch aufheben.
Savonlinna hat geschrieben:Man kann mit Begriffen nicht erzwingen, dass Unbegriffliches verschwindet.
Unter "Unbegrifflichem" verstehe ich NICHT das, was wir nicht verstehen, sondern das, was nicht ist.

ceam
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Re: Gut und Böse

Beitrag von ceam » Mi 21. Jun 2017, 10:44

Die Kirche hat ja so weit es heißt (mitunter auch mit der Bevölkerung) die Hölle als Ort der Qualen neben dem Himmel erschaffen. Aber, wenn es einen Teufel in der Bibel definitiv gibt, dann liegt es doch auch nicht weit entfernt, dass es die Hölle als solches tatsächlich innerhalb dieser Geschichte gibt, sodass die Hölle eben nicht nur bedeutet, entfernt von Gott zu sein, was für mich nur wie ein Rückzieher der Kirche klingt, ebenso wie die Behauptung, die Bibel doch nur bildlich zu verstehen.

Die andere Frage wäre. Als Lucifer sich gegen Gott gestellt hat, welchen Plan hatte er um Gott den Unbesiegbaren zu besiegen? Wieso hat er sich gegen ihn gestellt, wenn er doch keine Chance hatte zu gewinnen? Dann doch lieber heucheln, das konnte er doch angeblich so gut. Oder gab es eben doch eine Chance gegen Gott zu gewinnen?

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NIS
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Re: Gut und Böse

Beitrag von NIS » Sa 24. Jun 2017, 09:37

Gott ist Gut und das Böse ist die Potenz Gottes, denn er vernichtet nur das Schlechte.
Amen
Der Heilige Geist (Hauke)

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