Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Nichtchristen sind willkommen, wir bitten aber darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
Novas
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von Novas » Mi 5. Jul 2017, 00:23

fin hat geschrieben:
Das ist ein typisch moderner Irrtum im Umgang mit Religion, denn wahre Religion hat keineswegs die Absicht zu knechten. Das würde auch keinen Sinn machen, denn Glaube ist eine Herzensangelegenheit und kann nicht erzwungen werden. Es gibt keinen Zwang im Glauben.
Dann scheinst du aber (zb.) das Kastenwesen im Hinduismus auszublenden und/oder den ungeheuren Zwang innerhalb der abrahamitischen Religionen
Das Kastensystem ist ein politisches System, welches losgelöst von Religion betrachtet werden sollte. Menschen üben sicherlich Zwang aus, aber dann handeln sie gegen die authentischen Lehren der Propheten. Der Glaube ist ein inneres Licht der Seele, welches niemals durch Zwang hervorgebracht werden kann. In Deutschland ist die Gewissensfreiheit ein Grundrecht und wird durch das Grundgesetz im Art. 4 gewährt.
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
Ich selbst wurde vollkommen säkular erzogen und habe mich aus einem inneren Drang nach Spiritualität der Religion zugewandt. Niemand übte Zwang auf mich aus. Das ist ganz einfach das Ergebnis meiner selbstständigen Wahrheitssuche.
Novalis hat geschrieben:
Das Bild für diesen leidbefreiten (erlösten) Zustand der Seele nennen wir dann Himmel oder Paradies, wir sprechen vom ewigen Leben und der Vereinigung mit Gott.
Wir ist gut ... - ach Novalis :roll:
Wir, damit meine ich die Gemeinschaft aller spirituellen Menschen, welche das für das höchste Ziel des menschlichen Lebens halten. Die Intention jeder wahren Religion ist nur eines: die Befreiung von Leid und eine positive, sinngebende und lebensbejahende Botschaft für dieses Erdenleben und darüber hinaus.
Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt! 12 Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch erhören. 13 Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, 14 will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich, der HERR. Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden: Aus allen Ländern und Orten, in die ich euch zerstreut habe, will ich euch wieder sammeln und in das Land zurückbringen, aus dem ich euch damals fortgejagt habe. Darauf könnt ihr euch verlassen!
Jeremiah 29, 11 (Hoffnung für Alle)
Sorry, wenn ich das erneut sagen muß, aber du bist ein Schwätzer vor dem Herrn!
Selbst wenn dem so wäre, was geht es Dich an? Sorry, wenn ich das sagen muss, aber das Richen solltest Du dem Einzig Wahren Richter überlassen. Im Koran wird es ganz gut gesagt: Und nicht ein Blatt fällt nieder, ohne daß Er es weiß (6:59) :engel:

Novas
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von Novas » Mi 5. Jul 2017, 07:22

fin hat geschrieben:ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß der Nazarener und seine Lieben dies im Sinn hatten
Wenn ich wissen will, was der Nazarener im Sinn hatte, dann schaue ich mir das vorbildliche Leben der sogenannte "Heiligen" an :) in diesen erleuchteten Wesen lebt der Geist Jesu weiter. Sie - die Meister der Weisheit - bringen immer wieder neu das Evangelium zur Sprache und manifestieren seine universale Liebe und Barmherzigkeit. Häufig sehen sie dabei weit über den religiösen und anthropozentrischen Tellerrand hinaus und erleben die tiefe Einheit mit der ganzen Schöpfung. Es heißt, der Heilige Franz von Assisi (der Frieden und Segen Gottes seien auf Ihm) habe selbst den Tieren das Evangelium gepredigt. Warum eigentlich nicht? :lol:
Selbst gegen die Würmlein entbrannte er (Franz von Assisi) in übergroßer Liebe [...]. Deshalb pflegte er sie vom Weg aufzusammeln und legte sie an einem geschützten Ort nieder, damit sie nicht von den Passanten zertreten würden. [Thomas von Celano, Erste Vita 80, Zweite Vita 165; Übersetzung Anton Rotzetter]
Bild
http://www.tierschutzverein.at/unsere-a ... oefe/hof_2
Vor dem Kreuz in San Damiano

Franziskus, der Sohn eines wohlhabenden Textilkaufmanns, ist gerade 25 Jahre alt, als er in der Kirche San Damiano den Ruf vernimmt, das verfallene Haus Gottes wiederherzustellen. Vor dem bekannten Kreuzbild, das heute in der Kirche S. Chiara zu Assisi aufbewahrt wird, antwortet er dem Herrn mit folgendem Gebet (es ist der älteste von Franziskus erhaltene Text):

Höchster, glorreicher Gott,
erleuchte die Finsternis meines Herzens,
schenke mir den rechten Glauben,
eine gefestigte Hoffnung
und vollendete Liebe.
Herr, gib mir das rechte Gespür,
damit ich deinen heiligen Auftrag
erkennen und wahrhaft erfüllen kann.

(2 Cel 10)
Quelle

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Lena
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von Lena » Mi 5. Jul 2017, 14:07

Fin, mit wir meine ich den Menschen allgemein. Und nochmals Nein. Ich bin nicht die Forenchefin Magdalena.

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fin
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von fin » Mi 5. Jul 2017, 18:03

-- Spiritualität vs Religion --
Novalis hat geschrieben:
fin hat geschrieben:
Das ist ein typisch moderner Irrtum im Umgang mit Religion, denn wahre Religion hat keineswegs die Absicht zu knechten. Das würde auch keinen Sinn machen, denn Glaube ist eine Herzensangelegenheit und kann nicht erzwungen werden. Es gibt keinen Zwang im Glauben.
Dann scheinst du aber (zb.) das Kastenwesen im Hinduismus auszublenden und/oder den ungeheuren Zwang innerhalb der abrahamitischen Religionen
Das Kastensystem ist ein politisches System, welches losgelöst von Religion betrachtet werden sollte.
Solche Aussagen bestätigen nicht nur deinen begrenzten Horizont, sondern führen unaufgeklärte Leser auch in die Irre. Das Kastensystem in Indien ist uralt und Bestandteil religiöser Traditionen. Deine verklärte Sicht und stereotypische Form, wie du hier fortwährend die Werbetrommel für Religionen (aus deiner esoterischen Sicht) schlägst, hat mit der Realität wenig zu tun. Du wirst alles in einen Topf, ob Hinduismus, den Nazarener oder die Sekte der Bahai, aber du sprichst ja auch von einer fortwährenden göttlichen Offenbarungspraxis, demnach Jesus schon längst als Baha’ullah wiedergekehrt sei ...

Na klar ...
Novalis hat geschrieben: Die Intention jeder wahren Religion ist nur eines: die Befreiung von Leid und eine positive, sinngebende und lebensbejahende Botschaft für dieses Erdenleben und darüber hinaus.
Das mag deiner Idee von Religiösität entsprechen, entspricht aber nicht den konkreten Fakten irdischer Religionsgeschichte. Unsere Welt setzt alle Lebewesen in ein Spannungsverhältnis. Die schwächsten Glieder (die sich weiter unten in der Status- oder Nahrungskette befinden) haben hier wenig zu Lachen. Du hast leicht Reden, weil du zb. nicht als Unberührbarer in Indien groß geworden bist oder zum xten Male als Legehenne, Milchkuh oder Mastschwein ...
fin hat geschrieben:Sorry, wenn ich das erneut sagen muß, aber du bist ein Schwätzer vor dem Herrn!

Novas
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von Novas » Mi 5. Jul 2017, 21:27

fin hat geschrieben:du sprichst ja auch von einer fortwährenden göttlichen Offenbarungspraxis, demnach Jesus schon längst als Baha’ullah wiedergekehrt sei ...
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Bahá'i daran glauben, dass Bahá'u'lláh die „Wiederkunft Christi in der Herrlichkeit des Vaters“ sei (Mt 16,27 EU, Mk 8,38 EU und Lk 9,26 EU) das bedeutet noch lange nicht, dass ich daran glaube. Aber ich teile zweifellos bestimmte Prinzipien, wie die Einheit der Menschheit, sowie bestimmte Glaubensinhalte, wie der Glaube an eine fortschreitende Offenbarung, denn ich glaube an einen lebenden Gott, der sich nicht nur einmal, sondern immer wieder in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft offenbaren kann ;)
Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt (Mt 28, 18-20)
Novalis hat geschrieben:
Die Intention jeder wahren Religion ist nur eines: die Befreiung von Leid und eine positive, sinngebende und lebensbejahende Botschaft für dieses Erdenleben und darüber hinaus.
Das mag deiner Idee von Religiösität entsprechen, entspricht aber nicht den konkreten Fakten irdischer Religionsgeschichte
Du solltest aufmerksamer lesen: ich habe von der Intention wahrer Religion gesprochen. Mir ist vollkommen bewusst, dass sie verfälscht und missbraucht werden kann. Wenn Religion zur politischen Ideologie verkümmert, ist es keine wahre Religion mehr. Die menschenverachtende politische Ideologie des Islamismus hat mit dem spirituellen Islam nichts mehr wirklich zu tun. Die Bahá'i können als eine friedliche und modernisierte Variante des spirituellen Islam verstanden werden.
Du hast leicht Reden, weil du zb. nicht als Unberührbarer in Indien groß geworden bist oder zum xten Male als Legehenne, Milchkuh oder Mastschwein ...
Wie gesagt, das ist ein politisches System und nicht identisch mit der Religion. Ich weiß es, denn ich habe die indische Religion und Spiritualität intensiv studiert. Die funktioniert ganz und gar unabhängig von einem bestimmten politischen System. Einer der großen modernen Gelehrten Indiens war Swami Vivekananda. Der sagte ganz klar:
„In religion there is no caste. Caste is social custom. Religion kennt keine Kasten, Kasten sind Brauch.“
Swami Vivekananda
Wenn Du mal Marx gelesen hast, dann weißt Du sicher auch, dass es in unsrer Gesellschaft ebenfalls eine Art modernes "Kastensystem" gibt.
Bevor wir mit dem Finger auf „die Inder“ zeigen, sollten wir uns klar machen, dass es in unserer ach so modernen und aufgeklärten Gesellschaft auch eine Art Kastensystem gab und gibt. Was Marx als „Klassen“ bezeichnete ist dem indischen Kastensystem ähnlich, wobei es heute nicht mehr eine so klare Trennung zwischen den Klassen gibt wie Marx sie beschrieb, aber dennoch eine deutliche soziale Ungerechtigkeit.
Ähnlich wie bei den indischen Brahmanen ist es bei europäischen Adeligen und „Edelleuten“ schon lange verpönt „nach unten“ zu heiraten, heute ergibt sich eine solche Hierarchie nach dem Kontostand und den entsprechenden Statussymbolen. Eine möglichst weiße Hautfarbe galt für Angehörige der Oberschicht lange als Edel, weil man es nicht nötig hatte draußen zu arbeiten, daraus ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei dem indischen Kastensystem: sozialer Rang wird an die Hautfarbe gekoppelt.
http://vedanta-yoga.de/kasten-varnas-ra ... lstruktur/

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fin
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von fin » Mi 5. Jul 2017, 23:01

-- Novaly Märchen --
Novalis hat geschrieben:
fin hat geschrieben:du sprichst ja auch von einer fortwährenden göttlichen Offenbarungspraxis, demnach Jesus schon längst als Baha’ullah wiedergekehrt sei ...
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Bahá'i daran glauben, dass Bahá'u'lláh die „Wiederkunft Christi in der Herrlichkeit des Vaters“ sei (Mt 16,27 EU, Mk 8,38 EU und Lk 9,26 EU) das bedeutet noch lange nicht, dass ich daran glaube. Aber ich teile zweifellos bestimmte Prinzipien, wie die Einheit der Menschheit, sowie bestimmte Glaubensinhalte, wie der Glaube an eine fortschreitende Offenbarung, denn ich glaube an einen lebenden Gott, der sich nicht nur einmal, sondern immer wieder in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft offenbaren kann ;)
Wenn du dich mit Religionsgeschichte beschäftigt hättest, dann wüßtest du auch, daß sich diese fortschreitende Gottes-Offenbarung schon lange ad absurdum geführt hat - gerade der Anspruch der Bahai Sekte verdeutlicht den Nonens deiner Glaubensansicht ...
Novalis hat geschrieben:
fin hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben: Die Intention jeder wahren Religion ist nur eines: die Befreiung von Leid und eine positive, sinngebende und lebensbejahende Botschaft für dieses Erdenleben und darüber hinaus.
Das mag deiner Idee von Religiosität entsprechen, entspricht aber nicht den konkreten Fakten irdischer Religionsgeschichte
Du solltest aufmerksamer lesen: ich habe von der Intention wahrer Religion gesprochen.
Ich wiederhole es gerne: das mag deiner Idee von Religiosität entsprechen, entspricht aber nicht den konkreten Fakten irdischer Religionsgeschichte.
Novalis hat geschrieben:
fin hat geschrieben:Du hast leicht Reden, weil du zb. nicht als Unberührbarer in Indien groß geworden bist oder zum xten Male als Legehenne, Milchkuh oder Mastschwein ...
Wie gesagt, das ist ein politisches System und nicht identisch mit der Religion. Ich weiß es, denn ich habe die indische Religion und Spiritualität intensiv studiert.
Anscheinend hast du keinen blassen Schimmer und auch dein Guru nicht, denn der Spruch:
„In religion there is no caste. Caste is social custom. Religion kennt keine Kasten, Kasten sind Brauch.“
Swami Vivekananda
ist eine dummdreiste Lüge, siehe das uralte hinduistische Kastenwesen in Indien.
Dein Guru und du meint vermutlich wahre Religiosität! ;)

Novas
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von Novas » Fr 7. Jul 2017, 00:04

fin hat geschrieben:-- Novaly Märchen --
Novalis hat geschrieben:
fin hat geschrieben:du sprichst ja auch von einer fortwährenden göttlichen Offenbarungspraxis, demnach Jesus schon längst als Baha’ullah wiedergekehrt sei ...
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Bahá'i daran glauben, dass Bahá'u'lláh die „Wiederkunft Christi in der Herrlichkeit des Vaters“ sei (Mt 16,27 EU, Mk 8,38 EU und Lk 9,26 EU) das bedeutet noch lange nicht, dass ich daran glaube. Aber ich teile zweifellos bestimmte Prinzipien, wie die Einheit der Menschheit, sowie bestimmte Glaubensinhalte, wie der Glaube an eine fortschreitende Offenbarung, denn ich glaube an einen lebenden Gott, der sich nicht nur einmal, sondern immer wieder in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft offenbaren kann ;)
Wenn du dich mit Religionsgeschichte beschäftigt hättest, dann wüßtest du auch, daß sich diese fortschreitende Gottes-Offenbarung schon lange ad absurdum geführt hat - gerade der Anspruch der Bahai Sekte verdeutlicht den Nonens deiner Glaubensansicht ...
Die Realität ist, dass Religion und Wissenschaft gemeinsam die beiden größten geistigen Kräfte sind, welche den zivilisatorischen Fortschritt der Welt bewirkt haben. Die Bahá'i sind schon lange eine anerkannte Weltreligion (und keine Sekte), die einen abrahamitischen Monotheismus eigener Prägung leben, in dessen Mittelpunkt der Glaube an einen transzendenten Gott und die Idee einer mystischen Einheit aller Religionen steht, sowie die prophetische Vision einer kommende Weltzivilisation, in der die Menschheit ein nie dagewesenes Maß an Frieden, Vereinigtsein und Gerechtigkeit erleben wird. Daran kann ich nichts verwerfliches erkennen. Die Zukunft wurde immer von den Menschen gestaltet, die eine positive Vision haben. In der Bibel lesen wir:
»Wo keine Vision ist, geht ein Volk zugrunde«.
Ein Leben ohne Vision ist ein sinnloses Leben.
fin hat geschrieben:
Anscheinend hast du keinen blassen Schimmer und auch dein Guru nicht, denn der Spruch:
„In religion there is no caste. Caste is social custom. Religion kennt keine Kasten, Kasten sind Brauch.“
Swami Vivekananda
ist eine dummdreiste Lüge, siehe das uralte hinduistische Kastenwesen in Indien.
Dein Guru und du meint vermutlich wahre Religiosität! ;)

Vivekananda hat einfach die Wahrheit gesagt. Der spirituelle Weg funktioniert vollkommen unabhängig von einem bestimmten politischen System. Religion ermahnt den Menschen lediglich im Einklang mit dem göttlichen Gesetz ein Leben in Rechtschaffenheit (Dharma) zu leben. In welcher Art von Gesellschaft die Menschen leben wollen, liegt an ihnen. Indien ist die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt:
Indien ist nach der am 26. Januar 1950 in Kraft getretenen Verfassung eine parlamentarisch-demokratische Republik mit bundesstaatlicher Ordnung. Sie besteht aus 29 Bundesstaaten, 7 Unionsterritorien und dem Hauptstadtterritorium.
Quelle

Die Bahá'i haben in Indien einen sehr schönen Tempel. Den sogenannten Lotus-Tempel in Delhi:

Bild





Ein beachtliches, architektonisches Meisterwerk. Schon alleine das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Religion eine Kultur positiv beeinflusst. Man stelle sich eine Welt vollkommen ohne sakrale Architektur vor, ohne Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel. Das käme mir sehr leer und seelenlos vor. In Langenhain in Deutschland gibt es ebenfalls einen Tempel von ihnen:

Bild
Quelle


Als Christ freue ich mich über jede sakrale Architektur, heilige Kunst und spirituelle Musik, welche die Herzen der Menschen öffnet und weitet für die Schönheit und Herrlichkeit der Schöpfung. Die Gotteshäuser der Bahá'i sind übrigens offen für alle Menschen, für gläubige Menschen und Nichtgläubige gleichermaßen. Eine Sekten können sie deshalb nicht sein, denn eine Sekte verschließt sich der Öffentlichkeit.

Rembremerding
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von Rembremerding » Fr 7. Jul 2017, 12:18

Novalis hat geschrieben:... in dessen Mittelpunkt der Glaube an einen transzendenten Gott und die Idee einer mystischen Einheit aller Religionen steht, sowie die prophetische Vision einer kommende Weltzivilisation, in der die Menschheit ein nie dagewesenes Maß an Frieden, Vereinigtsein und Gerechtigkeit erleben wird.
Als die Sünde in die Welt kam, verdrängte sie die Möglichkeit einer mystischen Einheit, die zuvor gegeben war.
Die Welt wird deshalb niemanden Frieden, Vereinigung und Gerechtigkeit geben können. Aber Gott kann es und hat es getan: indem er ins Fleisch kam, gab er dem Menschen seinen Frieden, seine Liebe und seine Gerechtigkeit zurück. Die prophetische Vision einer kommenden neuen Weltzivilisation wird im Reich Gottes geschehen, das jedoch bereits in diese Welt hineinreicht, dort, wo das Vereinigtsein unter Menschen im Leib des Herrn geschieht. Das geschieht nicht ausschließlich in einer Religion, sondern eben in Gott, der die Liebe ist.

In diesem Sinn ist die Vision des Christentums nicht eine geeinte Weltzivilisation in Frieden und Gerechtigkeit, die wird immer Illusion bleiben, sondern eine geeinte Menschheit in Frieden und Gerechtigkeit in Christus im Reich Gottes, das hier beginnt und in der Ewigkeit vollendet wird. Deshalb lebt ein Christ für diese hier nicht zu vollendenden Vision und stirbt in ihre Vollendung hinein, er hat bereits ein Bürgerrecht im Himmel. Das führt nicht zu Fatalismus oder Weltabgewandtheit, sondern aus Glaube, Hoffnung und Liebe zu einem Blick auf die Welt, wie sie Gott betrachtet und ihr erst Sinn verleiht.
Als Christ freue ich mich über jede sakrale Architektur, heilige Kunst und spirituelle Musik, welche die Herzen der Menschen öffnet und weitet für die Schönheit und Herrlichkeit der Schöpfung.
Der Atheismus (z.B. Kommunismus, Stalinismus, Nazibauwerke) kann gar nicht fähig sein das Schöne, Wahre und Gute, welches im Menschen durch Gott angelegt sind, in Kunst oder Architektur zur Geltung zu bringen, weil er Gott negiert.
Dagegen betrachte man die Gotteshäuser verschiedener Religionen. Mögen sie noch so alt sein und in einer anderen Epoche gebaut, sie bleiben Anziehungspunkt von Menschen aller Generationen, weil sie immer das Wahre, Schöne und Gute suchen und es dort finden.


Servus
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von fin » Fr 7. Jul 2017, 13:56

-- Verborgene Wölfe --
Novalis hat geschrieben:Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi ...


... ist an Jesu Wahrheit gebunden. Seine Botschaften für andere Lehren zu mißbrauchen sehe ich darum sehr kritisch. Es gab/gibt keine einheitlichen Gottesoffenbarungen, davon zeugen die unterschiedlichen Relgionen und zugehörige Heilsbotschaften, die sich zum Teil widersprechen oder gar ausschließen. Darum befand/befindet sich der Mensch ja auch seit je her in einem Spannungsverhältnis.

Ausgangspunkt für diesen Thread ist der Name Jesu Christi, der nachweislich nicht für alle Religionsformen steht/stehen kann - insbesondere nicht für die Glaubensgemeinschaft der Bahai, sondern nur für jene Lehre, die Jesus vermittelte. Orientierungspunkt sind die zugehörigen Schriften und diese besagen in aller Deutlichkeit, daß falsche Propheten und Christusse erscheinen werden.

Die Glaubensgemeinschaft der Bahai hat sich darum schon als Irrlehre (in Bezug auf christliche Genese und Lehre) entlarvt, da die Bahai ihrem Begründer 'Baha'ullah' glauben, er sei der wiedergekehrte Christi (gewesen). Diese Gemeinschaft ist darum sehr einfach als Fake zu entlarven, da ja geschrieben steht:

So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus! oder: da! so sollt ihr's nicht glauben. 24 Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in dem Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. 25 Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. 26 Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus, - siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht. 27 Denn gleichwie ein Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. (Mt 24,23f)

Es geht also nicht um erstrebenswerte Ideale (siehe Humanismus) oder beeindruckende Architektur, sondern um wahre und authentische Nachfolge Jesu Christi.

Dein generelle Befürwortung (und gleichzeitiges Bekenntnis) einer fortgesetzten göttlichen Offenbarungskultur mag zunächst logisch klingen, die tatsächliche (geschichtliche) Offenbarungsgeschichte zeigt aber in aller Deutlichkeit die widersprüchlichen Zeugnisse und daß sich gerade diese fortgesetzte Offenabrungskultur einer glaubhaften Folge und Grundlage selbst beraubte, denn sie charakterisiert keine einheitliche göttliche Größe, vielmehr ein Werk unterschiedlicher Kräfte, die einen göttlichen Status für sich beansprucht haben.

Deine Verklärung aller Religionen oder auch die spezielle Bewerbung der Bahai mutet darum nicht nur befremdlich an, sondern bestätigt vielmehr die prophezeiten Vorboten einer scheinheiligen Weltreligion. Die Ziele klingen wunderbar und die Bahai Gemeinschaft ist in dieser Hinsicht sicherlich ein Parade- und Vorzeigebeispiel nicht nur der UNO ...

:!: :idea: :!:

Andreas
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Re: Die spirituelle Kraft des Namens Jesu Christi

Beitrag von Andreas » Fr 7. Jul 2017, 15:17

Novalis hat geschrieben:Man stelle sich eine Welt vollkommen ohne sakrale Architektur vor, ohne Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel.
Entsetzliche Vorstellung!
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Bildquelle

Das Hypo-Haus in München würde mir sehr fehlen.

Allerdings hat mir diese Stelle in München auch schon sehr gut gefallen, als ich dort als Kind Kaulquappen in leere Marmeladegläser schöpfte um ihr Wachstum zu Hause beobachten zu können. Die Frösche meiner Kindheit gibt es nicht mehr. Von den Kröten die heute dort aus dem Nichts geschöpft werden, bleiben auch nur Schulden welche eines Tages mit Blut bezahlt werden.

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