Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Nichtchristen sind willkommen, wir bitten aber darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
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closs
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von closs » Do 16. Nov 2017, 23:05

Mimi hat geschrieben: closs hat geschrieben:
Da musst Du drüber stehen...


Vielleicht hatte mein Hausarzt doch recht….?
Zitat:
„von Innen bist Du ein kleiner wendiger Porsche.
Du musst jetzt aber ein Traktor werden!“
Wie wäre es, wenn Du Dich wie ein VW-Käfer bewegst, aber weißt, dass Du 500 PS unter der Haube hast, die Du aber nicht jedem zeigen musst?

Novas
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von Novas » Fr 17. Nov 2017, 07:35

Mimi hat geschrieben:Kann dazu jetzt leider nichts beitragen Bild…..da ich mich persönlich grundsätzlich immer an die Zentrale wende... Gehe davon aus, dass Du ein bisschen Spaß!! verstehst! ;)
Zwischen Anbetung (adoratio) und Verehrung (veneratio) besteht immer noch ein himmelweiter Unterschied. Die Heiligen können wir verehren, weil in ihrem Leben der heilige Geist sehr deutlich wirkte, aber wir beten sie niemals an. Ich verehre den heiligen Franz von Assisi, aber ich habe ihn noch nie angebetet. In Indien würde man sagen, dass der heilige Franziskus ein Mahatma war, eine große Seele, ein hochentwickeltes und erleuchtetes Wesen. Diese Seele hat mit dem körperlichen Tod nicht einfach aufgehört zu existieren, sondern sie ist in das ewige Leben hinüber gegangen und kann immer noch ihr Licht ausstrahlen.

Rembremerding
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von Rembremerding » So 19. Nov 2017, 09:42

Die Galater waren jene, die sich nach einiger Zeit ihrer Erlöstheit nicht mehr bewusst waren. Sie gehörten dem keltischen Kulturkreis an, in dem Heroen, Götter und eine Göttin walteten. Sie alle mussten durch Opfer besänftigt, zum Handeln bewogen oder angerufen werden. In ihrer Religion hatte der Mensch etwas zu leisten, um die Gunst der Götter zu erlangen.
So hörten sie aufmerksam zu, als Juden kamen und ihnen verkündeten, dass sie ihre Gebote und Gesetze einhalten mussten, um erlöst zu werden. Das gefiel den Galatern, sie waren klare Regeln, Opfergaben und kultisch-heilige Gesetze gewohnt. Endlich konnten sie wieder selbst dazu beitragen erlöst zu werden. Und die Landschaft und Handlungen um ihnen begannen sich wieder mit ihren Dämonen zu füllen, die nun noch mehr Macht hatten, denn sie waren nicht nur wahrzunehmen, sondern auch zu bekämpfen. Da kam Paulus und hielt seine Standpauke:
Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen! Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt; ihr seid aus der Gnade herausgefallen. Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe!
Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz. Die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln! Gal 5,1,4,13,18,24-25
Ein Christ ist erlöst und kann dann im Geist die Gesetze tun. Ein Unerlöster tut Gesetze und meint dann erlöst zu sein.
Unerlöstheit führt dazu, dass die ganze Welt wieder unrein werden kann:
... der Ring am Finger, der das Symbol der Ewigkeit schon in heidnischer Zeit darstellen sollte.
... oder das Mühlenspiel, das ursprünglich auch als heidnisches Divinationswerkzeug verwendet wurde.
... oder das Eierstil-Muster an so manchen Möbelstücken und Decken, das ein Fruchtbarkeitssymbol ist.
... oder ein Saal (Königreichsaal der ZJ!), der in der germanischen Religion den Raum bezeichnete, wo das Heilige, die Götter verehrt wurden.
... oder der Buchstabe A, der einst Apis und den phönizischen Stiergott symbolisierte.
... oder rechts vor links, denn diese Hierarchie hat einen heidnischen Ursprung.
... oder am falschen Tag ein falsches Fest zu feiern (Weihnachten, Ostern).
... oder, oder.
Heidentum und Dämonen erhalten dadurch Macht, weil wir ihnen sie geben. Auch das ist Unerlöstheit: die Angst vor der Welt, dunklen Mächten und Gesetze zu übertreten.

Ist das Gesetz nun überflüssig, ungültig?
Nein, es wird in mir vom Geist erfüllt, von Jesus Christus, der das ganze Gesetz erfüllte und in mir wohnt. Wieder Paulus (1Kor 6:12):
Alles ist mir erlaubt - aber nicht alles nützt mir. Alles ist mir erlaubt - aber nichts soll Macht haben über mich.
Rö 6:6-8,19
Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde, sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wegen eures schwachen Fleisches rede ich nach Menschenweise: Wie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt, sodass ihr gesetzlos wurdet, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit, sodass ihr heilig werdet!
Es gilt demnach seine Glieder nicht mehr in den Dienst der Unreinheit zu stellen, d.h. auch mit diesen Gliedern Reinheit in die Welt zu tragen, etwa das heidnische Symbol des Kreuzes zu heiligen, indem es zum Heilswerkzeug Christi wird oder ein Pentagramm als das zu sehen, was es ist: als einen Fünfeckstern, der von sich aus keinerlei Macht hat und höchstenfalls in der Kulturgeschichte des Menschen Bedeutung.
Der erlöste Mensch ist gestorben im Herrn und wurde in Wasser und Geist wiedergeboren im Glauben und in die Auferstehung des Herrn. Beides gibt ihm Kraft und Macht diese Erlösung auch in die Welt zu tragen, ihr seufzen zu stillen, keine Bäume, Blitze, Symbole, Blut etc. wieder mit dämonischer Kraft zu füllen, sondern zu erlösen als liebevolle Schöpfung Gottes.
Nicht dem Gesetz und den Dämonen um einen, die es zweifellos gibt, soll man Macht geben, sondern Jesus Christus im Tempel des Hl. Geistes, der unser Leib ist, indem wir in Liebe seinen Willen tun wollen, in Liebe gehorsam im Glauben sind.

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Rembremerding
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von Rembremerding » Sa 2. Dez 2017, 15:30

Helmuth hat geschrieben:
Rembremerding hat geschrieben: Erlöst zu sein bedeutet ja nicht, dass es keine bösen Mächte mehr gibt, aber in der Unterscheidung der Geister durch Jesus fest stehen zu können.
Die Geister zu unterscheiden wird leider oft zu schmählich vernachlässigt. Was alles so dem Herrn Jesus zugeschrieben wird geht oft auf keine Kuhhaut mehr. Ich stamme aus der charismatischen Gemeinde, ich hab da schon so einiges nicht bloß gehört sondern auch live miterlebt.

Solche Geister tragen dazu bei entweder den Menschen in den Götzendienst zu führen oder Verwirrung im Leib zu stiften, Unfrieden zu erzeugen, Spaltungen hervorzurufen und letzlich sogar Kriege gegeneinander zu führen, und das alles im Namen Jesu. Herr schau owa! :shock:

Auch das ist Teil der geistlichen Wirklichkeit, nicht aber der des Menschen sondern um den Menschen herum. Es sind gefallene Geister, deren Wohnbereich nun die Erde ist. Von ihnen müssen wir jedenfalls freikommen. Der erste den uns die Schrift gleich zu Anbeginn nennt war die Schlange, die Eva verführt hat.
Diese schöne Erklärung von Helmuth soll noch einmal Anstoß sein, was es bedeutet erlöst zu sein. Da gibt es nun zwei Leitplanken, zwischen denen der erlöste Christ sich bewegt.

1. Die Erlösung durch die Auferstehung des Herrn schafft nicht die bösen Mächte hinweg, sie bleiben um uns und wollen uns weiterhin ergreifen.
2. Die Erlösung durch die Auferstehung des Herrn hat die bösen Mächte entmachtet.

Dämonische Mächte haben selbst keinerlei Macht mehr, außer wir geben sie ihnen. Das bedeutet etwa: Indem man Kabbalah, Marienverehrung, reihenweises Umfallen in charismatischen Gottesdiensten, ZJ-Klingeldienst, Verfluchungen ... mit dämonischen Mächten in Verbindung bringt, gibt man diesen Mächten in einem selbst Macht. Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um richtig oder falsch, sondern um Dämonen.
Deshalb ist es wichtig, dass etwa niemand die Kabbalah lesen sollte, wenn er Furcht hat, dort dämonische Mächte zu finden. Deshalb sollte er auch nicht in solchen charismatischen Gottesdiensten gehen, den Rosenkranz beten oder ZJ werden.

Einzig die Liebe vertreibt alle Furcht, und zwar die Liebe, die der Herr durch seinen Kreuzestod und die Auferstehung zeigte. Von dieser Liebe her wird alles rein, was von außen an den Menschen herantritt. In dieser Liebe kann der Christ erlöst sein von der Furcht, stets von dämonischen Mächten gefangen zu werden. Wenn ein solch erlöster Christ in charismatische Gottesdienste geht, den Rosenkranz betet, Maria verehrt oder die Kabbalah liest und überall einzig und allein Jesus Christus mit dieser Liebe sucht, dann bleibt er innerlich rein, weil der Herr in ihm wohnen bleibt. Es ist der Hl. Geist selbst, der dort die Unterscheidung der Geister lehrt. Sofort aufzuhören mit allem hat man jedoch, wenn man beginnt sein Herz an diesen oder jenen Dingen zu hängen, seine Liebe Gott entzieht und sich auf etwas anderes, als Christus beruft.

Vielleicht sollten aus dieser Sicht heraus all jene, welche in der Freiheit durch den Auferstandenen leben auch jene verstehen, die das Unreine fürchten. Sie sind Mahnung, in der Freiheit immer wachsam zu sein! Andererseits sollten jene verstehen, dass andere in dieser Freiheit ein kindliches Vertrauen zur Liebe Gottes besitzen und durchaus angeblich unreines benützen können, ohne dass es ihr Herz unrein macht, weil dort der Herr wohnt. Sie sollen Ermutigung sein, Furcht abzulegen und die erkannte Erlösung auch vollends anzunehmen! Auf diese Weise können alle Glieder der Kirche voneinander lernen, aber ohne sich gegenseitig Anstoß zu geben, was immer die Liebe verletzt.

Lassen wir Paulus sprechen, der bestätigt, dass es böse Hierarchien gibt, aber ebenso den Erlösten die Furcht vor Dämonen nimmt und ermutigt:
Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen.

Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten,
weder Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen.
Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt; denn er ist das Haupt aller Mächte und Gewalten.
(Eph 6:12; Rö 9:38-39; Kol 1:16; 2:9-10 EÜ)
Und Petrus gibt zu verstehen, dass Christen von Taufe und Auferstehung her keine Macht fürchten müssen, weil sie dem Herrn untertan sind und damit entmachtet. Nicht die äußere Reinheit ist entscheidend, sondern das reine Gewissen, gereinigt durch die Auferstehung:
Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. Sie dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi, der in den Himmel gegangen ist; dort ist er zur Rechten Gottes und Engel, Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.
(1Petr 3:21-22)
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von Rembremerding » Do 4. Jan 2018, 19:39

Lasst uns feiern, weil wir erlöst sind. Einzig was bleibt, ist Gnade.




Bis Sonntag feiern und lobpreisen wieder über 11000 Christen Gott bei der MEHR-Konferenz in Augsburg.
Ob Freikirchler, Evangelikaler, Lutheraner, Katholik ... wir sind alle zu einem Königreich und Priester vor Gott gemacht, rein gewaschen durch Christi Blut.

Servus :wave:

#MEHR2018
https://mehrkonferenz.org
(mit Live-Stream)
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Janina
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von Janina » Fr 5. Jan 2018, 19:20

closs hat geschrieben:
Mimi hat geschrieben:„von Innen bist Du ein kleiner wendiger Porsche.
Du musst jetzt aber ein Traktor werden!“
Wie wäre es, wenn Du Dich wie ein VW-Käfer bewegst, aber weißt, dass Du 500 PS unter der Haube hast, die Du aber nicht jedem zeigen musst?
Weil dir verloren geht was du nicht nutzt. Use it or lose it.

Übrigens hat Porsche auch Trecker mit 20PS gebaut.
Bild
http://porsche-traktor.blogspot.de/

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closs
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von closs » Fr 5. Jan 2018, 19:27

Janina hat geschrieben:Weil dir verloren geht was du nicht nutzt. Use it or lose it.
Das kann mal schon behalten - jedoch das Problem: Wenn die Straßen schleimig sind, drehen die Reifen schnell durch - manchmal sogar bei 20 PS.
Janina hat geschrieben:Übrigens hat Porsche auch Trecker mit 20PS gebaut.
Vor 30 Jahren waren die mal in der höheren Los-Angelos-Gesellschaft sehr beliebt: "Imagine - I bougth a tractor from Porsch". - Ein damaliger Freund hat jahrelang davon gelebt, solche Dinger in Deutschland aufzutreiben, sie herzurichten und teuer in die USA zu verkaufen. - Nebenbei: Falls Du mal einen 4-Zylinder-Traktor von Porsche findest: Kaufe ihn!!! - Sehr selten und sehr teuer verkaufbar.

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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von Verlorener_Sohn » Fr 5. Jan 2018, 19:34

Ziska hat geschrieben: Der andere kniet vor einem Heiligenbild, einer Ikone, vor der Marienstatue
und bittet den abgebildeten toten "Heiligen" um Hilfe und Unterstützung und Fürbitte...
Hier ist eigentlich der Kern der Mißverständnisse.
Absichtlich oder nicht.

Wir Katholiken glauben, dass die Heiligen nicht tot sind, sondern im Paradies bei Gott.
Wir glauben daran, dass es Jesus ernst meinte mit "Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein."
So können wir die Heiligen um ihr Gebet bei Gott bitten "Ihr Heiligen, bittet für uns."
Unser Gebet verbindet sich mit den Gebeten der Heiligen zu Gott.

Wenn ein Mann auf Reisen das Bild seiner Frau küsst, glaubt er dann, dass das Bild seine Frau ist?
Nein, er sieht das, wofür das Bild steht.

Catholic
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von Catholic » Fr 5. Jan 2018, 20:10

Verlorener_Sohn hat geschrieben: Wenn ein Mann auf Reisen das Bild seiner Frau küsst, glaubt er dann, dass das Bild seine Frau ist?
Nein, er sieht das, wofür das Bild steht.
Da gibt es in manchen Benedikterklöstern einen interessanten Brauch,der früher mehr verbreitet war.
Wenn der Abt abwesend war weil er z.B. ein anderes Kloster besuchte,stand beim Stundengebet an seinem Platz ein Bild von ihm.
Den anwesenden Mönchen war bewusst dass das Bild nicht der Abt war sondern das Bild für (!) ihn dort stand.
Übrigens war es im antiken Rom strafbar ein Standbild des Caesaren zu "beleidigen" in dem man es anspuckte oder so.
Nicht weil die Römer glaubte das Standbild sei der Kaiser sondern weil es für ihn stand.

janosch
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Re: Rein, unrein. Von christlicher Unerlöstheit

Beitrag von janosch » Sa 6. Jan 2018, 09:17

Verlorener_Sohn hat geschrieben:
Ziska hat geschrieben: Der andere kniet vor einem Heiligenbild, einer Ikone, vor der Marienstatue
und bittet den abgebildeten toten "Heiligen" um Hilfe und Unterstützung und Fürbitte...
Hier ist eigentlich der Kern der Mißverständnisse.
Absichtlich oder nicht.

Wir Katholiken glauben, dass die Heiligen nicht tot sind, sondern im Paradies bei Gott.
Wir glauben daran, dass es Jesus ernst meinte mit "Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein."
So können wir die Heiligen um ihr Gebet bei Gott bitten "Ihr Heiligen, bittet für uns."
Unser Gebet verbindet sich mit den Gebeten der Heiligen zu Gott.

Wenn ein Mann auf Reisen das Bild seiner Frau küsst, glaubt er dann, dass das Bild seine Frau ist?
Nein, er sieht das, wofür das Bild steht.
Nur hast du was versehen. Heiligen werden nicht von Menschen ausgemacht. Die Kirche kann keine Mensch heiligsprechen. Das ist Fakt!

Ein mensch wird auch nicht als Christ (Katholisch oder Evangelisch, ZJ....) Moslim, oder Jude geboren, egal was die Mainstream behauptet! ;)

Dan Gott wäre der grösste Rassist aller zeit! Oder Gott ist Rassist, und was ist mit sein Anhängern??

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