Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

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Pluto
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Pluto » Mo 5. Feb 2018, 12:27

Rembremerding hat geschrieben:Sieht man daran nicht, dass damit ausgedrückt werden soll, dass Mann und Frau von unterschiedlichem Wesen sind und nicht gleich?
Das stimmt, denn es gibt jede Menge biologische Unterschiede. Mann und Frau sind daher nicht gleich, aber gleichberechtigt. Bringst du da was durcheinander?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Ska'ara
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Ska'ara » Mo 5. Feb 2018, 12:30

Ziska hat geschrieben: Wenn ich hier manche Männer lese, kommt mir das Gruseln! :shock:
Hab grad mal in deinen link reingeschaut.
Da stand:
Da man in ihnen eine ständige Versuchung sah, durften sie in der Öffentlichkeit nicht mit Männern reden und mussten außer Haus eine Kopfbedeckung tragen. Jesus wies dagegen die Männer an, ihre Begierden zu zügeln und Frauen mit Würde zu behandeln, anstatt sie auszugrenzen
Erinnert mich an die Muslime. Auch dass die Juden sich einfach scheiden lassen konnten... Jesus hatte eine andere Auffassung und teilte dies auch mit.

Du meinst, Paulus meinte damit nur die griechischen Frauen?

Rembremerding
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Rembremerding » Mo 5. Feb 2018, 12:36

Ska'ara hat geschrieben:Unterschiede zwischen Mann und Frau oder auch Rangunterschiede benachteiligen bestimmte Personen in unserer Welt. Wo aber keine Benachteiligungen entstehen können, sind auch diese Unterschiede nicht negativ, sondern dienen nur einer Ordnung.
Richtig, und das ist der Sündenfall: Nicht dass Mann und Frau ihrem Wesen nach unterschiedlich sind, sondern dass der Mensch sich versündigt, indem Mann oder Frau aus dieser Ungleichheit Machtansprüche ableiten. Lebte der Mensch nach der Ordnung, wie sie Gott festsetzte, und nach seinem Willen, dann bräuchten sie sich nicht "voreinander schämen" (das Wort sagt weitaus mehr aus, als man heutzutage annimmt).
Dieser Unterschied ist keine Konsequenz, er ist gottgewollt. Er soll im menschlichen Abbild Gottes Wesen in der Dreifaltigkeit ebenso ausdrücken, wie die Brautschaft der menschlichen Seele mit ihrem Bräutigam, Jesus Christus.
Deshalb ist die Ehe etwas heiliges und natürlich dann auch die Frucht der Ehe.

In der Welt bedarf es einer Ordnung, sie wurde von Gott wunderbar durch das unterschiedliche Wesen, den unterschiedlichen Eigenschaften von Mann und Frau möglich gemacht.


Servus :wave:
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Rembremerding
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Rembremerding » Mo 5. Feb 2018, 12:39

Pluto hat geschrieben:Das stimmt, denn es gibt jede Menge biologische Unterschiede. Mann und Frau sind daher nicht gleich, aber gleichberechtigt.
Das ist meine Rede. Gleichberechtigt, weil sie Rechte von Gott erhielten, die ihre Würde ausmachen und die sie, gerade auch durch ihre unterschiedliche Biologie, die zu ihrem Wesen, ihrer Natur gehört, in das Leben einbringen können und dürfen.
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ThomasM
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von ThomasM » Mo 5. Feb 2018, 13:25

Rembremerding hat geschrieben:
Das ist meine Rede. Gleichberechtigt, weil sie Rechte von Gott erhielten, die ihre Würde ausmachen und die sie, gerade auch durch ihre unterschiedliche Biologie, die zu ihrem Wesen, ihrer Natur gehört, in das Leben einbringen können und dürfen.
Du meinst also, eine Frau sei von ihrer Biologie her nicht in der Lage geistliche Zusammenhänge zu erfassen und dürfte daher nicht darüber lehren?

So ähnlich hieß es damals vor ca. 150 Jahren, als das Gerücht umging, das Gehirn einer Frau würde überhitzen, wenn sie mehr als die Grundschule absolvieren würde.
Gott würfelt nicht, meinte Einstein. Aber er irrte. Gott nutzt den Zufall - jeden Tag.

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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Pluto » Mo 5. Feb 2018, 13:28

ThomasM hat geschrieben:So ähnlich hieß es damals vor ca. 150 Jahren, als das Gerücht umging, das Gehirn einer Frau würde überhitzen, wenn sie mehr als die Grundschule absolvieren würde.
Stimmt das etwa nicht? :shock:
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Helmuth
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Helmuth » Mo 5. Feb 2018, 13:28

Rembremerding hat geschrieben: Das ist meine Rede. Gleichberechtigt, weil sie Rechte von Gott erhielten, die ihre Würde ausmachen und die sie, gerade auch durch ihre unterschiedliche Biologie, die zu ihrem Wesen, ihrer Natur gehört, in das Leben einbringen können und dürfen.
Gleichberechtigung gibt es nirgendwo. Kaum leben zwei Menschen zusammen muss eine Ordnung her. Und das beginnt bereits bei zwei. Auf welchem Platz lebe ich? Wo mich häuslich niederlasse hat ein anderer keine Rechte mehr darauf. Also nix gleiche Rechte, höchstens eine gemeinsame Rechtsgrundlage. Nehmen wir dazu das Wort Gottes, kann mal alles friedlich regeln, ohne Streit und Kampf um den Vorrang.

Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Mein Chef, auch ein Mann, hat in der Firma jedenfalls mehr Rechte als ich, selbst dann wenn die gesamte Belegschaft meint, mein Vorschlag wäre besser, Das zählt 11, solange der Chef es nicht absegnet. Er hat das letzte Wort. Besucht er mich allerdings privat in meiner Wohnung, dann habe ich mehr Rechte als er. Dann sage ich wo er sitzen kann, wo nicht, ob er bleiben kann, ob er gehen muss. Ist einfach so.

Ununterbrochen wird hier Wert und Recht durcheinander gewürfelt. Checkt das mal wer?

Weil du die Würde ansprichst. Was Mann und Frau bzgl Ehe betrifft, so hat die Würde keine Rechtsbeziehungen. Das ist Stumpfsinn, und das verwechseln etliche mit Rechten, besonders solche die sich als Kämpfer für "Gleichberechtigung" sehen. Sie erkennen nicht, dass Gott das alles regelt, in Frieden und zum Segen aller, wer ihm gehorcht.

An Würde sind alle Menschen vor Gott grundsätzlich gleich, wenn man darunter die Achtung des Lebens versteht. Aber als Haupt hat das Wort des Mannes mehr Gewichtung als das der Fau. Also sind der Wert des Menschen und die Gewichtung ihrer Worte zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.

So steht es geschrieben auch so hat es Gott festgelegt. Wie auch das Wort eines Ältesten in der Gemeinde mehr Gewichtung hat als das der anderen. Er ist aber deswegen als Mensch nicht mehr wert als sein Stiefelknecht, so er einen hat. Also der Wert hat kein Geschlecht, wer aber das Wort führt, das legt Gott durch die Ordnungen fest.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 5. Feb 2018, 13:40, insgesamt 4-mal geändert.
Herzliche Grüße
Helmuth

Rembremerding
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Rembremerding » Mo 5. Feb 2018, 13:29

ThomasM hat geschrieben: Du meinst also, eine Frau sei von ihrer Biologie her nicht in der Lage geistliche Zusammenhänge zu erfassen und dürfte daher nicht darüber lehren?

So ähnlich hieß es damals vor ca. 150 Jahren, als das Gerücht umging, das Gehirn einer Frau würde überhitzen, wenn sie mehr als die Grundschule absolvieren würde.
Eine solche Diskussion, die nur mehr Unterstellungen und keine Argumente mehr hervorbringt, ist wertlos.
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Pluto » Mo 5. Feb 2018, 13:37

Helmuth hat geschrieben:So steht es geschrieben auch so hat es Gott festgelegt.
Und weil es so geschrieben steht ist es nicht veränderbar?

Die Zeiten ändern sich, Helmuth, und mit ihnen auch die Gesetze über Recht und Unrecht.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Novas
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Re: Dienst der Frau: Predigen ist nicht gleich lehren?

Beitrag von Novas » Mo 5. Feb 2018, 14:57

SamuelB hat geschrieben:
Novalis hat geschrieben:in der Kabbalah ist es so, dass Mann und Frau zusammen den Adam Kadmon (auch Adam Qadmon, aramäisch: אדם קדמון „ursprünglicher Mensch, Kosmischer Mensch“; griech. οὐράνιος ἄνθρωπος uranios anthropos „Himmlischer Mensch“) bilden.
In der Kabbalah habe ich es verstanden. Aber jetzt verstehe ich die Bibel nicht mehr. :o
Die Frage ist immer: von wem beziehst Du deine Auslegung? Die Bibel verdichtet sehr viel Weisheit, die erst mal freigelegt werden muss. Darum gibt es im Judentum Rabbis (Gelehrte/Weisheitslehrer) welche die große Kunst der Schriftauslegung gelernt haben. Jeder kann die Schrift auslegen, aber deshalb ist noch lange nicht jeder qualifiziert. Die Kabbalah beweist, dass hinter der Bibel eine sehr viel größere Lehre steht, die sich jeder oberflächlichen Lesart entzieht :wave:
Pluto hat geschrieben:Die Zeiten ändern sich, Helmuth, und mit ihnen auch die Gesetze über Recht und Unrecht.
Ja, die Zeiten ändern sich, aber das göttliche Gesetz (Dharma) bleibt auf ewig gleich. Es gibt Aspekte der Religion, welche dem Wandel unterliegen, aber es gibt auch ewige Aspekte. Güte, Barmherzigkeit und Mitgefühl sind Tugenden in allen Religionen. Im Yoga wird es Samanya Dharma genannt, die universalen werte. Diese werte sind allgemeingültig, gelten überall, in dieser und jeder anderen Welt. Wenn es woanders im All bewusste Wesen gibt, so haben auch sie einen bestimmten Wertekodex, der unsrem ähnelt.

Samanya Dharma ist das universale Gesetz. Doch wenn es interpretiert wird, dann wird es visesha dharma genannt: ein dem zeitlichen Wandel unterliegender (relativer) Ausdruck des Gesetzes in unsrem Leben, welches sich in Zeit und Raum ereignet.
Zuletzt geändert von Novas am Mo 5. Feb 2018, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.

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