Taufe

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PeB
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Taufe

Beitrag von PeB » Di 25. Dez 2018, 20:46

Ist die Kindstaufe gültig?
Dagegen spricht: es fand keine bewusste Entscheidung statt.
Dafür spricht: es fand im positiven Fall eine nachträgliche lebenslange Entscheidung darüber statt.

Zweite Frage:
Wenn ich mich von einer bestimmten Denomination als Erwachsener taufen lasse - gehöre ich dann zu der Denomination oder zu Jesus?
Ich tue mich schwer damit - falls ich mich erneut taufen ließe - eine Mitgliedschaft in einem bestimmten Club zu unterzeichnen.
Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr, du Allmächtiger. (Jeremia 15,16)

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closs
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Re: Taufe

Beitrag von closs » Di 25. Dez 2018, 21:58

PeB hat geschrieben:
Di 25. Dez 2018, 20:46
Ist die Kindstaufe gültig?
Katholischer-seits ja, weil Sakramente "ex opere operato" funktionieren - auf gut deutsch: Es ist ein objektiver Vollzug, als würde Dir jemand mit einem Brenneisen was in den Hintern brennen - dazu braucht es ebenfalls keine bewusste Entscheidung.
PeB hat geschrieben:
Di 25. Dez 2018, 20:46
Wenn ich mich von einer bestimmten Denomination als Erwachsener taufen lasse - gehöre ich dann zu der Denomination oder zu Jesus?
Wenn Du katholisch getauft bist, ist das egal, weil Du Dein "Brennzeichen" eh nicht mehr loskriegst - aber es ist auch unnötig,eben weil Du bereits übergeben bist. - Mit anderen Worten: Wer katholisch getauft ist, ist ein Leben lang katholisch/Jesus übergeben, selbst wenn er 100 Mal aus der Kirche austritt und Atheist ist.

Die Gleichsetzung "katholisch" und "Jesus übergeben" ist deshalb aus katholischer Sicht der Fall, weil es nur EINE Kirche gibt.

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Abischai
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Re: Taufe

Beitrag von Abischai » Di 25. Dez 2018, 22:50

Wenn sich jemand irgendwann im Leben "bekehrt" (neue Geburt, Empfang des Heiligen Geistes), dann ist dieser Mensch ein Kind Gottes, ein sog. "Christ". Das hat überhaupt nichts mit irgendeiner Taufe ob als Erwachsener oder als KInd zu tun.
In der Schrift steht auch nichts davon, daß die Taufe irgendeine Bedeutung hätte, sie wird einfach als selbstverständlich vorausgesetzt und ebenso erwähnt, aber niemals als irgendeine Bedingung für irgendwas.
Viele Gemeinschaften messen der Taufe eine besondere Bedeutung zu und knüpfen die Vereinsmitgliedschaft daran, dagegen wende ich mich vehement seit Jahrzehnten.
Wer von neuem geboren ist, bezeugt das üblicherweise (!) vor aller Welt mit einer deutlichen Demonstration, nämlich mit der Taufe.
Wer nun von neuem geboren ist, gehört zum Leib Christi. Ob er auch noch zu irgendeinem Verein gehört, egal ob Kirche, Freikirche oder Kaninchenzüchterverein, das ist völlig unerheblich, das hat lediglich soziale Auswirkungen.

Gemeinschaft mit Gläubigen ist wichtig, und die ist natürlich für Kinder Gottes gedacht, und nicht für jedermann. Viele Menschen organisieren sich also irgendwie, aber mit Taufe und Wiedergeburt hat das überhaupt nichts zu tun, auch wenn einige das behaupten und ihre Vereinsstatuten darauf hin ausrichten.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]

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Tree of life
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Re: Taufe

Beitrag von Tree of life » Mi 26. Dez 2018, 01:06

Abischai hat geschrieben:
Di 25. Dez 2018, 22:50
Wenn sich jemand irgendwann im Leben "bekehrt" (neue Geburt, Empfang des Heiligen Geistes), dann ist dieser Mensch ein Kind Gottes....
(Anmerkung:"dann"= von mir gefettet)

A-Was war er denn zuvor?

B-Wenn dieser Mensch ein (Klein-)kind ist oder ein Mensch geistig behindert ist und somit nicht mal in der Lage ist sich zu "bekehren", ist er dann kein Kind Gottes?

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PeB
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Re: Taufe

Beitrag von PeB » Mi 26. Dez 2018, 10:00

Abischai hat geschrieben:
Di 25. Dez 2018, 22:50
In der Schrift steht auch nichts davon, daß die Taufe irgendeine Bedeutung hätte,
Daraus hätte ich eine Bedeutung herausgelesen:
Mt 28, 19-20 hat geschrieben:Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Nicht?
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Lena
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Re: Taufe

Beitrag von Lena » Mi 26. Dez 2018, 11:08

Matthäus 3,11 hat geschrieben: Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.

Dort wo hingegangen, die Menschen alles gelehrt wird, was der Herr Jesus seine Jünger lehrte, geschieht in den Herzen der Zuhörer etwas. Das Feuer des Heiligen Geistes vernichtet das unheilige.
Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann,
damit er gewinnt, was er nicht verlieren kann.
Jim Elliot

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Travis
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Re: Taufe

Beitrag von Travis » Mi 26. Dez 2018, 11:21

Auf Wunsch des TE wurde dieser Thread verschoben. Ich bitte, die forenspezifischen Verhaltensregeln zu beachten.
1Sam 3,9b "Rede, HERR, denn dein Knecht hört."

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Abischai
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Re: Taufe

Beitrag von Abischai » Mi 26. Dez 2018, 12:17

Tree of life hat geschrieben:
Mi 26. Dez 2018, 01:06
A-Was war er denn zuvor?
Ich nehme an KEIN Kind Gottes, denn in Johannes steht, daß "die ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht (o.die Macht) Kinder Gottes zu heißen..." Wer ihn nicht annimmt, ist da zumindest nicht mit gemeint.
B-Wenn dieser Mensch ein (Klein-)kind ist oder ein Mensch geistig behindert ist und somit nicht mal in der Lage ist sich zu "bekehren", ist er dann kein Kind Gottes?
Diese Frage verwirrt immer wieder, vor allem weil sie häufig von der Seite her in eine solche Erörterung hineingekeilt wird. Wir wissen es nicht, weil die Schrift dazu NICHTS sagt. Aber wir haben Grund zu der Annahme, daß diese Menschen besondere Handhabe erfahren. Die Schrift ist NICHT zur Beachtung durch Kleinkinder oder Behinderte gedacht, sondern zur Ermahnung und "Zielgebung" (d.i. "Thora"!) für die "Häupter", die Väter und Fürsten. Genau so, wie wir selbst im moralischen Abglanz Gottes uns um Kleinkinder und Behinderete kümmern, haben wir die Annahme, daß Gott sich ihrer ebenso (und noch viel mehr) annehmen wird. Der Vater stellt für sein Haus die Weichen, nicht das behinderte oder kleine Kind. Wenn Gott nun einen "unvernünftigen", behinderten Menschen als "Kind Gottes" ansieht, ist das seine Sache, ich sehe es vorsichtshalber so, denn das paßt so in mein Gottesbild. Die Taufe wird aber sinnlos, wenn sie keine Demonstration des Getauften ist, sondern eine stellvertretende Sache von anderen Leuten (Säuglingstaufe). Das ist dann einfach keine Taufe, das ist irgendein Ritual, kann man ja machen, aber es hat mit dem Sinn der biblischen Taufe (eine symbolische Form der "Geburt aus Wasser", vgl. Joh.3) nichts zu tun.
PeB hat geschrieben:
Mi 26. Dez 2018, 10:00
Daraus hätte ich eine Bedeutung herausgelesen:Mt 28, 19-20
...Taufet sie...
Nicht?
Der Befehl zur Taufe ist klar, das soll ja auch wirklich erfolgen, nur so zum Spaß machen wir das ja nicht. Aber das ist eine grundsätzliche Forderung, deren Bedeutungshintergrund an anderen Stellen zu finden ist und aus dieser einen Stelle nicht herauszuerkennen ist. Darum wiederhole ich: die Taufe bedingt nichts, ist also keine Voraussetzung für das Heil einzelner Menschen.
Ein Mensch, der von neuem geboren ist, ist von neuem geboren. Die Taufe hat damit nichts zu tun, sie ist ein willkürliches Symbol, eine Demonstration für alle sichtbar: "seht her, ich bin von neuem geboren worden", ob das in jedem Falle stimmt, ist damit nicht gesagt, kann ja geheuchlet sein, aber es wird mit der Taufe zumindest laut behauptet. In Ländern mit gehöriger Christenverfolgung wird sich kaum jemand taufen lassen, der damit nicht wirklich seine neue Geburt bezeugt und Jesus Christus bekennt.

Nun ist die Taufe auch eine geistliche Handlung, weil man sich damit vor der Front offen zu Jesus Christus bekennt, das hat natürlich eine gewaltige Bedeutung, da rumpelt es in der unsichtbaren Welt kräftig, aber die Taufe ist eben ein Werk des Glaubens, wenn sie echt ist. Sie ist nicht Bestandteil der Geburt an sich.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]

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Tree of life
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Re: Taufe

Beitrag von Tree of life » Mi 26. Dez 2018, 14:03

Abischai hat geschrieben:
Mi 26. Dez 2018, 12:17
Tree of life hat geschrieben:
Mi 26. Dez 2018, 01:06
A-Was war er denn zuvor?
Ich nehme an KEIN Kind Gottes, denn in Johannes steht, daß "die ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht (o.die Macht) Kinder Gottes zu heißen..." Wer ihn nicht annimmt, ist da zumindest nicht mit gemeint.
Noch ein kurzer Gedanke dazu (falls es TE PeB stört, könnte man es abtrennen)
12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
https://www.bibleserver.com/text/SLT/Johannes1
Ich nehme mal an, dass es zu jener Zeit (und auch danach) auf unsrem Planeten verteilt ne Menge Menschen gab, die nicht mal die Möglichkeit hatten Jesus aufzunehmen und an seinen Namen zu glauben, weil nie von ihm gehört...
Alles keine Kinder Gottes?
Wie ungerecht wäre das denn?

Ziska
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Re: Taufe

Beitrag von Ziska » Mi 26. Dez 2018, 16:08

Tree of life hat geschrieben:
Mi 26. Dez 2018, 14:03
Abischai hat geschrieben:
Mi 26. Dez 2018, 12:17
Tree of life hat geschrieben:
Mi 26. Dez 2018, 01:06
A-Was war er denn zuvor?
Ich nehme an KEIN Kind Gottes, denn in Johannes steht, daß "die ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht (o.die Macht) Kinder Gottes zu heißen..." Wer ihn nicht annimmt, ist da zumindest nicht mit gemeint.
Noch ein kurzer Gedanke dazu (falls es TE PeB stört, könnte man es abtrennen)
12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
https://www.bibleserver.com/text/SLT/Johannes1
Ich nehme mal an, dass es zu jener Zeit (und auch danach) auf unsrem Planeten verteilt ne Menge Menschen gab, die nicht mal die Möglichkeit hatten Jesus aufzunehmen und an seinen Namen zu glauben, weil nie von ihm gehört...
Alles keine Kinder Gottes?
Wie ungerecht wäre das denn?
Aus diesem Grunde predigen Jehovas Zeugen doch schon weltweit. Da man mittlerweile sogar in Entwicklungsländern einen Internet Zugang bekommt, ist die Website JW.ORG die in den meisten Sprachen und Dialekten verbreitete Website.
So kann jeder, der es möchte, Gelegenheit bekommen, die Bibel kennenzulernen. Er erkennt, wie wichtig das Loskaufopfer Jesu war, welche Rolle er jetzt spielt.
Die Person lernt den allmächtigen Gott zu lieben und zu ehren und wird sich dann auf die Seite des wahren Gottes stellen.

Oder er kann die Religion beibehalten, in die er hineingeboren wurde...
Liebe Grüße!

Wie findet man Liebe in einer Welt ohne Liebe ?
ZJ-Kongress 2019 https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/gr ... ideo-2019/

Einstieg in die Bibel: https://www.jw.org/de/publikationen/bibel/nwt/einstieg/

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